F E N C H E L
beliebt in der Heilkunde und in der Küche
Wird 1 - 2 m hoch, winterharte Pflanze mit fein gesägten Blättern und kleinen gelben Blüten an großen Dolden.
FENCHEL IST "ARZNEIPFLANZE DES JAHRES 2009"
Wissenschaftler der Julius-Maximilians-Universität Würzburg haben den Fenchel zur "Arzneipflanze des Jahres 2009" gewählt
Fenchel gehört zu den schon seit dem Altertum bekannten Gemüse- und Heilpflanzen. Die Griechen und Römer schätzten Fenchel ebenso wie die Hochkulturen des alten Ägyptens und Chinas.
Aus Deutschland sind Überlieferungen aus dem 9. Jahrhundert bekannt. Walahfrid Strabo, ein Abt des Klosters Reichenau am Bodensee, schrieb über die Heilwirkungen der Pflanze: ... mit Wein oder Ziegenmilch getrunken, soll der Fenchel eine allzu träge Verdauung verbessern und bei Husten hilfreich sein...
Fenchel bindet Gift- und Fettstoffe im Darm, wird deshalb medizinisch gegen Verdauungsprobleme, leichte Magen-Darm-Beschwerden oder Völlegefühl, eingesetzt, aber auch bei Entzündungen von Hals und Rachen angewendet.
Besonders in der Kinderheilkunde spielt Fenchel eine große Rolle, schon daraus ist die große Bekömmlichkeit dieser Pflanze abzuleiten. Tees oder speziell für Säuglinge hergestellte Produkte mit Fenchelanteil gelten als besonders bekömmlich. ... und wer kennt nicht den Spruch der Großmutter bei Bauchweh oder Blähungen: TRINK FENCHELTEE!!!
Fenchel gehört wie Dill, Anis, Kümmel oder auch Liebstöckel zur Familie der Doldenblütler.
Fenchel (Foeniculum vulgare) ist eine winterharte Pflanze und wird 1 - 2 m hoch. Die Pflanze gedeiht auf trockenem, steinigen Boden, sogar in Ritzen zwischen Steinplatten. Fenchel ist ein "Sonnenanbeter" mit großen Dolden, fein gesägten Blättern und kleinen gelben Blüten.
Die Wildform des Fenchels stammt aus der Mittelmeerregion. Heute wird zwischen Gemüse-, Süß- und Bitterfenchel unterschieden. Die Samen des Süßfenchels finden als anis-ähnliches Gewürz Verwendung und aus Bitterfenchel werden Fenchelöl-Arzneien hergestellt. Für die Küche ist der Gemüsefenchel wichtig, hieraus entstehen leckere Speisen.
Es lassen sich also alle Pflanzenteile verwerten: die fleischigen Knollen in der Küche, die Früchte und die Wurzeln in der Heilkunde als Tee oder Bestandteil von Hustensäften.
Der Anbau der Pflanze erfolgt im März/April in einem gut mit Kompost gefüllten Pflanzloch (vermehrt sich später durch Selbstaussaat). Die Ernte junger Triebe kann bereits im März bis Juni erfolgen, der Blätter von Mai bis September, Blüten von Juli bis September und der Samen von August bis Oktober. Als Partner im Gartenbeet sind Gurken und Salat geeignet.
Fenchel ist ein gesund und aromatisch, ein Genuss. In der Knolle steckt doppelt so viel Vitamin C wie in Orangen. Zudem liefert Fenchel Folsäure, Eisen, Kalzium und Magnesium. Fenchel wird in vielen Rezepten der mediteranen Küche verwendet.
Verwenden Sie fein geschnittenen, gedünsteten Fenchel mit etwas Safran und Fetakäse - eine wunderbare Soße für Vollkorn-Bandnudeln!!!!
Quelle: VdK-Zeitung, pet, Kräuter-Lexika, div. Kräuterkunde
Autor: Doris Schwabe (dosch)
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