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Wahl, Wellen, Wahnsinn – Albanese surft zum Sieg

Von Feierabend-Mitglied 04.05.2025, 05:48 – geändert 04.05.2025, 06:14



Australien hat gewählt – und zwar stilecht in Bikini und Badeshorts. Während an der Küste die Wellen rauschten, rauschte Premierminister Anthony Albanese bei der Parlamentswahl mit seiner Labor-Partei zur absoluten Mehrheit. Oppositionsführer Peter Dutton hingegen rutschte auf seiner eigenen Rhetorik aus – und verlor nicht nur Stimmen, sondern gleich seinen Parlamentssitz. Autsch.

„Ab morgen geht’s wieder an die Arbeit“, sagte Albanese auf der Bühne – aber jubeln kann der Mann einfach nicht. Während seine Verlobte Jodie und Sohn Nathan schon im Freudentaumel Arme reckten, stand „Albo“ da wie ein Zahnarzthelfer bei der Steuerprüfung. Bodenständig eben. Einer, der lieber arbeitet als feiert.

Die Konservativen hingegen erlebten eine politische Bruchlandung. Oppositiosführer Dutton hatte sich offenbar ein paar Ideen bei Donald Trump und der australischen Mini-AfD namens One Nation abgeschaut – etwa beim Thema Zuwanderung oder Atomkraft. Nur blöd: Australier stehen auf Surfbretter, nicht auf Spaltungsrhetorik. Und Atomkraft ist in Down Under etwa so beliebt wie ein Haifisch im Kinderbecken.

Stattdessen stimmten viele lieber für mehr Menschlichkeit, Klimaschutz und bezahlbaren Immobilien – und das in Badehose! Denn: Wer in Australien wählen geht, tut das gern mit Sonnencreme auf der Nase und Surfboard unterm Arm. Demokratie trifft Beachlife – und das ganz ohne Hemd und ohne Hetze.

Und dann ist da noch die Democracy Sausage. Wer in Australien wählen geht, bekommt überall eine frisch gegrillte Wurst im Weißbrot – mit Senf oder Ketchup, je nach Geschmack. Das gehört so sehr zur Wahlkultur wie der Stimmzettel selbst. Die „Democracy Sausage“ ist Symbol für die entspannte Ernsthaftigkeit der Australier: Wählen ist Pflicht, aber bitte mit Genuss! Manch einer kommt nur wegen der Wurst – und bleibt dann doch für die Demokratie.

Rechtspopulisten à la AfD haben hier keine Chance. Wer versucht, mit Wutbürger-Gejammer an die Macht zu kommen, wird in Australien höchstens belächelt.

Albanese bleibt Premier, die Labor-Partei tanzt – und alle anderen? Müssen sich erstmal ein kühles Getränk holen. Es war ein Wahlsonntag wie aus dem Bilderbuch: ein bisschen Sand, ein bisschen Sonne, ein bisschen Staatsumbruch.

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