Ackerschachtelhalm
Von
Feierabend-Mitglied
Samstag 31.07.2021, 13:24 – geändert Samstag 31.07.2021, 13:30
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Von
Feierabend-Mitglied
Samstag 31.07.2021, 13:24 – geändert Samstag 31.07.2021, 13:30
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Ackerschachtelhalm gilt als gewebestärkend und blutstillend. Bei Nieren- und Blasenleiden, brüchigem Haar und Nägeln, Entzündungen, Wunden sowie zur Blutreinigung wird er ebenso verwendet.
Bei Bindegewebsschwäche gibt man einen starken Aufguss zum Badewasser, trinkt Ackerschachtelhalm-Tee oder verwendet die Tinktur.
Schon Pfarrer Kneipp lobte den Ackerschachtelhalm wegen seiner zusammenziehenden Kraft bei Entzündungen und Wunden. Pfarrer Künzle wiederum verwendete den Tee bei Magengeschwüren.
Ackerschachtelhalm gilt als klassische Einschleuserpflanze, sie unterstützt die Aufnahme von Natrium und Magnesium im Körper.
Bei Husten wirkt der Tee zudem festigend auf das Lungengewebe.
Äußerlich wird Ackerschachtelhalm-Tee bei Nasenbluten und schlecht heilenden Wunden verwendet.
Wegen seines hohen Kieselsäuregehalts wurde Ackerschachtelhalm früher zum Putzen von Zinngefäßen verwendet. In diesem Zusammenhang erhielt er auch den Namen "Zinnkraut".
Ackerschachtelhalm wird in der Ernährung kaum beachtet, da er durch seinen hohen Gehalt an Kieselsäure recht holzig schmeckt.
Junge Sprosse lassen sich als Presssaft oder in einem Smoothie verzehren.
Fein gehackt oder noch besser gemahlen kann man Ackerschachtelhalm in Saucen, Gemüsesuppen oder Püree verwenden.
Für einen TEE wird das gesamte Kraut einer Pflanze geerntet und getrocknet. Alternativ lässt es sich auch frisch verwenden. Zur Herstellung des Tees übergieße einen Teelöffel des Krautes mit einem Viertelliter kaltem Wasser und lasse das Gemisch mehrere Stunden, am besten über Nacht, stehen. Am nächsten Tag den Aufguss kurz aufkochen und abseihen.
Solltest du vergessen haben, den Tee rechtzeitig anzusetzen, kannst du alternativ einen Teelöffel vom Ackerschachtelhalm mit einem Viertelliter Wasser aufkochen und 30 Minuten ziehen lassen.
Für eine Teekur werden fünf Tassen täglich für die Dauer von drei Wochen empfohlen.
Die Ackerschachtelhalm-TINKTUR kannst du wie folgt selbst herstellen:
Ackerschachtelhalm klein schneiden und in ein verschließbares Gefäß füllen.
Mit mindestens 38-prozentigem Alkohol (Wodka, Korn etc.) übergießen, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind und gut verschließen, vier Wochen ziehen lassen,- entstandenes Kondenswasser im Deckel abwischen, danach schütteln.
Nach einem Monat durch einen Kaffeefilter oder ein feines Leinentuch filtern.
In dunkle Flaschen füllen und beschriften.
Die Tinktur kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden.