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Auf die Frage geschrieben,

Von egalis Freitag 04.09.2026, 19:47

ob die Stare wohl bleiben... //

Es flog ein muntres Starenpaar /
schon manches Jahr /
auf eine Pappel hoch und schön, /
um von da aus sich die Gegend anzusehn. /
Fest sind die Dächer. Kein Baum hat Löcher./
Mussten daher in Ermangelung von Höhlen /
sich wieder empfehlen; /
denn keine Wohnung war zu finden, /
einen Haushalt darin zu gründen. //

Doch heuer kam, gewandt und heiter, /
ein schmucker Herr, ein dienstbereiter, /
mit einer Leiter, mit einem Kästchen, /
tät dies hoch oben am Baum befest´gen /
und stieg dann wieder /
zur Erde nieder, /
indem er sich freut, dass er aus solcher Gefahr /
für diesmal glücklich entronnen war. //

Inzwischen sahen in bedachtsamer Ruh /
die beiden Stare von weitem zu. /
"Frau", sprach das Männchen, "lass uns doch eben /
zu dem hübschen Häuschen hinüberschweben, /
Ob´s Türlein daran, was das wichtigste ist /
auch mindestens fünf Zentimeter misst; /
sonst würd es besonders für dich zu klein, /
mein liebes, dickes Madamchen, sein." //

Flugs fliegen die Vögel zum kleinen Haus, /
schlüpfen ein und aus /
und plappern vergnüglich: /
"Gottlob, die Sache ist vorzüglich!" //

Und alsogleich baun sie im Kästchen /
ein trauliches Nestchen; /
vertilgen ringsum zu Nutz und Pläsier, /
den Schneck, den Wurm, das Käfergetier; /
vergessen auch nicht in allen Ehren, /
sich zu vermehren. //

Und als der Herr, der so edel gehandelt, /
dann später mal unter dem Baum gewandelt, /
da haben die Vögel, um sich dankbar zu zeigen, /
ihm was gepfiffen auf allenZweigen; /
und jedes, weil sie ihm gar so gut, macht ihm /
ein Kleckschen = Pitsch! = auf den Hut. = ////

Wilhelm Busch

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