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Felix Maximilian Finkbeiner

Von Grunewaldturm Donnerstag 20.11.2025, 12:13

Felix Finkbeiner bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen. Foto: © plant-for-the-planet.org

Felix Finkbeiner, geboren am 8. Oktober 1997, ein Name, den man sich merken sollte, pflanzt Millionen von Bäumen, um unseren Planeten zu retten. Er ist der jüngste aller bisherigen Preisträger, die sich für eine bessere Welt einsetzen.
Die Chefetage von Volkswagen in Wolfsburg ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Entscheidungen, die Milliarden Euro teuer sind, werden hier getroffen; es wird über Hunderttausende Mitarbeiter weltweit bestimmt, die Krawatten sitzen eng. Und dann steht da an einem Tag im Juni 2013 auf einer VW-Betriebsversammlung dieser 15-Jährige in Jeans und T-Shirt vor den Konzernleitern und 18.000 Mitarbeitern und stellt Forderungen! „Sie wissen ganz genau, dass Ihre Autos und die von anderen Herstellern zu viel Benzin verbrauchen“, sagt Felix Finkbeiner. „Macht das Sinn?
Nachhaltigkeit ist keine Sonderausstattung, sondern ein Kinderrecht.“ Einige seiner Zuhörer nesteln an ihren Krawatten. „Haben Sie einen Plan, wie Sie hier wieder etwas gutmachen können? Ich schon! Sagt er.“
Dann erklärt der Teenager, dass er von Volkswagen eine Milliarde Bäume erwartet.
Felix blickt von Gesicht zu Gesicht – keiner der Herren aus dem Vorstand widerspricht. Die Mitarbeiter applaudieren lautstark und lange. Felix weiß, wie überzeugend er auf Erwachsene wirkt. Und wenn doch mal eine Nachfrage kommt, eine kritische Anmerkung, dann sprudelt es nur so aus ihm heraus. Er kennt die wichtigsten Fakten und Zahlen zur Klimaproblematik auswendig: Bäume seien eine fantastische Maschine, die CO2 spaltet, in Sauerstoff umwandelt und Kohlenstoff speichert. Also genau das, was die Umwelt, die von den Menschen so sehr malträtiert wird, jetzt brauche.


Der Plan der Kinder und Jugendlichen von „Plant-for-the-Planet“ – der von Felix gegründeten UmweltschutzInitiative – ist, bis zum Jahr 2020 1000 Milliarden Bäume weltweit zu pflanzen, 150 für jeden Menschen “so viele zusätzliche Bäume verträgt unsere Erde, ohne dass deswegen Wohngebiete oder landwirtschaftliche Ackerflächen wegfallen, und sie würden ein Viertel des weltweiten CO2-Ausstoßes aufnehmen“, erklärt er den VW Managern.

Hunderte Millionen Setzlinge wurden gepflanzt

Das geschah, seit Plant-for-the-Planet 2011 die Verantwortung für die Eine-Milliarde-Bäume-Kampagne der Vereinten Nationen übernommen hat. Sie treiben rund um den Globus kräftig aus, säubern die Luft, schützen den Boden.
Felix Finkbeiner ist inzwischen 28 Jahre alt. Er hat mit neun Jahren die Organisation "Plant-for-the-Planet" gegründet.
Inzwischen hat sie 15 Milliarden Bäume weltweit gepflanzt. Wenn Felix sagt, dass noch viel mehr dazu kommen, klingt das gar nicht mal unrealistisch. Am 28. März 2007 wurde der erste Baum an Felix Finkbeiners Schule gepflanzt und die Aktion beworben. Nach einem Jahr waren in Deutschland ca. 150.000 Bäume gepflanzt. Baum Nummer eins, also der Baum, mit dem alles begann, ist inzwischen mehr als drei Meter hoch.

Wie alles begann

Damals, Felix war gerade neun Jahre alt, sollte er ein Referat über die Klimakrise halten. Im Internet fand er einen Artikel über Wangari Maathai, die Nobelpreisträgerin aus Kenia, die dort in 30 Jahren dafür gesorgt hat, dass 30 Millionen Bäume gepflanzt wurden. „Mir kam die Idee, dass wir das mit unserer Klasse auch machen könnten“, erzählt Felix. „Also pflanzten wir einen Baum.
“ Das Geld dafür spendeten die Eltern. Das fanden andere Schüler und Lehrer so toll, dass sie auch anfingen zu pflanzen, Zeitungen und Radio berichteten, andere Schulen kamen dazu. Die Kinder starteten eine Website und gründeten die Initiative Plant-for-the-Planet, um Altersgenossen auf der ganzen Welt zu vernetzen und in jedem Land eine Million Bäume zu pflanzen.


Es war der Beginn einer gigantischen Bepflanzungswelle

Felix, der so überzeugend redet, dass er andere mit seiner Begeisterung ansteckt, reiste mehrmals um die Welt. Er wurde zu internationalen Klimatreffen eingeladen, hielt Vorträge und gründete zahlreiche sogenannte Akademien: Arbeitsgruppen, in denen Kinder sich in Sachen Klimaschutz fit machen. Mit gerade einmal 13 Jahren hielt er 2011 eine selbst verfasste Rede vor den Vereinten Nationen in New York:

„Wir Kinder trauen euren Worten nicht mehr. Ihr zerstört unsere Zukunft. Und ihr sollt wissen: Ein Moskito kann nichts gegen ein Nashorn ausrichten, aber 1000 Moskitos können es dazu bewegen, seine Richtung zu ändern. Hört auf zu reden, beginnt zu pflanzen!“

Greta Thunberg hat, in ihrer legendären "How Dare You"-Wutrede auf dem Klimagipfel der UN, etliche der Argumente von Felix Finkbeiner übernommen.

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