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Der Frosch

Von Feierabend-Mitglied 13.04.2025, 19:03 – geändert 13.04.2025, 20:24

In dem Wasser ist's freilich kalt,
drum hab' ich's satt gar bald ;
kommt nun die Sonne mit ihrem Schein,
so sitz ich hier auf dem breiten Stein,
sperr weit und breit mein Mäulchen auf
und ruf' ihr großen Dank hinauf.

Da sieht einer her von der Brücke Rand ;
dem Frosch ist schon der Knabe bekannt,
hat schon geworfen manchen Stein
und taf er einmal,so war's nicht fein,
drum eh' er sich's denkt in seinem Sinn,
huscht der Frosch ins Wasser hin.


Der Anlass zu diesem kleinen Gedicht ist
eine Wanderung
im Frühling
mit trauriger Überraschung.

Gestern war ich an der Lütsche-Talsperre, zwischen Frankenhain und Oberhof unterwegs. Sie war das größte Wasser- Reservoir im Thr.Wald,
idyllisch gelegen, eingebettet zwischen bewaldeten Bergen.
Gestern, welch ein Schrecken, mußten wir sehen,die Talsperre ist leer.
Auf dem Rundwanderweg entdeckten wir hunderte Laubfrösche ,die aus dem Wald kommend, verrsuchten, zum Wasser zu gelangen.
Dieser verzweifelte Kampf der kleinen Tiere,machte mich so betroffen,
daß ich - vor 20 Jahren noch undenkbar - diese mit meinen Händen anfasste, sie vom Weg hin zur rettende Böschung der Talsperre getragen habe.
Ich glaube,es war ca 30 - 40 Fröschlein,darunter sogar Liebespaare.


Gedicht: Wilhelm Hey
1789 - 1854
Thr.Theologe
eig.Foto

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