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Radtour zur Hochburg

Von der Rodungsburg zur Festung

Zweimal musste die Radtour wegen zu kaltem oder schlechtem Wetter verschoben werden. Am 22. Mai waren wir dann zwar leider nur noch vier Radler, konnten dafür aber das sommerliche Wetter in vollen Zügen genießen.
Wie jedes Mal hat uns Barbara eine ausgeklügelte Tour auf Radwegen und wenig befahrenen Straßen geboten. Dies war aber noch nicht alles, denn an unserem Ziel, der Hochburg bei Emmendingen, war sie für uns die perfekte Fremdenführerin!

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Der Treff- und Startpunkt war vortrefflich beim Tennisplatz von Gundelfingen gewählt. Ausgiebig wurde begrüßt und geplauscht, bevor wir auf die Drahtesel stiegen und gemütlich durch die Landschaft mit ihren beschaulichen Ortschaften radelten.

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Im Brettenbachtal hatten wir unser Ziel, die Hochburg, vor Augen und freuten uns schon darauf, sie gründlich zu erkunden. Nicht unbegründet hatte ich Bedenken, ob ich radelnd dort hinaufkommen werde. Zum Glück war mein Beschützer Markus dabei, der mir das schwere Fahrrad abnahm und zusammen mit seinem eigenen hinaufschob. Zu Fuß ging es zwar langsamer, aber für mich viel sicherer zum Ziel.

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Barbara und Monika machten es sich einstweilen gemütlich; an Stoff für angeregte Unterhaltung fehlt es den Beiden ja nie. Ich hatte dadurch aber die Möglichkeit, schöne Motive zu fotografieren.

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Die gewaltige Burg vor Augen, sie ist nach dem Schloss in Heidelberg und der Burg Rötteln bei Lörrach die drittgrößte in Baden, packten wir unser Vesper aus. Auch war die Freude sehr groß, als Ingeborg (Findelkind) eintraf und sich zu uns setzte! Sooo lange haben wir sie nicht mehr gesehen und mit ihr gesprochen.

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Viel Zeit verbrachten wir danach auf dieser Rodungsburg, die erst im Lauf der Zeit zur Festung wurde. Ende des 11. Jhdts. gründete vermutlich Dietrich von Hachberg die erste Burg. Sie diente zur Urbarmachung der nahegelegenen Schwarzwaldtäler.

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Barbara hat mir für den Bericht drei Seiten ihrer Notizen überlassen. Natürlich würde die Wiedergabe aller geschichtlichen Geschehnisse den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Schade ist nur, dass sich Barbara so viel Arbeit für gerade mal drei Personen gemacht hatte.

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Interessiert hat mich diese Burg schon immer, denn sie thront erhaben, weithin sichtbar auf der Steilwand des Hornwaldes in 358 Meter Höhe. Sie war markgräflich-badische Residenz, überstand die Belagerungen im Bauernkrieg (1525), den Religionskriegen und im Dreißigjährigen Krieg. Natürlich wurde sie permanent erweitert und stets wehrmäßig befestigt.

1684 wurde die Oberburg durch einen Brand vernichtet und im selben Jahr von den Truppen Ludwigs XIV. besetzt. Danach wurde sie jedoch nicht wieder aufgebaut.

Heute bemüht sich ein Verein um die Erhaltung der Ruine, um sie für Besucher attraktiv und begehbar zu halten.

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Anschließend ging es fast nur noch bergab, durch Wald und Wiesen bis nach Denzlingen in ein schönes Kaffee, wo wir uns mit angebotenen Leckereien stärkten. Danach hatten wir nur noch ein kurzes Stück Weg zu bewältigen, bevor wir uns am Ausgangspunkt der Tour zufrieden nach einem erlebnisreichen Tag wieder trennten.

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Rückblick zur Hochburg

Autor: shanai

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