September...
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Feierabend-Mitglied
Dienstag 06.09.2022, 16:05 – geändert Mittwoch 07.09.2022, 05:05
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Ab 15. August bis Mitte September sollen die Heilkräuter ihre größte Heilwirkung haben…
In alten Überlieferungen symbolisierte die Kirche in der Heilkraft der Kräuter die Zuwendung Gottes zu den Menschen.
In den prächtigen Strauß um die Königskerze kamen viele Kräuterarten, auch Gartenblumen und Zweige. Die Sträuße wurden auf den Altar gestellt und mit Segensgebeten geweiht. Den geweihten Kräutern kamen im Volksglauben besondere Heil- und Segenskräfte zu. Sie wurden nach der Festmesse als Schutz vor bösen Geistern an Haus und Stall angebracht, als Tee getrocknet und in kleinen Stoffbeuteln als Abwehrmittel am Körper getragen. Dem Vieh wurden Kräuter bei Krankheit unter das Futter gemischt. Als besonders heilkräftig wurden unter anderem erwähnt: Fenchel, Baldrian, Hanf, Arnika, Mohnkapseln, Liebstöckel, Wermut, Alant, Butterblumen, Knoblauch und Senf…
Die filzige Königskerze (Verbascum phlomoides) galt einst als Symbol der Königswürde.
Der antike Arzt Hippokrates erwähnte die Königskerze bereits als Heilkraut gegen hartnäckigen Husten. Die Griechen mischten den Pferden das Kraut als stärkendes Herzmittel ins Futter. Hildegard von Bingen nannte sie „Wullena“. Daraus wurde der Name Wollblume abgeleitet. Der schwedische Botaniker Lenne´ berichtete, dass sich Bettler im Mittelalter ihre Blätter gegen Geschwüre auflegten. Die Königskerze mit ihren grellgelben Blüten gehört neben Eibisch, Huflattich, Klatschmohn, Katzenpfötchen, Malve und Veilchen zu den sieben „Brustpflanzen“. Saponine und ätherische Öle wirken schleimlösend und ausgleichend, auch bei Asthma und Nervosität. Die gerade geöffneten Blüten werden von Juni bis September gesammelt und lassen sich zu Tee und Hustensirup verarbeiten. Man pflückt nur die Blütenkronen ohne den Kelch bei Sonnenschein…
Quelle: Pflanzen- und Volksbräuche
Lg Doris