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Sommer-Erwachen an Nord- und Ostsee - 20. - 23.6.2021

1. Tag

Vor Corona hieß obige Reise "Frühlingserwachen …", aber die neue Pest ließ so manchen Reisetraum platzen oder bestenfalls verschieben, so auch diesen.

Aber jetzt, durch gesunkene Inzidenz und gestiegene Impferfolge, kann diese vielversprechende Fahrt von Trendreisen24 in den hohen Norden vom 20. bis 23. Juni 2021 nachgeholt werden. So finden sich neunzehn Feierabendler aus Mainz und Frankfurt (zuzüglich einer Stammgästin, die in Hamburg bereits im Hotel auf uns warten wird) zu sportlich-früher Morgenstunde an den Treffpunkten ein. Alberto verabschiedet uns, er kann aus familiären Gründen leider, leider nicht mitfahren.

Das Busunternehmen OVG und der Fahrer Heiko sind uns bereits bestens bekannt. Er schlängelt sich diesmal nicht nach dem Navi durch die enge Mainzer Neustadt, sondern geht zügig auf die Autobahn.

Endlich können wir wieder persönlich miteinander reden !!! So vergeht die Zeit wie im Flug. Zwischendurch gibt es Infos über Wuppertal und Bochum, wo weitere Gäste aufgenommen werden. Es sind langjährige Stammgäste von Alberto, die ihm während Corona genauso die Treue gehalten haben wie wir und über seine Internet-Adresse regelmäßig buchen. Natürlich hält die Fahrt in die jeweilige
Innenstadt auf – dafür entschädigt die "Stadtrundfahrt" mit Blick auf die Wuppertaler Schwebebahn-Konstruktion (die Bahn hält sich leider vornehm zurück). Bei einem Reiseveranstalter ähnlich klingenden Namens gibt es u.U. noch mehr Haltestellen. Eine Busreise kann nun mal nicht verglichen werden mit einer Pkw-Fahrt.

Nervig und zeitraubend sind die zahlreichen und langen Baustellen, und das leider egal auf welcher Route. Einige Raststätten sind Corona-bedingt noch geschlossen, bei einer anderen ist ausgerechnet die WC-Anlage defekt – es läuft halt noch nicht rund.

In Hamburg angekommen steht eine Umleitung an, weil die zuständige Ausfahrt gesperrt ist – Baustelle ! Trotzdem sind wir nur eine halbe Stunde später als vorgesehen im Hotel, das übrigens erst am selben Tag wieder geöffnet hatte.

Frau Schiemann empfängt uns im Hotel. Sie ist kurzfristig für Alberto eingesprungen und erläutert uns den Verlauf der nächsten Tage und die Einzelheiten der Ausflüge. Von dem Programm sind wir wieder sehr angetan.
Das Abendessen im Rahmen der Halbpension wird im gegenüber liegenden Schwester-Hotel eingenommen, das Essen ist wieder in Büfettform möglich und sehr schmackhaft.
Leider findet noch kein Barbetrieb statt – Corona ! Ein Grüppchen findet eine lauschige Ecke neben dem Restaurant, ein anderes ein Räumchen mit Getränkeautomat. So gut es geht versorgt uns Heiko mit Getränken aus dem Bus.


2. Tag

Nach kurzer Nacht – die Abfahrt steht für 6:30 Uhr !!! an, starten wir bei abgestürzten Temperaturen und Regen Richtung Niebüll, um mit dem Autozug nach Sylt zu fahren. Wir werden begleitet von Tomasz, der sich zum Reiseführer aufschwingt und uns die Geschichte von Schleswig-Holstein und dem ewigen Hin und Her mit Dänemark in allen Einzelheiten darlegt, jedoch wegen seines polnischen Akzents etwas schwer zu verstehen ist. Wie erst jetzt zu erfahren war, dies ohne den Auftrag dazu zu haben - er sollte nur die Fahrt begleiten und in Vertretung von Alberto als Ansprechpartner für uns und Heiko fungieren.

Die Fahrt nach Niebüll zum gebuchten Zug wird durch Staus und Umleitungen zur Zitterpartie, gelingt jedoch passgenau. Herr Petersen als Reiseführer für Sylt ist pünktlich zur Stelle. Für Heiko und seinen Bus ist es die erste Fahrt auf dem Reisezug. Er ist erstaunt, dass er zwar im Vorwärtsgang auffahren kann, aber dann für ca. 50 Min. rückwärts gewandt fährt und somit nicht den freien Blick auf die Insel hat. Es hat damit zu tun, dass die Abfahrt vom Autozug in Westerland über gesonderte Rampen erfolgt. (Das gilt nur für Lkws, Busse und Camper – Pkws fahren wie bei einer Fähre vorwärts hinauf und hinunter.)

