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Dornröschen

Von speedygonzalez Dienstag 29.08.2023, 00:43

Hier erfahren wir, was dann geschah

Was sie als Geschenk für die Prinzessin vorgesehen hatte, einen Vorrat für ein ganzes Jahr, ließ sie, alles auf einmal, in einem Suppenkessel verschwinden.
Dann, grade, als ihr die Tore vor Nase zugeschlagen werden sollten, schrie sie in die Halle.
„Verflucht sollt ihr sein, einhundert Jahre lang, ehnemehne …“
BANG! Die Tore schlugen zu.
Kaum war diese köstliche Suppe verzehrt, fiel alles in eine gläserne Starre. Nichts von der Raserei, der Angenehmen, geschah hier.
So der Bäcker, beim Prüfen der Birnen Helenes. Helenes Birnen wollte er wieder im Teig nachbilden, so standen zwei Schüsseln mit Teig vor ihr und er hieß sie, ihre Birnen darin baden. Er half ihr, hinter ihr stehend beim Rühren, doch - er blieb einfach stecken, wie sie auch und die Form misslang.
In der Küche, wo Fleischrouladen von den Köchinnen gerollt wurden, wie im-mer mit anzüglichem Kichern und Witzeleien über Form und Umfang im Ver-gleich mit den Köchen und Höflingen, besonders, die es Haus-und Hofmar-schalls, die einigen gut bekannt war, sie fielen in Erstarrung. Alle hatten sie von der köstlichen Suppe genascht. Auch der königliche Vorkoster, unter der lang herabhängenden Tischdecke der königlichen Tafel bei Frau Königin. Prinzessin Rosamunde, die grade dem Sohn des königlichen Vorkosters unter der Tisch-decke, eine intime Audienz gewährte, ähnlich wie ihre Majestät neben ihr, alle fielen in gläserne Erstarrung.
Es sollte ein rauschendes Fest werden – doch jetzt rauschte Stille durch den Blätterwald um das Schloss. Auch die Stadt vergaß das Fest. Alle Versuche in das Schloss zu gelangen waren erfolglos, die Tore ließen sich nicht mehr öffnen. Was da noch rauschte, war der Wind in der Rosenhecke, die sich um Mauern, