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Wanderung auf dem Rehbergerweg
Nach den 1 ½ eindrücklichen Stunden in der Ausstellung von Yayoi Kusama in der Fondation Beyeler in Riehen war die Wanderung auf dem Rehberger-Weg angesagt. Mein Kopf benötigte Klarheit, Natur und frische Luft ohne Punkte!
Von sieben gemeldeten Personen sind letztendlich fünf übrig geblieben. Auch fehlte die Glocke am Treffpunktbrunnen auf dem Vorplatz von Beyeler und die Vogelhäuschen waren auch nicht zu entdecken. Somit war für mich klar, dass die kürzlich gelesene Notiz in der Zeitung bereits Wirklichkeit geworden ist. Die Skulpturen von Rehberger, die 2015 nur für 10 Jahre aufgebaut wurden, und so herrlich farbenfroh in grauer Winterstimmung wirkten, wurden bereits abgebaut. Dass dies so schnell geschehen würde, hätte ich nicht für möglich gehalten.
Unsere gute Stimmung hat aber deshalb nicht gelitten, wir wollten uns ja in Gemeinschaft bewegen, und hatten bei strahlender Sonne und spürbarer Kälte einen fröhlichen, unterhaltsamen Nachmittag.
Unter Vorgabe, noch einiges erledigen zu wollen, verließ uns Markus nach ca. 1,5 km beim Parkplatz seines Autos. Wir fanden den Einstieg zum Tüllinger Berg problemlos auch ohne Wegweiser, der ursprünglich ein roter Knoten (Chnüppel) war, inzwischen jedoch verschwunden ist.
Nach einem kurzen Anstieg führte uns der Weg am Hang entlang durch die Reben. Die Aussicht am Tüllinger Berg ist immer wieder sehenswert. Man hat das ganze Dreiländereck mit Schweiz, Elsass und Deutschland zu Füßen und kann kaum ausmachen, wo Weil am Rhein aufhört und Basel oder Hunique im Elsass anfängt. Die Vogesen und der Schweizer Jura lagen etwas im Dunst.
Es war kaum zu glauben, aber eine Skulptur von Rehberger wurde stehen gelassen. Das „Fernglas“ erfüllt natürlich auch einen guten Dienst, den Werner sofort testen musste.
Am „Bammerthüsli“ inmitten der Reben war die Überraschung perfekt! Markus hatte einen Tisch gedeckt wie bei unserer ersten Wanderung auf diesem Weg vor 10 Jahren und präsentierte uns heißen Glühwein, leckeren Christstollen und Salzgebäck. Dies war natürlich das „I–Tüpfelchen“ an diesem Tag und er wurde entsprechend begeistert gefeiert!
Ganz schön lange hielten wir es um den Bistrotisch herum aus, denn nicht nur der Glühwein, auch die Sonne wärmte uns.
Mit Schwung und ab und an etwas wackelig bewältigten wir den Rest des Rehberger-Weges, der bei der Fondation Beyeler in Riehen beginnt und am Vitra Campus in Weil am Rhein nach 6 Kilometer endet. Alle stiegen in den Bus, so konnten wir uns noch lebhaft bis zum Bad. Bahnhof in Basel unterhalten, wo sich dann unsere Wege trennten!
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