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Monika/Chimoni hatte für uns den ersten Tagesausflug in diesem Jahr organisiert. Vor einigen Wochen besuchte sie Weinheim – den äußersten Zipfel, den auch die Mainzer noch mit der Hessen-Seniorenkarte und dem Hessenticket günstig erreichen können und schlug mir eine Fahrt mit der Gruppe vor. Gesagt – getan. Der Termin, 9. September, war schnell gefunden und 14 Mitreisende meldeten sich an.

Gut gelaunt trafen wir uns um 9.30 Uhr vor dem Mainzer Hauptbahnhof. Der Zug war pünktlich, so dass auch die Umsteigezeit in Darmstadt gut zu bewältigen war. Im ersten Wagen des Zuges aus Frankfurt warteten schon Ulla und Werner auf uns. Der Zug war kaum besetzt, so dass wir mit unserer munteren Plauderei niemanden störten. Die Zeit verging wie im Flug und schon sind wir in Weinheim.

Die Stadt liegt im Nordwesten Baden-Württembergs an der Badischen Bergstraße, genauer gesagt in der Metropolregion Rhein-Neckar. Aufgrund ihrer beiden Burgen, der Wachenburg und der Burgruine Windeck trägt sie auch den Beinamen Zweiburgenstadt.

Bereits im siebten Jahrhundert wurde von einem fränkischen Stammesfürsten das Dorf Winnenheim gegründet. Im Jahr 755 wurde dieses im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt.

Mit dem Bus – allerdings mit der falschen Linie – fahren wir zum Schlosspark. Doch nicht auf direktem Weg, sondern wir bekommen dank Brigitte eine Sightseeingtour durch die eingemeindeten, aber eher langweiligen, Vororte. Monikas Blutdruck normalisiert sich erst wieder, als sie den Hinweis auf den Hermannshof und den Schlosspark sieht. Der Busfahrer freut sich, dass er nicht allein im Bus fährt, sondern uns mitnehmen darf. Wir sitzen ja auch gut – auf den direkten Bus hätten wir schließlich noch etwa 12 Minuten warten müssen. Aber irgendwann geht jede Fahrt zu Ende und wir steigen an der Haltestelle Schlosspark aus.

Unweit des ehemaligen Schlosses der Freiherren von Berckheim, das heute als Rathaus dient, erstreckt sich eine große, öffentliche Parkanlage – Weinheims Grüne Meile – mit seltenen und fremdländischen, riesigen alten Baumriesen, wie Mammut- und Gingobäume und Deutschlands größte Libanonzeder. Im benachbarten Exotenwald kann man 18 unterschiedliche Waldregionen der Erde durchwandern. Dafür haben wir allerdings keine Zeit. Zumindest die Libanonzeder wird jedoch ausgiebig bewundert und bestaunt.

Auch den Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof mit Pflanzen und alten Gehölzen aus aller Welt lassen wir links liegen. Beides wäre allerdings einen eigenen Besuch wert.

Die obligatorischen Gruppenfotos müssen natürlich gemacht werden und was bietet sich da besser an, als ein lauschiges Plätzchen unter schattigen Bäumen.


Wir streben statt dessen zur historischen Altstadt, zu der es relativ steil bergab geht. Wir lassen uns aber Zeit, genießen den schönen Ausblick auf die Stadt mit ihren eindrucksvollen Fachwerkhäusern und so ist die kurze Strecke auch für Fußkranke und Knie- oder Hüftgeschädigte gut zu bewältigen.

Am Ende der Straße empfängt uns der Weinheimer Marktplatz, der einer der schönsten Plätze an der Bergstraße sein soll. Im Reiseführer ist zu lesen: „Umgeben von pittoresken Häusern entfaltet sich hier unter japanischen Schnurbäumen ein romantisches, mediterranes Flair.“

Ja, das mediterrane Flair können wir uns gut vorstellen, denn das Wetter passt ! Blauer Himmel und Sonnenschein..... wenn Engel reisen!

Am Beginn der Marktstraße steht die in den Jahren 1911-13 im neoromanischen Stil neu erbaute Katholische St. Laurentiuskirche. Sie wurde auf den Fundamenten der aus dem Mittelalter stammenden Vorgängerkirche errichtet.

In der Marktstraße haben wir die Qual der Wahl. Wo sollen wir einkehren und zu Mittag essen? Restaurants und Cafés reihen sich aneinander. Die Gruppe teilt sich. Die einen genießen Tafelspitz, die anderen Matjes oder Sauerbraten.

