Wanderung durch Sanssouci
Am 01. Oktober 2021 trafen sich einige Feierabendmitglieder zu einer Wanderung zum Schloss Lindstedt. Es ist ein nicht so bekanntes Schlösschen etwas außerhalb von Sanssouci. Auf dem Weg dorthin wollen wir auch eine nicht so bekannte kleine Brücke besuchen, die Teufelsgrabenbrücke.
Wir waren 6 wanderlustige Feierabendler und legte am Bronzeguss-Modell des Parks Sanssouci unsere Route fest.
Zuerst "erstiegen" wir den "Mühlenberg" und besichtigten die Mühle von innen. Es wird noch zu bestimmten Zeiten Korn gemahlen und Bäcker Fahland aus Potsdam bäckt davon leckeres Brot, welches man hier kaufen kann.
Nach einem schönen Rundblick von oben gingen wir weiter in Richtung Orangerie. Natürlich blickten wir von oben auf den Nordischen Garten. Langsam beginnen die Bäume sich herbstlich zu schmücken. Angekommen an der Orangerie waren wir sehr erstaunt, es stand viel Technik umher. Das Orangerieschloss hält wieder einmal als Filmkulisse her, diesmal für den US-amerikanischen Film „TÁR“ mit der zweifachen Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett in der Hauptrolle.
Man hat uns als Statisten nicht gebraucht. Obwohl wir uns sehr gut in Szene gesetzt haben.
Also ging unser Weg weiter über die Kronprinzenbrücke durch die Krimlindenalle zum Belvedere auf den Klausberg. Vorbei gingen wir auch am "Drachenhaus auf dem Bornstedter Höhenzug", es entstand von 1770 bis 1772 und wird seit 1934 gastronomisch genutzt.
Das Belvedere bietet einen sehr schönen Blick in den Park Sanssouci. Der von Georg Christian Unger errichtete Bau ist das letzte Gebäude für den Park Sanssouci, was unter Friedrich II. entstanden ist.
Vom Belvedere liefen wir rechts einen kleinen verschlungenen und bewachsenen Weg in Richtung Straße. Zwischen kleinen Wohnhäusern schlängelte sich der Weg zum Aufgang auf die Brücke. Wir waren sehr überrascht, denn von oben auf der Brücke sah man nicht die Romantik. Erst als wir an der Seite entlang die Bogen sahen. Welcher Potsdamer kennt die Brücke?
Die Teufelsgrabenbrücke ist ein hübscher als Fußgängerbrücke gebauter fünfbogiger Stein-Viadukt aus dem 19. Jahrhundert. Dieser gehört zu einem Landschaftspark zwischen Krongut Bornstedt und dem Schloss Lindstedt. Erbaut von Ludwig Persius in den Jahren 1843/44 erbaut. Über diese Brücke sollten die kaiserlichen Truppen zum Truppenübungsplatz Bornstedter Feld gelangen.
Endlich haben wir unser Ziel, Schloss Lindstedt, erreicht.
Etwas abseits vom Park Sanssouci befindet sich dieses kleine Schlösschen.
Das Gut Lindstedt gehörte von 1803 bis 1828 Vorfahren Loriots, von denen Friedrich Wilhelm III. es 1828 als ein kleines Landgut erwarb. Dieses diente der Karpfenzucht. Unter Friedrich Wilhelm IV. wurde das Schloss 1858 bis 1861 errichtet.
Nach dem Tod des Königs ließ sein Nachfolger und Bruder Wilhelm I. den Bau vollenden. Ja, das Schloss hatte eine wechselvolle Geschichte.
Für den Sci-Fi-Action-Horrorfilm Resident Evil (2002) diente das Schloss als Kulisse für den Eingang zu einem geheimen unterirdischen Laborkomplex.
In der sehr schönen gepflegten Parkanlage ruhten wir uns von der langen Wanderung aus. Es gab schöne Skulpturen hier und viel Ruhe.
Das Schloss wird für viele Veranstaltungen genutzt, auch heiraten kann man hier.
Dieses Kleinod liegt von der breiten Öffentlichkeit etwas entfernt. Viele Touristen gibt es nicht, es ist ihnen nicht bekannt.
Uns hat es sehr gut fallen. Wir haben heute einige besondere Orte kennengelernt.
Vielen Dank an Gerd/Abschwung. Er hatte die Idee und Vorbereitung. Leider konnte er heute nicht teilnehmen.
Nun wollen wir den Tag ausklingen lassen in einem griechischen Restaurant "Knossos Palast" am Katharinenholz.
Hier könnt ihr euch noch einige Bilder und ein Video von diesem schönen Tag ansehen von
Video des Ausflugs
Artikel Teilen
Artikel kommentieren