Heilpflanze desJahres 2021
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Feierabend-Mitglied
Donnerstag 21.01.2021, 18:13
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Heilpflanze des Jahres 2021- Meerrettich (Armoracia rusticana)
Durch den Verein NHV Theophrastus ( “Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, gen. Paracelsus e.V.”) wurde der Meeettich zur Heilpflanze des Jahres 2021 gewählt.
Der Sinn dieser Wahl besteht laut d. Verein darin, die heilende Wirkung der jeweiligen Pflanzen und Kräutern der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen und das naturheilkundliche Wissen zu bewahren. Außerdem soll die Bedeutung der Phytotherapie ( Pflanzenheilkunde bzw. Kräutermedizin) bekannter gemacht werden.
Der Sieger wurde im Kloster Sankt Marienstern in Sachsen vorgestellt.
Als Begründung für die Meerrettich-Wahl führt der NHV Theophrastus an, dass das heilpflanzliche Potential der scharfen Wurzel (Armoraciae radix) noch zu wenig ausgeschöpft werde. Der NHV Theophrastus verweist auf die antiviralen und antibakteriellen Wirkungen. Meerrettich sollte – zumindest in der kalten Jahreszeit – Bestandteil des täglichen Speiseplans sein.
Scharfmacher gegen Infekte
"Verantwortlich für die Wirksamkeit der Kreuzblütler-Wurzelrübe sind Senfölverbindungen. Aus den enthaltenen Senfölglykosiden (vor allem Sinigrin und Gluconasturtiin) bilden sich beim Aufbrechen der Pflanzenzellen enzymatisch die aktiven Senföle (vor allem Allyl-Senföl und Phenylethyl-Senföl). Sie werden bei oraler Aufnahme im Dünndarm resorbiert und vorwiegend über Nieren und Lunge ausgeschieden. Deshalb wirken sie auch bevorzugt in diesen Geweben".
"Äußerlich angewendet hat Meerrettich eine durchblutungsfördernde Wirkung. Deshalb kann man zum Beispiel Meerrettich-Auflagen bei leichten Muskelschmerzen einsetzen. Volksmedizinisch wird Meerrettich auch zur Verdauungsförderung empfohlen. Magenempfindliche Personen sollten damit allerdings vorsichtig sein.
Mehr Rettich?
Ob der Meerrettich etwas mit dem Meer zu tun hat, ist ungeklärt. Jedoch nahmen frühere Seefahrer die Vitamin-C-reiche Wurzel gerne als Proviant mit an Bord zum Schutz vor Skorbut. Der Name Meerrettich könnte auch von „mehr Rettich“ oder „großer Rettich“ abgeleitet sein."
Quelle Foto und Text "ptaheute"