Ostermontag - Einfahrtour
Bei unserer Einfahrtour standen erfreulicherweise 9 Radlerinnen und Radler überpünktlich an unserem Treffpunkt „am Stauwehr Märkt“ parat. Allen ist es wohl gleich gegangen, sie freuten sich auf das gemeinsame Erlebnis. Warum auch nicht bei dem wunderschönen Wetter, das wie bestellt eingetroffen ist?
Auch die Startzeit war ideal, denn auf dem ersten Stück Rheinweg bis nach Istein waren kaum Menschen unterwegs. Diese Strecke ist meist sehr gut frequentiert mit Fußgänger, Kinder, Hunden und natürlich auch Radler.
Am Isteiner Klotz stiegen wir von unserem Drahtesel ab, denn außer tollen Fotomotiven gibt es auch einige Infos zu lesen. Über die Feste – Istein aus den Jahren 1900-1921, ein wichtiger Posten im ersten Weltkrieg an der Grenze zu Frankreich.
Auch über die Geschichte des ertragreichen Weinrebenanbaus ab dem Jahr 1292 wird informiert. Die meist sehr kleinen Parzellen wurden bis 1954 umgelegt. Ab 1971 wurden die alten Gewannnamen abgeschafft und somit gibt es vom Isteiner Klotz nur noch den „Isteiner Kirchberg“ als Weißwein zu verkosten. Die alten Namen wie Balm, Britzengaugel, Domprobstacker, Faulheine, Mauerbrünnle usw. gingen danach verloren.
Sehr vielfältig ist am Klotzen auch die Fauna und Flora, ein wertvolles Naturschutzgebiet.
Weiter radelten wir durch den historischen Ortskern von Istein mit den engen Gassen und weiter durch Efringen-Kirchen bis zum nächsten Halt in Egringen. Leider war die Kirche verschlossen, die wir gerne von innen mit seinem Osterschmuck gesehen hätten.
Da einige ihr Vesper auspackten, machten wir eine längere Pause, denn eilig hatte es ja niemand von uns. Peter inspizierte die Speisekarte der Gastwirtschaft nebenan, ihn gelüstete nach einem Spargelgericht.
Holzen, das Storchendorf ist immer ein Besuch wert. Dort werden so lange ich denken kann Störche betreut. Heute sind sie in Massen vorhanden, aber es gab Zeiten, wo sie sehr spärlich zu sehen waren.
Wenn man vom Feuerbachtal ins Kandertal übersetzen möchte, muss man erst einen steilen, aber gottlob nur kurzen Anstieg bewältigen. Wer es nicht radelnd schafft, schiebt dann eben seinen Drahtesel.
Auf dem letzten Stück durch das Kandertal bis zu unserem Ausgangspunkt machten wir immer wieder einen kurzen Stopp, um uns zu sammeln oder nach einem offenen Lokal zu schauen.
In Märkt in der Krone wurden wir fündig und besser hätten wir es nicht treffen können. Der Wirt verzichtete für uns auf seine Mittagspause und wir tafelten köstlich in der wunderschönen Gartenwirtschaft unter herrlich alten Kastanien.
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