Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

Bequem mit Facebook einloggen:

facebook login

Wie ein Selenmangel die Infektabwehr beeinträchtigen kann

Frau schützt sich vor Viren

Unser Immunsystem ist ein hochkomplexes System, das mit einer Vielzahl unterschiedlichster Bedrohungen für die Gesundheit fertig werden kann. Dazu gehören nicht nur Krankheitserreger wie Viren und Bakterien, sondern beispielsweise auch veränderte körpereigene Zellen.

Um all diese Aufgaben erfüllen zu können, steht dem Immunsystem ein ganzes Arsenal unterschiedlicher und sehr effektiver Waffen zur Verfügung. Sie müssen gut kontrolliert werden, damit sie im Körper keinen Schaden anrichten. Wichtig ist dafür eine gute Balance des Immunsystems: zwischen der bestmöglichen Abwehr von potenziell schädlichen Eindringlingen und entarteten Zellen auf der einen Seite und dem Schutz des gesunden körpereigenen Gewebes andererseits.

Ein Selenmangel kann die Aktivität sogenannter T-Helferzellen vom Typ 1 (TH1) beeinträchtigen. Diese sind ein wichtiger Bestandteil der zellulären Immunabwehr. Bei einer Infektion schütten TH1-Zellen Botenstoffe aus, die bestimmte Fresszellen anlocken. Diese nehmen dann die befallenen Zellen in sich auf und machen die Erreger dadurch unschädlich.

Gleichzeitig können bei einem Selenmangel andere Komponenten des Immunsystems die Oberhand gewinnen (TH2-Immunantwort). Geraten die Abwehrkräfte aus dem Gleichgewicht, kann das unter anderem die Entstehung von Allergien und Autoimmunerkrankungen fördern. Eine ausreichende Selenversorgung trägt dazu bei, die Balance des Immunsystems zu erhalten.

Selenmangel und Virusinfektionen

Immunabwehr

Es gibt Hinweise, dass bestimmte Viren durch einen Selenmangel zu schlimmeren Krankheitsverläufen führen können als bei einer ausreichenden Selenversorgung. Dieses Phänomen kennt man zum Beispiel von der in China verbreiteten Keshan-Erkrankung. Der Auslöser dieser Herzmuskelerkrankung ist das für den Menschen eigentlich harmlose Coxsackie-Virus. Stecken sich Menschen in selenarmen Gegenden Chinas damit an, kann der Selenmangel die Aggressivität (Virulenz) des Coxsackie-Virus erhöhen und zur KeshanErkrankung führen. In Gebieten mit einer guten Selenversorgung bricht die Erkrankung dagegen selten aus.

Auch bei einem Grippevirus deuten Ergebnisse einer Tierstudie darauf hin, dass ein Selenmangel Mutationen im Erbmaterial des Virus fördern kann, die die Virulenz des Erregers steigern. Offenbar spielt dabei oxidativer Stress eine wichtige Rolle: Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass viele Virusinfektionen zu einer erhöhten Produktion von freien Radikalen führen. Diese wiederum kann die Vermehrung der Viren fördern. Als Bestandteil wichtiger körpereigener antioxidativer Enzyme kann Selen dazu beitragen, freie Radikale unschädlich zu machen und diesem Prozess entgegenzuwirken.


Tipp: Selenarznei auf Kassenkosten

Die Kassen übernehmen die Kosten immer dann, wenn der Arzt einen Selenmangel feststellt, der durch normale Ernährung nicht zu beheben ist, und die Selen-Präparate mehr als 70 Mikrogramm als Tagesdosis enthalten.

Nahrungsergänzungsmittel mit anorganischem Selen (Natriumselenit) aus der Apotheke gibt es z.B. hier: selenase® 100XL oder selenase® 200XXL

Artikel Teilen


Artikel bewerten
5 Sterne (7 Bewertungen)

Nutze die Sterne, um eine Bewertung abzugeben:


17 12 Artikel kommentieren
Themen > Gesundheit > Immunsystem > Wie ein Selenmangel die Infektabwehr beeinträchtigen kann
{{_ivw_code_}}