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Besuch bei der Flughafen-Feuerwehr

hr4 lud ein zum „Flug auf Höhe 0“.

Der Feierabend AG war es gelungen vom hr4 einige Plätze für eine Flughafenrundfahrt mit gleichzeitigem Besuch bei der Flughafen-Feuerwehr zu erhalten, die dann unter den Feierabend-Mitgliedern ausgelost wurden. Begrüßt wurden alle Teilnehmer von den hr4-Mitarbeiterinnen Frau Isabella von der Recke und Frau Katja Gibhardt, die uns mit ersten Verhaltensregeln für den Besuch des Flughafens vertraut machten.

Schon bald stieß Frau Monika Marel von der Abteilung Unternehmenskommunikation des Flughafens zu uns, die von nun an die Führung übernahm.

Wie beim normalen Einchecken gaben wir unsere metallischen Gegenstände und Taschen in je einen Plastikkasten, die dann nacheinander auf verdächtige Waren durchleuchtet wurden. Wir dagegen gingen durch die Magnetschleuse, wonach wir unser Hab und Gut wieder zu uns nehmen konnten.

Auf dem Vorfeld stand für uns ein Bus bereit und schon ging die Fahrt los. Wie wir nun erfuhren hat der Airport Frankfurt einschließlich der Start- und Landebahnen eine Fläche von 23 bis 24 km². Und doch stößt man hin und wieder an Grenzen, denn der Flughafen stammt im Grunde aus den 1970er Jahren. Benötigt wird Platz für viele Gebäude, für Andockstellen der Flugzeuge und sehr viele Außenpositionen zum kurzzeitigen Parken von Flugzeugen. Auf diesen Außenpositionen steigen aber auch ankommende Passagiere aus, oder abfliegende Passagiere ein, die dann mit Bussen befördert werden. Hierzu steht eine Vielzahl an Bussen bereit.

Mit rund 71.000 Beschäftigten ist der Flughafen der größte lokale Arbeitgeber in Deutschland. Dazu betreibt die Fraport AG noch weitere 12 Flughäfen weltweit.
Rund 750 Starts und 750 Landungen finden täglich auf diesem Flughafen statt, wobei 54% der Fluggäste Transitreisende sind, also auf diesem Flugplatz umsteigen und weiter fliegen.

Man sieht überall Grünflächen, zu denen es nur die Einschränkung gibt, dass keine Sträucher und Bäume angepflanzt werden dürfen die Beeren, oder Früchte tragen. Zu groß wäre die Gefahr, dass hiervon angelockte Vögel mit startenden, oder landenden Flugzeugen kollidieren. Die Grünflächen nehmen viel Platz ein und ihre Gesamtfläche ist größer, als die des Englischen Gartens in München.

Hinzu kommen Zulieferfirmen auf dem Gelände, die zum Teil auch Fraport gehören, wie Fraport Cargo Systems und das der Lufthansa gehörende Lufthansa Sky Chefs Unternehmen, das als Catering Unternehmen und Weltmarktführer auch viele andere Fluggesellschaften beliefert.

Wir sahen die unterschiedlichsten Flugzeugtypen, von vielen Fluggesellschaften der Welt. Dabei gibt es immer wieder Sonderbemalungen, wie die Janosch-Maschine von Condor.

Wir sahen Flugzeuge landen und starten, sahen das Beladen eines Flugzeugs durch die geöffnete Heckklappe oder durch die seitlichen Öffnungen, wie bei einer Maschine der Gesellschaft Emirates.

Hierbei erfuhren wir, dass Emirates auf dem Weg ist zu den ganz großen Gesellschaften aufzusteigen, denn die riesige Menge an bestellten Großflugzeugen weist darauf hin. Längst bringen Großraumflugzeuge ihre Passagieren auf zwei Ebenen unter, ähnlich wie bei Doppeldeckerbussen. Hier benötigt man zum Ein-, oder Ausstieg Zugangsbrücken auf zwei Ebenen.

Inzwischen hat man auch elektronisch unterstützte Einparksysteme für die Großraumflugzeuge. Die Systeme erkennen, ob sich ein ankommendes Flugzeug wirklich da nähert, wo es erwartet wird. Wenn ja, dann kommen automatische Signale über den verbleibenden Abstand zur endgültigen Parkposition. In der Mitte des Bildes sieht man einen roten Punkt. Hier kommen die Informationen an, die aus der Entfernung der Fotografie natürlich nicht zu erkennen sind.

