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Licht und Wärme

Von Feierabend-Mitglied Montag 25.09.2023, 16:39 – geändert Montag 25.09.2023, 16:41


Der bessre Mensch tritt in die Welt
mit fröhlichem Vertrauen,
er glaubt, was ihm die Seele schwellt,
auch außer sich zu schauen.
Er weiht, vom edlen Eifer warm,
der Wahrheit seinen treuen Arm.

Doch alles ist so klein und eng,
hat er es erst erfahren,
da sucht er in dem Weltgedräng
sich selbst nur zu bewahren,
das Herz in kalter stolzer Ruh,
schließt endlich sich der Liebe zu.

Sie geben ach, nicht immer Glut,
der Wahrheit helle Strahlen.
Wohl denen, die des Wissens Gut
nicht mit dem Herzen zahlen !
Darum paart, zu eurem schönsten Glück,
mit Schwärmers Ernst des Weltmanns Blick.



Friedrich Schiller
1759 - 1805
eig.Bild/ im Park

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