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Es hilft dir nichts . . . .

Von Feierabend-Mitglied Montag 08.07.2024, 10:55

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Es hilft dir nichts, die Hände müßig in den Schoß zu legen
und Gottes Mühlen langsam, aber sicher mahlen lassen.
Man muß den Schicksalsrädern hin und wieder in die Speichen fassen.
Selbst dann, wenn du der allerfrömmste Christ,
erbitte – doch verlaß dich nicht allein auf Gottes Segen.
Dein Acker braucht den Sonnenschein und ebenso den Regen
wie deinen Mist.

Es hilft dir nichts, der Welt verzweifelt Klagelieder wimmern,
genau so wenig, an das, was das Schicksal schenkt, zu glauben.
Die schöne Zeit ist um mit den gebratnen Himmelstauben.
Die Heinzelmännchen sind längst abgetan.
Verlaß dich nicht darauf, daß sich die andern um dich kümmern.
Du bist bestimmt, dein eignes Glück und auch dein Bett zu zimmern.
Selbst ist der Mann.

Es hilft dir nur, stets unerschrocken an das Werk zu gehen,
nur so allein bemeistert man die Menschen und die Dinge.
Die ewig kleinen Zweifler und die großen Schüchterlinge
marschieren nebenbei und hintenan.
Du mußt dem Schicksal offen, frohgemut ins Auge sehen,
möglichst auf deinen eignen, immerhin, auf Beinen stehen,
dann geht's voran.

Fred Endrikat 1890 - 1942

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