Was bleibt? Wie die eigenen Werte weiterleben können
Wer auf viele Lebensjahre zurückblickt, erinnert sich an schöne Zeiten, aber auch an schwierige. In vielen deutschen Familien leben die Erfahrungen der Eltern oder Großeltern während und nach dem Zweiten Weltkrieg fort: Flucht, Verlust und die Hoffnung auf einen Neuanfang. Sie zeigen, wie wenig selbstverständlich Frieden und Sicherheit sind.
Vielleicht wächst mit den Jahren deshalb der Wunsch, etwas von dem weiterzugeben, was einem selbst wichtig geworden ist. Für viele steht die Familie an erster Stelle. Manche möchten darüber hinaus Menschen helfen, denen sie nie persönlich begegnen werden.
Ein Testament bietet die Möglichkeit, dies bewusst zu gestalten. Neben Kindern, Enkeln oder anderen nahestehenden Menschen kann auch eine gemeinnützige Organisation berücksichtigt werden – etwa mit einem Vermächtnis, also einem festgelegten Geldbetrag. Dafür braucht es kein großes Vermögen. Entscheidend ist, was daraus entstehen kann.
Wenn aus einem Vermächtnis konkrete Hilfe wird
Wie unmittelbar diese Hilfe wirken kann, zeigt die Situation im Sudan und seinen Nachbarländern. Millionen Menschen mussten vor Gewalt und Vertreibung fliehen. Besonders Frauen, Mädchen und Kinder sind gefährdet.
Der UNHCR hilft unter anderem mit sicheren Unterkünften, psychosozialer Betreuung sowie medizinischer und rechtlicher Unterstützung. Dazu gehören auch „Dignity Kits“ mit Dingen, die zunächst alltäglich erscheinen: Seife, Handtücher, Unterwäsche oder Zahnpasta. Für Frauen, die auf der Flucht alles verloren haben, bedeuten sie ein Stück Würde und Selbstbestimmung.
Mit 11.200 Euro können beispielsweise 2.000 Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt im Südsudan mit solchen Paketen versorgt werden. Ein Vermächtnis von 5.000 Euro könnte bereits einen wesentlichen Teil einer solchen Hilfsmaßnahme ermöglichen.
Gerade Spenden ohne einen eng gefassten Verwendungszweck sind für die humanitäre Arbeit wertvoll. Sie ermöglichen es dem UNHCR, dort zu helfen, wo die Not gerade am größten ist.
Selbst entscheiden, was weitergegeben wird
Was einmal bleiben soll, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Ein Testament gibt Dir die Freiheit, nach den eigenen Vorstellungen vorzusorgen: für Menschen, die Dir nahestehen, und vielleicht auch für eine Sache, die Dir ganz persönlich am Herzen liegt.
Es geht deshalb um mehr als die Regelung des Nachlasses. Es geht auch um die Frage: Was ist mir in meinem Leben wichtig – und was davon möchte ich weitergeben?
Mit einem Vermächtnis zugunsten der UNO-Flüchtlingshilfe können Menschlichkeit und Solidarität über das eigene Leben hinaus weiterwirken.
Weitere Informationen zur Testamentsspende:
www.uno-fluechtlingshilfe.de/spenden/testament