Leider ist die Sicht durch die Busscheiben in Folge des Regens eingeschränkt. Aber Herr Petersen erklärt die Entstehung des "Weltkulturerbes Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer" mitsamt den Gezeiten und wir können das Watt und die Landgewinnung sehen. Er erklärt auch die lustig klingenden Ortsnamen und den Hindenburgdamm. Der Autozug nach Sylt ist übrigens für die Bundesbahn die einträglichste Strecke in ganz Deutschland, aber Konkurrenz ist bereits mit dem "Blauen Zug" vor Ort.

Der erste Eindruck von der Insel Sylt : ländlich-sittlich, denn es gibt durchaus
Ackerbau und Viehzucht – die Insel ist ziemlich groß und sehr vielseitig.

Von dem reizvollen Ort Keitum können wir leider nichts sehen, weil es erstens regnet und zweitens die blöde Toiletten-Anlage mit nur einer geöffneten Kabine, deren Tür auch noch klemmt, die Zeit raubt.


So geht es direkt – vorbei an der sehenswerten Kirche St. Severin mit den Kapitäns-Gräbern – Richtung List. Dabei fahren wir auch durch Kampen. Herr Petersen erzählt von den hohen Grundstücks- und Unterkunftspreisen, die sich nur die Reichen und Schönen leisten könnten. Immerhin lassen sie das beste, das sie haben, nämlich ihr Geld, auf der Insel ! Weiter erfahren wir die Enten-Fangmethode einer Vogelkoje und dass es eine Austernzucht gibt.

In List, dem nördlichsten Ort Deutschlands, werden wir bei den zahlreichen Einkehrmöglichkeiten des Gastronomen Gosch unsere Mittagszeit genießen können. Gosch bietet in den umgebauten Bootshäusern und Tonnenhallen für jeden etwas, vom Fischbrötchen über Fischtapas, pfannenfrischem Fisch und Meeres-Spezialitäten bis zum umfangreichen Menue – alles in einem maritimen Ambiente. Und wer keinen Fisch mag, bekommt ein
Marmeladenbrot. Zum Trost: am Hafen gibt es auch Bratwurst.

Am Hafen kommt u.a. die Fähre vom dänischen Festland an. Das ist die zweite Möglichkeit, Sylt zu erreichen. Die dritte ist der Flughafen in Westerland – nicht nur für Sportflieger, auch für Linienmaschinen.

Die Fahrt durch List führt am "Langen Haus" vorbei, das sind Einfamilien-Reihen-Häuser in einer schier endlosen Reihe aneinandergebaut. Weiter geht es am Königshafen und einem Mauthäuschen vorbei, denn die Straße auf dem "Ellenbogen" ist in Privatbesitz. Wir könnten eh nicht entlang fahren, weil der Bus nicht wenden könnte.

So geht die Fahrt entlang der einzig verbliebenen Wanderdüne über Kampen nach Süden, vorbei an Buhne 16, wo einst die wilde Zeit der Oben-ohne-Sonnenbadenden durch Brigitte Bardot und Gunther Sachs ihren Anfang nahm und der Jet-Set die Insel entdeckte. Auch das Axel-Springer-Anwesen ist gut zu sehen.

Die Dünenlandschaft ist geprägt durch Heidekraut- und Strandhafer-Anpflanzungen, die den Sandboden festhalten, denn Sand und Wasser sind schwer zu bändigen.

Durch die Außenbezirke von Westerland – nicht ohne eine Umleitung – gelangen wir zum Ort Rantum und können von einer Plattform aus die engste Stelle der Insel sehen: vorn das Meer, nach hinten das Watt, nur 500 m dazwischen. Hier droht die Insel bei schweren Sturmfluten in zwei Teile zu zerbrechen. Durch Sandaufspülungen und strikten Küstenschutz wird versucht, das zu verhindern.

Rechter Hand sind noch die alten Kasernenbauten zu sehen, heute überwiegend genutzt als Jugendheime. Die legendäre "Strandbaude Sansibar" wird erwähnt, deren Weinkeller umfangreicher bestückt ist als so manches Nobelrestaurant auf dem Festland. Wieder nur etwas für die Reichen und die Schönen !
Selbstverständlich kann auch ein Normalverdiener auf Sylt Urlaub machen – es schadet ja nichts, wenn man schön ist, aber reich muss man nicht sein.

