Zum Ricola Kräutergarten
Freitag, der 13. - der Tag unserer Wanderung mit Führung durch den Ricola-Kräutergarten oberhalb von Nenzlingen (Basel-Land), hatte schon im Vorfeld seinem Namen alle Ehre gemacht: Der Wirt des Lokals, in dem eigentlich das Mittagessen stattfinden sollte, hatte abgesagt. Aber Oskar hatte ein Ersatzlokal gefunden, was sich als absoluter Glücksgriff erweisen sollte.
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Doch ich will den Ereignissen nicht vorgreifen.
Gut gelaunt fuhren Kringelchen (Monika) und ich bei herrlichem Wetter durchs Elsaß unserem Treffpunkt in Aesch entgegen. Aber irgendwie wollte sich uns der Freitag als „13.“ nachdrücklich in Erinnerung bringen. Am Zoll in St. Louis und im anschließenden Tunnel war nur Schneckentempo – Fahrstil möglich, sodass wir mit einer guten Viertelstunde Verspätung an der Straßenbahnendhaltestelle in Aesch eintrafen (was uns natürlich sehr peinlich war). Käthe empfing uns jedoch wie immer mit ihrem strahlenden Lächeln. Da auch noch Anke, Helga und Susanne fehlten, die sich irgendwie in Basel total verfahren hatten, plante Oskar kurzerhand um, und wir fuhren den ersten Teil der Wanderstrecke mit dem Bus.
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(in Nenzlingen gesehen)
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Das empfanden die meisten nicht als Nachteil, da der Anstieg durchs Dorf zur Ruine Pfeffingen in voller Sonne recht schweißtreibend gewesen wäre. Ruth aufgewachsen in Aesch und ehemaliges Burgfräulein zu Thierstein (in einer Schulaufführung) sowie Oskar erläuterten uns die herrliche Aussicht über eine hügelige Landschaft mit Dornach und Goetheanum zur Rechten und dem Großraum Basel im Hintergrund.
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Später kamen auch St.Chrischona und der Schwarzwald in Sicht. Der Wanderweg führte durch lichten Buchenwald mit Salomonsiegel, Waldmeister, Teufelskralle und Einbeere zum Blattenpass. An herrlich blühenden Magerwiesen mit Salbei, Skabiosen und Margeriten vorbei marschierten wir in zügigem Tempo nach Blauen. Oskar hatte Sorge, da der Zeitplan nicht einzuhalten war.
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Als schließlich alle im gemütlichen Lokal Stachel in Blauen eingetroffen waren, erwies sich die Wirtin, Frau Meury, als Stressmanagerin und rettender Engel in einer Person: Wir sollten erst einmal in Ruhe das Essen genießen, alles Weitere werde sich finden. Nach einer wunderbar würzigen Suppe legte sich die allseitige Anspannung schnell, und die Fachsimpeleien, ob Kartoffelbrei das Gleiche wie Kartoffelstock sei sowie die Bewunderung der liebevollen Tischgestecke und der unzähligen Orchideen an den Fenstern bestimmten manches Tischgespräch.
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Um den Termin für die Besichtigung des Kräutergartens von Ricola einhalten zu können, hatte Frau Meury in großherziger Weise angeboten, uns per PKW an den vereinbarten Treffpunkt zu chauffieren. Dankbar und erleichtert nahmen wir an. So schlimm war Freitag, der 13., also doch nicht! Denkste! Auf der schmalen, gekiesten Straße vor uns tauchten in einer Biegung plötzlich ein Kieslaster und ein Teerfahrzeug auf. Arbeiter erneuerten den Straßenbelag. Ein Hinweisschild war aber nicht aufgestellt worden. Ein Vorbeifahren war unmöglich.
Zum Glück (für uns) fuhr vor uns im 1. PKW ausgerechnet „s` Ricola Rosi“, wie uns die freundliche Bedienung (ebenfalls Chauffeuse), berichtete. Sie meinte damit Frau Richterich, Mitglied der Unternehmerfamilie von Ricola, die uns durch den Schaugarten führen wollte. Nachdem die Arbeiter den Teerbelag mit Kies versehen hatten, winkten sie uns an der nächsten Ausweichstelle freundlich vorbei. Schließlich kamen alle wohlbehalten im Kräutergarten an. Jeder war froh, dass diese Strecke nicht in der heißen Sonne zu Fuß bewältigt werden musste.
