WAS IST DAS EIGENTLICH: VERTRAUEN?
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Feierabend-Mitglied
Samstag 13.10.2018, 11:04
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Überlegungen zu einer Haltung aus dem Alltag.
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Ich habe spät in meinem Leben Auto fahren gelernt. Wenn man dreissig ist, wird es teuer; ich würde ebenso viele Fahrstunden brauchen, wie ich Jahre alt sei, meinte meine hübsche Fahrlehrerin lachend und begeistert nach der ersten Lektion.
Der Vorteil ist, dass man sich über manches, was einem in jungen Jahren selbstverständlich erscheint, unversehens wundern kann. So ist mir jener sonnige Tag in frischer Erinnerung, als ich - ich hatte erst den Lernfahrausweis - mit einem Kollegen über den Grimselpass fuhr. Auf der Strecke herrschte kaum Verkehr, ab und zu tauchte auf der Gegenfahrbahn ein Auto auf, und ich fühlte mich schon wie ein routinierter Formel -1- Pilot, als mir ein Gedanken durch den Kopf schoss. << ist es nicht unglaublich>>,
sagte ich zu meinem Beifahrer, << welches Vertrauen man zu den andern Verkehrsteilnehmern hat, die einem doch alle fremd sind? Was garantiert mir, dass die junge Frau in jenem Volvo nicht an Narkolepsie leidet? Der forsche Motorrad - Fahrer nicht
Suizid Gedanken hat? Und unser leben in einem Frontalzusammenstoss endet, für den ich in Gottesnamen nichts kann ?