Zum Inselsüden nach Hörnum kommen wir nicht mehr, schade. Vom dortigen Hafen starten Schiffe nach Helgoland, zu den Nachbarinseln Amrum und Föhr sowie zu den Halligen und den Seehundsbänken. Auf dem Leuchtturm von Hörnum kann auch geheiratet werden.

Aber wir sollen ja noch die Friedrichstraße sehen, die Hauptstraße von Westerland. Wegen des useligen Wetters entscheiden sich einige für Kaffee/Tee und Friesentorte, andere schaffen den Gang bis zum Strandbeginn. Dann ist schon wieder Zeit, den Autozug zu entern und dem späten Abendessen entgegen zu eilen – nicht ohne Baustellen, durch die Abendzeit aber ohne Stau.

Es war ein langer Tag - wir haben viel gesehen und doch nur eine kurze Impression von Sylt und dem Norden erhalten. Da hilft nur eines : mehrere Tage Urlaub und viel zu Fuß oder sonstwie auf eigene Faust erkunden. Das Busnetz auf Sylt ist inzwischen dazu recht gut ausgebaut.
Und es regnet eigentlich sehr wenig dort !




Hier noch einige Impressionen vom Tag in Sylt

3. Tag

Der nächste Tag kann gemütlich angegangen werden, denn es sind nur ca. 80 km bis Lübeck. Schon von weitem sieht man die sieben Türme dieser alten Hansestadt. Sie liegt auf einer Insel, von der Trave umgeben und von Kanälen durchzogen. Die Backsteinhäuser haben imposante Giebel, meist Treppengiebel.
Man wollte zeigen, dass man sich so etwas leisten kann. Die kunstvoll geschmiedeten Maueranker sind nicht nur notwendig zur Stabilisierung der Fassade, sie schmücken auch. Es sind Kaufmannshäuser, in denen Waren gelagert wurden.

m Keller gab es den Schauraum zur Präsentation der Waren, darüber war das Kontor zur Abrechnung und Buchhaltung, und darüber wohnte die Familie – alles
unter einem Dach. In Lübeck wurde nichts produziert – es wurde gehandelt. Es kamen Waren aus aller Herren Länder, wurden hier gelagert und weiter verkauft.
Das machte unter anderen auch die Familie Mann wohlhabend. Die beiden Söhne sollten eigentlich den Handel übernehmen und weiterführen, aber sowohl Thomas als auch Heinrich Mann wählten die Schriftstellerei und erlangten damit Weltruhm,
sogar den Nobelpreis für Thomas Mann und seine Familienchronik "Die Buddenbrooks".

Doch zunächst versammelten wir uns vor dem Wahrzeichen Lübecks, dem beeindruckenden Holstentor. Es gehörte früher zu einer Anlage mit insgesamt drei Toren, die von Mauern umgeben waren. Es nannte sich "Zwinger", wie in Dresden auch. Die Bürger sollten geschützt sein.

Beim weiteren Rundgang hören wir Gesangsstimmen. Sie kommen von der sehr renommierten Musik-Hochschule, die in einem Ensemble von
22 denkmalgeschützten Häusern untergebracht ist. Die wenigen Studienplätze sind sehr begehrt.


Die Gasse geht steil bergauf, oben steht die weithin sichtbare Marienkirche, eine zweitürmige Basilika, beispielgebend in der norddeutschen Backsteingotik, mit dem höchsten Backsteingewölbe der Welt (38,5 m).

Zu ihren Füßen hockt ein kleiner bronzener Teufel. Er soll den Bürgern beim Bau der Kirche geholfen haben, weil ihm gesagt wurde, dass man ein Wirtshaus baue. Als er merkte, dass er hereingelegt worden war, nahm er einen großen Stein und wollte die Kirche damit zerstören. Erst als ihm versichert wurde, dass man doch noch ein Wirtshaus bauen wolle, nämlich den Ratskeller, ließ er den Stein fallen. Seitdem sitzt er darauf - jetzt in Bronze gegossen.

Als im Mittelalter Heinrich der Löwe den Bischofssitz nach Lübeck verlegte, wurde der Grundstein für den Dom gelegt. Der Bau erfolgte zeitgleich mit dem Kölner Dom, dieser brauchte allerdings über sechs Jahrhunderte, bis er halbwegs fertig wurde.

Eine Touristenattraktion ist der Fahrstuhl im Turm der St. Petri-Kirche, weil es von dort oben einen großartigen Blick über Lübeck gibt – bei gutem Wetter bis zur Ostsee.