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Der Schaugarten ist einer von insgesamt sechs Gärten in der Schweiz und liegt frei zugänglich an einem sanften Berghang oberhalb von Nenzlingen mit schöner Sicht auf das Tal. Er wurde bewusst an einem Wanderweg angelegt. Frau Richterich (Mitglied der Eigentümerfamilie des Unternehmens) sowie ihr Mitarbeiter, Herr John Parry, empfingen uns herzlich und empfahlen uns erst einmal im Schatten auf den Ruhebänken unseren Blick über das Gelände schweifen zu lassen.
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Anlage besteht aus verschiedenen Kräuterbeeten sowie einem Areal, in dem in einem Rondell die 13 Kräuter, die bei der Herstellung von Kräuterbonbons Verwendung finden, angepflanzt sind. Alle Kräuter sind mit Namensschildern versehen. In einem umlaufenden Parcours wurden in 16 kleinen Kreisen jeweils eines der Kräuter gepflanzt, statt mit dem Namen aber nur mit einer Nummer versehen.
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Zunächst erzählte uns Frau Richterich, dass seit 1940 die „Bummeli“ (Bonbons) aus einer 13-Kräutermischung hergestellt werden. Die Kräuter werden von über 100 Schweizer Bergbauern an besonders geeigneten Lagen in der Schweiz angebaut. Es gelten seit über 25 Jahren natürliche Anbaumethoden ohne Herbizide und Pestizide. Im Jahr werden 200 t getrocknete Kräuter verarbeitet. Es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und den landwirtschaftlichen Forschungsanstalten.
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Anschließend stellte uns Frau Richterich am großen Rondell die einzelnen Kräuter vor. Sie informierte über ihre Herkunft, welche Teile der einzelnen Pflanzen zu welchem Zeitpunkt geerntet werden, ebenso über ihre Anwendung bei bestimmten Krankheitssymptomen. In den 13-Kräuterbonbons befinden sich Auszüge der Kräuter:
Andorn, Bibernelle, Schlüsselblume, Ehrenpreis, Spitzwegerich, Schafgarbe, Malve, Frauenmantel, Eibisch, Holunder, Pfefferminze, Salbei, Thymian. Ergänzt wird die 13-Kräutermischung teilweise mit Orangenminze, Zitronenmelisse und Ysop.
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Natürlich durften wir uns durch Riechproben an den Blättern einzelner Kräuter selbst einen Eindruck über das Aroma verschaffen. Da eine Information über alle Kräuter hier zu weit führen würde, gebe ich hier die Angaben zur Zitronenmelisse wieder, um zu zeigen, wie ausführlich und interessant Frau Richterich zu erzählen wusste.
Die Zitronenmelisse kam ursprünglich nur in den südlichen Alpen vor. Karl, der Große, führte sie in den Klostergärten ein. Die Zitronenmelisse enthält ätherisches Zitronenöl. Dieses wirkt harmonisierend und beruhigend und enthält antiviruläre Substanzen.
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Nach den überaus informativen Ausführungen von Frau Richterich durften wir in einem kleinen Kräuterquiz beweisen, wie sicher wir die einzelnen Kräuter uns eingeprägt hatten. Natürlich hatte die ganz Gruppe alle Fragen richtig beantwortet. Es wurden 3 Hauptpreise verlost: ein Regenschirm, eine Mütze und eine Stofftasche.
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Anschließend wurden wir noch zu einem Umtrunk mit Vesper und Wein eingeladen. Damit die Kräuter aber auch nachhaltig uns in Erinnerung bleiben, erhielt jeder einen Präsentbeutel mit „Bummeli“.
Käthe bedankte sich in unser aller Namen für die lebendigen und interessanten Ausführungen sowie die großzügige Bewirtung mit einem Präsent aus dem Markgräflerland mit „öbbis zuem Choche, oder zuem Bache oder zuem Trinke“.
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Dank stropke (Ruth), die mit dem Auto gekommen war, konnten die Autofahrer ihre Fahrzeuge in Aesch abholen und ihre Mitfahrer an der Linde in Nenzlingen in Empfang nehmen.
