BOHNENKRAUT
(SUTUREJA HORTENSIS)
Bohnenkraut, ein intensiver Geschmack, ein einzigartiges Aroma, mild und würzig, passt zu vielen Speisen.
Fast nicht wegzudenken ist es, der Name deutet es ja bereits an, bei Bohnengerichten (Omas Kräuterküche besagt, bei Bohnengerichten nehme man: Bohnenkraut, Salz, Pfeffer, Zwiebeln, Knoblauch, Liebstöckel), aber auch zum Würzen von Salaten, Pizza, Pilzspeisen, Gemüse und Hülsenfrüchten. Dabei verbessert es bei fettem Fleisch die Bekömmlichkeit wesentlich. Beim Einmachen bestimmter Gemüsearten ist Bohnenkraut unentbehrlich, speziell ist es als Gewürzmischung für eingelegte Zwiebeln, Gurken und Tomaten beliebt
Für die Verarbeitung von Salamiwurst wird Bohnenkraut als besondere Zutat sehr geschätzt.
In der Küche sollte Bohnenkraut wegen seines intensiven Geschmackes nur sparsam verwendet werden, auch Vorsicht bei zartem Gemüse und zartem Fleisch...
In der Medizin spricht man dem Bohnenkraut harntreibende und antiseptische Wirkung zu. Es findet in Medikamenten, die - innerlich - bei Verdauungsstörungen, Übelkeit, Kolik, Durchfall, Bronchialleiden und wundem Hals verabreicht werden, Verwendung. Es verbessert die Verdauung, erhöht die Schweißbildung, wirkt schleimlösend und wird bei Halsschmerzen angewandt (gurgeln). Bei Magenbeschwerden hilft ein Kräuterlikör, aus den Wirkstoffen der Winterpflanze zubereitet. ..lecker
Inhaltsstoffe:
Bohnenkraut ist reich an ätherischen Ölen mit einem thymian- und majoranähnlichen Aroma. Weitere Inhaltsstoffe sind Tannine, Harze, Phenole und Schleime. In den Winterpflanzen sind die Anteile höher als im Sommerkraut.
Verbreitung:
Bohnenkraut liebt humoslosen, lockeren Boden. Im Garten angepflanzt, steht es in guter Nachbarschaft mit Ysop, Thymian und Lavendel. Es ist sonnenhungrig und die mehrjährige Pflanze (satureja montana) sollte im Winter eingetopft und an einem warmen Ort gehalten werden. Im Freiland lässt sich das Kraut problemlos an Ort und Stelle säen und wächst schnell.
Seinen Ursprung hat Bohnenkraut im südlichen Frankreich, Italien, im gesamten medfiterranen Raum und in Südwestasien. Es war bereits im alten Rom als "satureia" geschätzt, man bereitete aus ihm eine Essigsoße.
Auf Freiland wird Bohnenkraut hauptsächlich in Süd-, Mittel- sowie Osteuropa angebaut.
Ernte:
Die Blätter und Blütenspitzen werden während der Blütezeit geerntet unf sogleich getrocknet. Von der Winterpflanze verwendet man Blätter und Triebe.
Bohnenkraut wird auch als Wurst-, Pfeffer-, Wein- oder Aalkraut oder als Winterbergminze bezeichnet. Bohnenkraut ist eine einjährige Sommer- und auch eine mehrjährige Winterpflanze. Sie wird bis 40 cm hoch, mit einem an der Basis verholzenden, sich dann strauchartig verzweigenden vierkantigen Stiel. Die Blätter stehen gegenständig, sind schmal, linealförmig, dunkelgrün und werden bis zu 3 cm lang. Ab Juli bilden sich in den Achseln der Verästelungen Büschel von kleinen, unscheinbar wirkenden Blüten, weiß bis violettrot.
Von Dosch
gesundheit gewürze kräuter
Literatur: LEXIKA, "Großvaters Kräutergarten", Garant-Verlag Renningen
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