Diese Kirchen sind in unmittelbarer Nähe des großen Marktplatzes, der dominiert wird von der fast schwarzen Fassade des länglichen Rathauses. Es wirkt furchteinflößend, während die weiße Fassade des barocken Übereck-Anbaus alle Blicke auf sich zieht. Der seitliche Teil diente als Gerichtsbarkeit, wo Kleinkriminelle abgeurteilt wurden. Praktischerweise stand der weithin sichtbare Pranger mitten auf dem Marktplatz; die Strafe wurde auch sofort vollstreckt.

Durch die Arkaden des Rathauses gelangen wir auf eine belebte Einkaufsstraße.

Einige gehen noch mit der sehr kundigen Reiseleiterin zum Willy-Brandt-Haus.
Das so genannte Buddenbrook-Haus, also das Wohnhaus der Familie Mann und Geburtshaus von Thomas und Heinrich Mann sowie der ebenfalls berühmt gewordenen Geschwister, ist im Umbau und kann erst wieder in ca. drei Jahren besichtigt werden.

Aber es lockt ja noch die weltbekannte Firma Niederegger, Hersteller des "Lübecker Marzipans". Im Werk werden täglich 40 t Marzipan hergestellt und verarbeitet. Im Café vor dem Verkaufsraum lassen wir uns einen Eisbecher mit Marzipan-Eis und Marzipan-Likör schmecken – köstlich !

Wir machen uns auf den Rückweg zum Bus, vorbei am Heiligen-Geist-Hospital und einem Ensemble von vier Backsteinhäusern, die als Salzspeicher gedient hatten.

Lübeck ist eine hübsche Stadt mit einer sehenswerten Altstadt und sie lädt zum Wiederkommen ein.


Einige Impressionen aus Lübeck:

Die Trave mündet in die Ostsee und in Travemünde ist der große Hafen von Lübeck. Die Straße nach Travemünde ist wegen Bauarbeiten gesperrt – ach nee - , die Umleitung sehr zeitaufwändig. Darum geht es direkt und ohne Umweg direkt zum Timmendorfer Strand an die Ostsee.

Die Fußgängerzone mit einigen geöffneten Geschäften und Restaurants ist sehr nett, es gibt Andenken, Steh-rum-chen und Staub-ein-chen zu kaufen wie überall, leider kein Fischbrötchen !

Aber die Sonne scheint, es weht ein leises Lüftchen – und so schlendern wir zur Uferpromenade. Diese ist beschattet durch hohe Kiefern, so wie man es von der Ostseeküste kennt. Wir finden einen Zugang zum Strand, bei dem kein Obolus zu entrichten ist. Der Strand ist voll mit Sonnen- und Urlaubshungrigen, die Strandkörbe stehen eigentlich sehr dicht .... Einige mutige Damen gehen wenigstens mit den Füßen ins Wasser, das muss sein.

Am Ende der Einkaufsstraße sehen wir das von allen Prospekten bekannte Hochhaus mit dem Maritim-Hotel. Durch gepflegte Anlagen gelangen wir wieder zum Bus.

Wir wollen bereits um 17:00 Uhr das Abendessen im Hotel einnehmen, denn wir haben heute Abend noch etwas vor ...
Eine abendliche Fahrt durch Hamburg und St. Pauli !

Bei den Landungsbrücken treffen wir verabredungsgemäß den Hamburg-Kenner Sven. Er wird uns während der Rundfahrt die Sehenswürdigkeiten mit viel Sachkunde und Humor erläutern.

Zunächst geht es durch die Speicherstadt, die gottlob nicht abgerissen wurde. Wir kommen auch ganz dicht an der Elbphilharmonie vorbei. Auch sieht man die alten Segelschiffe, die als Museum dienen. Von weitem ist das Musicalhaus für "König der Löwen" zu sehen. Anstelle nicht mehr benötigter Lagerschuppen sind viele Baugruben und Baustellen für noch mehr Wohn- und Bürotürme zu erkennen. Einige schicke Wohnanlagen der neuen "Hafencity" mit angestrebtem gleichzeitigen Wohnen und Arbeiten sind schon fertig, wirken aber noch etwas steril.

Wir fahren über die so schön geschwungene Köhlbrandbrücke und erfahren mit Entsetzen, dass sie demnächst abgerissen werden muss. Sie ist nicht baufällig, sondern einfach nicht hoch genug für die neue Generation der Containerschiffe.

