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Etepetete sein....

Von Bekassine Samstag 24.10.2026, 10:04 – geändert Samstag 24.10.2026, 10:05

(Bild: Pinterest, teilbar)

Die Redewendung ist seit Mitte des 17. Jahrhunderts bekannt und fand Eingang in den Straßenjargon der Berliner Mittelschicht. Sie entspringt wahrscheinlich dem französischen Spruch être, peut-être.

Als alternative Quelle wird das niederdeutsche Wort öte angegeben, das ebenfalls aufgesetztes wie geziertes Gehabe beschreibt.

Das Wort „etepetete“ stand ursprünglich für zurückhaltendes, abwägendes Verhalten. Später zielte es auf Personen ab, die durch diese Verhaltensweise übertrieben wählerisch wirkten, und schließlich übertrug sich „etepetete“ überwiegend auf geziertes und steifes bis zimperliches und prinzessinnenhaftes Benehmen.

Besonders oft wurde das Wort auch in Zusammenhang mit Kindern gebraucht, wenn diese sich vor bestimmten Speisen und Gerichten zierten und diese partout nicht essen wollen.

„Etepetete“ wird aber auch in der Modewelt verwendet, wenn jemand übertrieben darauf achtet, dass seine Kleidung bloß nicht schmutzig oder faltig wird. Außerdem kann es auch verwendet werden, wenn jemand affektiert wirkt.

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