Frankfurt Airport ist auch Neuem gegenüber stets aufgeschlossen. So stand für die erste Testlandung der Boing A380 weltweit erstmals dieser Airport zur Verfügung.

Immer wieder sahen wir Hallen für die Flugzeugwartung, für Schallmessungen und viele weitere wichtige Arbeiten mit und an Flugzeugen.

Schließlich kamen wir zur Wache 3 der Flughafen-Feuerwehr, wo wir von Herrn Klaus Moritz umfangreich informiert wurden. Danach gibt es auf dem Flughafen 4 Feuerwachen, wo 360 Feuerwehrleute arbeiten. Deren Dienst geht rund um die Uhr, wobei jeder einzelne 3 Tage hintereinander je 24 Stunden im Dienst ist und danach für 48 Stunden frei bekommt. Dabei sind auf jeder Wache jeweils zwischen 17 und 25 Mitarbeiter im Dienst.

Anhand einer Karte erfuhren wir, wo die 4 Wachen am Flughafen verteilt sind und für welche Gebiete jede Wache zuständig ist. Dabei muss gewährleistet sein, dass die entsprechende Mannschaft und ihre Fahrzeuge sich innerhalb von 2 ½ bis 3 Minuten am Einsatzort einfinden. Ein Fahrzeug muss hierbei innerhalb von 25 Sekunden die Wache verlassen.
Für den Gebäudebrandschutz gilt eine Zeit zum Erreichen des Einsatzortes von max. 10 Minuten.

Bei größeren Einsatzzielen muss die gleiche Erreichbarkeit gelten, wobei dann Fahrzeuge anderer Wachen zu Bereitstellungsräumen fahren, von wo aus sie die Zeitvorgaben wieder einhalten können. Dabei erfuhren wir, dass die Flughafenfeuerwehr auch tagsüber für den Einsatz im Stadtteil Zeppelinheim der Gemeinde Neu-Isenburg zuständig ist. Mit einigen Tausend Einsätzen pro Jahr ist diese Feuerwehr für kleinere und größere Gefahrenstellen an und in Gebäuden, Gefahrgutsachen und Flugzeugen im Einsatz. Bei den Flugzeugeinsätzen geht es vornehmlich um Flugzeuginnenbrandbekämpfung, Personenrettung aus der Kabine und das Retten mit Notrutschen.

Herr Moritz zeigte uns nun die einzelnen Fahrzeuge und erklärte deren speziellen Ausrüstungen.
Danach hat jedes Fahrzeug 2 Antriebsmotoren mit je 700 und mehr PS, einen separaten Pumpenmotor mit 480 PS und bei den neuesten Typen ein Wärmebildkamera, eine lenkbare Hinterachse zur Verringerung des Wendekreises, eine Löschdüse und einen Löscharm, der von 30 cm über Boden, bis zur Höhe von 14 Metern zum Einsatz kommen kann. Das Gewicht eines solchen Fahrzeugs beträgt 40 t, wobei 12.500 Liter Wasser beinhaltet sind, denen Schaum beigemischt werden kann. Das Fahrzeug selbst hat noch Löschdüsen, damit es auch durch ausgelaufenes Kerosin hindurch fahren kann. Zusätzlich gibt es auch noch Anhänger mit Löschmitteln, um die Kapazität zu erhöhen. Der Preis für diese neue Generation beträgt rund 1,8 Millionen Euro – ein sicher gut angelegtes Geld.
Wie wir hörten bildet die Feuerwehr auch Azubis aus. Innerhalb von 3 Jahren gibt es u.a. 23 Wochen Grundausbildung und ein Jahr Fachausbildung. Dabei gibt es eine Brandsimulationsanlage wo u.a. auf einer bis 800 m² großen Kerosinlache geübt werden kann.

Auf der Weiterfahrt im Bus war noch manches zu sehen. Unter anderem auch der Ort, wo Privatflugzeuge landen. Dieses Gelände war ursprünglich für die US Airbase reserviert und verfügt über eigene Gebäude. Start und Landung allerdings geschahen und geschehen ebenfalls über die FAG Start- und Landebahnen.

Wir haben viel gesehen und gehört und deswegen möchte ich mich im Namen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei allen, die für uns tätig waren herzlich bedanken.

Autor: ehemaliges Mitglied

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