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Sonett

Von Feierabend-Mitglied Montag 10.03.2025, 08:14

Sonett

Vom Suff gezeichnet ist sein Leib.
Zum Rand getrieben, für viele nur ein Absturzfall.
Dem Alkohol verfallen, ohne Lieb und Weib.
Die Sucht fragt nicht woher er kommt, aus welchem Stall.

Resignieren heißt verlieren, er hat schon lang verloren.
Ein Dämon führt Regie, füllt Geist in seine Gläser.
Ihm dünkt, niemand wird als Säufer schon geboren.
Keimt die Hoffnung, aus Samen werden Gräser.


Gesellschaft will Verträglichkeit, Abweichen ist verboten.
Wer anders ist, muss sich erklären, Freund sein hilft da nicht.
Niederlagen formen Schwache, Siege sind geboten.

Sind Gedanken eines Trinkers ohne Wert?
Er hat sich losgelöst vom Suff, er hat´s geschafft.
Ja. Leistung wird prämiert, jetzt ist er ihr Paradepferd.

©by ferdinand

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