Diese werden heutzutage nicht mehr von Hunderten von Schauerleuten be- und entladen, sondern das Löschen geschieht mit riesigen Portalkränen über Computerprogramme fast vollautomatisch.
Jeder Container hat eine kombinierte Buchstaben- und Zahlen-Kennzeichnung, eine Art Pass, an Hand dessen er überall auffindbar ist. Interessant für eine Landratte ist auch, dass für Schiffe ab einer be-stimmten Größe für die Fahrt in den Hamburger Hafen insgesamt drei Lotsen zwingend vorgeschrieben sind : der Seelotse bereits in der Deutschen Bucht, der Elblotse für die 100 km Elbe bis zum Hafengebiet und der Hafenlotse für das eigentliche Hafengebiet mit seinen komplizierten Tiden- und
Strömungsverhältnissen.

Wir sind jetzt im Hafengebiet von Wilhelmsburg. Dieser Stadtteil – auf einer Insel in der Süderelbe gelegen - wurde 1962 in einer Februarnacht von einer riesigen Sturmflut mit über 300 Opfern heimgesucht. Es erinnert an die tags zuvor von Herrn Petersen geschilderten Groten Mandränken, welche die Küste fundamental veränderten und die Inselketten und das heutige Gebiet des Wattenmeeres formten. Theodor Storm aus Husum hat den damaligen Schlendrian der Deichgrafen literarisch verarbeitet.
Jetzt haben wir einen Blick hinüber zu den Landungsbrücken, St. Pauli und dem Bismarck-Denkmal. Einige von uns können einen Blick in den Alten Elbtunnel von 1911 werfen. Wegen Reparaturarbeiten kann er zur Zeit nicht von Pkws, sondern nur von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden.

Wir genießen einen abendlichen Umtrunk – spendiert von der Reiseleitung, sprich: Alberto.

Die Elbchaussee mit den Anwesen von gutbetuchten "Pfeffersäcken" darf nicht fehlen, ebenso wie der Blick auf den Fischmarkt – ein Besuch am sehr frühen Sonntagmorgen lohnt sich! In der alten Fisch-Auktionshalle kann man z. B. einen
sonntäglichen Frühschoppen mit Kapitäns-Frühstück bei Live-Jazz-Musik genießen. Oder abends einen Besuch im "Schellfischposten", Hamburgs ältester
Seemannskneipe, die von der Sendung "Inas Nacht" bekannt ist.

Vieles ist möglich in dieser großartigen Stadt - natürlich auch ein Bummel über die Reeperbahn. Zugegeben : erst wenn Corona beherrschbar ist, alle Läden, Kneipen, Clubs etc. wieder geöffnet haben, die Menschen in Scharen die Szene bevölkern und abends die Lichter angehen, ist die Reeperbahn wieder stimmig. Dann hat allerdings die Davidswache auch wieder mehr zu tun.

Es wird allgemein vermißt, dass wir den Abend nicht gemeinsam mit Plausch und Absacker beschließen können – Corona ! Aber wir sind froh und dankbar, dass so eine Reise wieder stattfinden kann und hoffen es auch für die in nächster Zeit geplanten Fahrten. Alberto wird sein Möglichstes dazu tun.

4. Tag

Der letzte Tag hat nur die Heimreise auf dem Programm. Gut, dass wir genügend Zeit fürs Frühstück hatten, denn jeder erhält eine Piccolo als "Morgengabe" von Alberto, dadurch auch unsere "Usedomer Gästin", die uns am Hauptbahnhof Hamburg verlassen muss.
Rückwärts abgespult werden auch wieder Bochum, Wuppertal und Mainz-Hechtsheim angefahren, bis dann am Hauptbahnhof Mainz und in Frankfurt die letzten der FAler in den Abend entlassen werden.

Unser Dank für sicheres Fahren und aufmerksame Betreuung geht an Heiko mit der Hoffnung auf weitere Begleitung sowie in Gedanken an Alberto für die vielen guten Ideen in dieser schwierigen Zeit. Wir hoffen sehr, dass er demnächst wieder
mitfahren kann. Auch, damit das Wetter bereits am ersten Tag schön ist !

Es war wieder eine Reise, bei der wir viel gesehen und erfahren haben sowie viele neue Eindrücke von unserem so schönen und vielseitigen Land mitnehmen konnten. Und je nach Neigung und Gefallen wird es Anregung zu weiteren Besuchen dieser Regionen gegeben haben. - Es war wieder schön mit uns !
Auf zu neuen Ufern !

Die Bilder zum Bericht von Renate/Schmiermaxe sind von Elke/Sunny322,
Elke/familie2018, Margret/Margret551, Margret/Maggylie und Renate/Schmiermaxe.

Zum Album von Elke/Sunny322 klicke hier
Zum Album der FAler klicke hier

(Bericht eingestellt von Rose56 am 30.6.21)

Autor: Schmiermaxe

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