Die letzten Zugfahrer hat der freundliche Buschauffeur an einer improvisierten Haltestelle aussteigen lassen, damit der Zug erreicht wurde, der schon im Anrollen war.
Es soll da noch eine kleine Panne an einem Parkscheinautomaten gegeben haben, sozusagen als Erinnerung daran, dass ja immer noch Freitag, der 13. war.
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Lieber Oskar, du siehst, eine Feierabendveranstaltung an einem 13. hat Dir viel Mühe und Aufregung bereitet, aber letztendlich uns allen einen wunderbaren Tag beschert. Dir und Käthe nochmals herzlichen Dank für Eure Arbeit mit uns manchmal doch etwas komplizierten Feierabendlern.
Die Fotos sind von:
perlas - Christa
shanai - Käthe
Halley - Bernard
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32 Bewertungen
15 Kommentar(e):
Rose56 schrieb am 21.05.2011:
Vielen Dank für den tollen und informativen Bericht. Da mein Mann und ich Liebhaber von Ricola sind (er mag am liebsten die 13 Kräuterbonbons und ich die Salbei), habe ich den Bericht und die Bilder mit viel Interesse gesehen und meinem Mann vorgelesen! Liebe Grüße aus Mainz von Rose
sanhei55 schrieb am 20.05.2011:
Hallo liebe Karin, bin gerade nochmal in Gedanken durch den letzten Freitag gewandert und habe mich an Deinem schönen Bericht und an den Fotos erfreut. Dank an alle die so fröhlich dabei waren und besonders die diesen Tag möglich machten Susanne
Bleistift01 schrieb am 20.05.2011:
Liebe Karin! Ein vorzüglicher Bericht! Wir konnten alles nochmal erleben. Vielen Dank Dir, Käthe und Osci für Euere Mühe. Herzliche Grüße Werner(Bleistift01) + Helene (Tanzknopf01)
Anmargi schrieb am 20.05.2011:
Hat Spaß gemacht, diesen Freitag-der-13.-Bericht zu lesen, die Bilder machen alles noch anschaulicher - Kompliment! Margit
Rollerklaus schrieb am 18.05.2011:
Abgesehen davon, dass es ein wunderschöner Tag war, sind Oskars Führungen immer gut zum Abbau von überschüssigen Pfunden. Schon allein dafür muß man ihm dankbar sein. Seine Ziele sind immer gut ausgeklügelt. Danke!!!
Hortus schrieb am 18.05.2011:
sehr schöner Bericht, grossen Dank Oscar
wallianna schrieb am 18.05.2011:
Danke liebe Karin für Deinen ausführlichen und mit herrlichen Bildern ausgestatteten Bericht!Es ist jedes mal eine Bereicherug mit der fröhlichen Gruppe unterwegs zu sein. Danke auch dem Team,Oskar fürs organisieren, Käthe für die Föteli und Bernard fürs durchhalten. Bis zum nächsten Mal, Walli
oleander schrieb am 18.05.2011:
Liebe Karin, mal wieder ein Superbericht hast du geschrieben, witzig und informativ. Wir 3 Autofahrer ließen auf der Rückfahrt nochmal alles ins Gedächtnis rufen. Die Pannen waren die Würze und wurden doch alle hervorragend überwunden. Dank auch Oskar für die planungsintensive Organation, danke den Fotografen und danke an Käthe fürs Einsetzen.LG anke
Tinsky schrieb am 17.05.2011:
Liebe Karin, beim Lesen Deines Berichtes erlebe ich diesen schönen Tag gedanklich noch einmal. Ich finde, die kleinen Pannen bringen (im Nachhinein) die gewisse Würze. Oscar ist ja so gelassen geblieben, danke für die Organisation. LG Helga
shanai schrieb am 17.05.2011:
Liebe Karin, das ist nicht nur ein Bericht, das ist eine unterhaltsame, informative Geschichte eines herrlichen Tages im Basler Hinterland! Danke auch an Oscar, der sooo gelassen wirkte und doch so viel Unwegbarkeiten zu bewältigen hatte. Und alle Teilnehmer waren eine super Gemeinschaft! So macht es Spaß, danke Käthe
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