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Lied eines deutschen Jünglings 1840

Von Soff Montag 09.03.2026, 10:02

Nicht sing' ich mehr um Liebeslohn,
Mag mich die Lieb' auch ächten;
Den fremden Zwingherrn sing' ich Hohn
Und ihren feilen Knechten.

Nicht preis' ich mehr des Friedens Ruh',
Da Kampf allein noch rettet;
Nur Memmen schau'n gelassen zu,
Wie man den Bruder kettet.

Ich preise gern das kühne Wort,
Doch lieber kühne Taten,
Der Mut des Mannes ist der Hort
Der jungen Freiheitsaaten.

Ich preise die Begeisterung,
Die Mutter alles Großen,
Sie macht auch Greise wieder jung,
Zu Freiheitskampfgenossen.

Und Jeden, der da ohne Scheu,
Umstürmt von mächt'gen Dräuern,
Dem innern Gotte bleibt getreu,
Will preisen ich und feiern.

Denn gibt es irgend einen Ruhm
Von unbefleckter Klarheit,
So ist's das edle Märtyrtum
Für eine große Wahrheit.
Albert Knoll (1796–1863)

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