Besuch bei teleBasel
Wir haben es geschafft, allerdings wurden wir nicht öffentlich ausgestrahlt, sondern konnten uns intern selbst bestaunen. Dies ist aber gut so, denn uns hätte es sicherlich die Sprache verschlagen…
Am 14. April 2026 hatten wir eine Führung im Studio des lokalen Fernsehsenders „teleBasel“. Wer ein stattliches Gebäude erwartet hatte, wurde sicherlich enttäuscht über den unscheinbaren Eingang und den kleinen Empfangsraum, denn die riesigen Antennen auf dem Dach fallen nicht unbedingt ins Auge.
Die Räume mit der entsprechenden Technik befinden sich in fünf Stockwerken, allerdings unter der Erde. Dies hat wiederum den Vorteil, dass keinerlei Geräusche von außen eindringen können.
Erst wurden wir von David Sieber (Produzent und Moderator) ausführlich über alle wichtigen Daten und Begebenheiten informiert. Über glückliche Zufälle oder auch unerwartete Ausfälle hörten wir, die bewältigt werden mussten. Wir erfuhren, dass tele-Basel 60 Angestellte beschäftigt, obwohl die Sendezeit ziemlich begrenzt ist. Besonders viel Lernende gibt es im Haus, die sich das Grundlagenwissen hier aneignen, um dann später in größere Fernsehstudios zu wechseln.
Tele-Basel ist politisch und finanziell unabhängig, kein Verlagshaus bzw. Investorengruppe hat Einfluss. Die Redakteure bedienen hauptsächlich lokale Vorkommen und Ereignisse. Nach einiger Zeit kam auch Babette Kämmerling (Programmchefin und Leiterin der Magazine) dazu, denn unsere 15 Personen starke Gruppe wurde für die Führung durch die verschiedenen Räume und Stockwerke aufgeteilt.
Die Cutter arbeiten in kleinen schalldichten Kabinen. Auch gibt es einen kleinen Raum für Musikeinspielungen, einen für die Maske und einen etwas größeren, in dem die Garderobe mit verschiedensten Kleidungsstücken sowie das hauseigene Archiv mit unzähligen Datenträgern untergebracht sind; diese werden nach und nach digitalisiert, um der Nachwelt erhalten bleiben zu können. Witzig war zu hören, dass Anmerkungen von Seiten der Zuschauer(innen!?) eintreffen, wenn eine Sprecherin binnen Wochenfrist z.B. zweimal dasselbe Outfit trägt! Bei Sprechern wird dies nicht moniert.
Wir wurden in ein Talkstudio für mehrere Gäste geführt, dort wird die Sendung „Schabernitwohr“ (es ist aber nicht wahr) aufgenommen. Zur Erinnerung hinterlässt jeder Gast dann seine Unterschrift an einer Wand.
Ein kleiner Raum mit grüner Rückwand wird für Social Media (digitale Informationen) benutzt. Jedweder Hintergrund kann hier aufgebeamt werden, als würde man direkt am Ort sein.
In der Regie konnten wir beobachten, wie Akteure die Abendsendung zusammenstellen damit Bild und Ton passen und die Sendezeit eingehalten wird.
Die Moderatorin erschien im Senderaum und spielte mit der Zentrale das Programm durch. Am Fernsehgerät zuhause sieht alles so einfach und selbstverständlich aus, aber wenn man erlebt, was alles für eine „unfallfreie“ Sendung notwendig ist und geprobt werden muss, gerät man ins Staunen.
Die Hälfte der Gruppe konnte im Empfangsraum in den bequemen Sesseln die Abendsendung „punkt6“, pünktlich um 18:00 Uhr an einem großen Bildschirm verfolgen (Thema u.a.200 Jahre Johann Peter Hebel). Die andere Gruppe durfte im Studio und in der Regie dabei sein. So sah man, wie die Verständigung zwischen der Regie und der Sprecherin fast lautlos funktioniert: Den Kragen der Bluse zurechtgerückt, den Hals mit einem Schluck Wasser geschmiert, ein Haar aus dem Gesicht gewischt… und los ging es in reinstem „Schwyzerdütsch“, wie es sich für einen lokalen Sender gehört.
Mit neuen Erkenntnissen und einem interessanten Erlebnis reicher strebten alle Richtung Bus oder Bahnhof. Bis die letzten aus dem Gebäude traten, waren die ersten schon unterwegs!
Stefanie, Yvonne, Elfie, Käthe und Markus
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