Es ist schön, dass wir ohne Führung viel Zeit für die Stadt und für uns haben. So kann jeder ohne Zwang das tun, was er möchte. Die einen sind länger im Schlosspark und am Hermannshof geblieben, die anderen bleiben länger im Restaurant sitzen, oder es schließt sich sogar gleich ein Eiscafé an. Die Altstadt und das historische Gerberbachviertel haben wir aber wohl alle entdeckt. Denn das ist ein „Muß“ in Weinheim. Mit vielen schmucken Fachwerk- und Zunfthäuser laden die engen und verwinkelten Gassen in dem historischen Viertel zum Bummeln und Entdecken ein.

Auf dem Weg in das Viertel kommen wir am Alten Rathaus vorbei. Es wurde um 1557 als Kaufhaus im Stil der Renaissance erbaut. Im Erdgeschoss befand sich früher eine offene Säulenhalle, in der der Markt abgehalten wurde. Von 1752 bis nach dem Krieg diente es als Rathaus. Darüber befindet sich der mit Renaissancemalerei ausgestattete Bürgersaal. Das Weinheimer Wappen mit dem Kurpfälzischen Löwen, den weiß-blauen Wittelsbacher Rauten und der Weinleiter ist hier angebracht.

Schön anzusehen ist der imposante Treppengiebel und der Turm mit dem Glockenspiel, das alle 15 Minuten ertönt.

Vor dem Alten Rathaus steht der Marktbrunnen aus dem Jahre 1928 mit der Brunnenfigur der Justitia.

Unser nächstes Ziel ist das Gerberbachviertel. In der Beschreibung der Stadt Weinheim unter „Sehenswert“ ist zu lesen:

„Am Gerberbach stand vom 16. bis 19. Jahrhundert ein Gerberhaus neben dem anderen. Im Schutze der Stadtmauer fanden die Gerber alles, was sie zur Ausübung ihres Handwerkes brauchten. Im Hause der Büdingers fanden vermutlich auch Zunftversammlungen statt. Nur die Rotgerber, die die Häute von Kuh, Kalb und Ochsen gerbten, durften in die Zunft. Den Weißgerbern, die Hirsch, Reh, Ziege, Lamm und Schaf verarbeiteten war diese Zunft nicht zugänglich.
Die Häuser in der Quergasse, Gerbergasse und Münzgasse waren Arbeitshäuser mit offenen Laubengängen zu den Werkstätten. Mit Eimern entnahmen die Gerber aus dem Grundelbach das benötigte Wasser. Erst ab 1681 durften sie mit einer direkten Zuleitung ihre Gruben bewässern.
Das Gerberbachviertel wirkt heute mit seinen winkligen Gassen und alten Fachwerkhäusern sehr malerisch. In diesem am Bach gelegenen Viertel sind noch heute zahlreiche ehemalige Gerberhäuser und Gerberwerkstätten zu sehen.“

Impressionen von unserem Rundgang:

Nach unserem Rundgang biegen wir in die Hauptstraße ein und suchen uns ein Eiscafé. Der Himmel hat sich mittlerweile verdüstert, aber es bleibt trocken. Wir schlendern zum Bahnhof und treffen dort die anderen Mitglieder wieder. Pünktlich um kurz vor 17 Uhr fahren wir zurück. In Darmstadt verabschieden wir uns von Ulla und Werner, wechseln den Bahnsteig und sind um 18.10 zurück in Mainz.

Unser Dankeschön geht an Monika, die den Tag perfekt für uns organisiert hatte. Es waren schöne und abwechslungsreiche Stunden. Wir konnten uns während der Zugfahrt wieder mal so richtig gut unterhalten, hatten Spaß miteinander, haben viel gesehen, gut gegessen, hatten Bewegung .... was will man mehr.

Die Bilder von diesem schönen Ausflug habe ich in zwei Alben gespeichert und teilweise mit Informationen versehen. Um sie zu lesen, musst Du die Bilder einzeln anklicken.


Das Album „Weinheim I“ mit Bildern von Ingrid/Gritle und Sonja/Bettkasten ist hier zu sehen
zum Album „Weinheim II“ mit Bildern von Rose/Rose56 und Dieter/fidelis45 klicke hier


eingestellt am 12.9.21

Autor: Feierabend-Mitglied

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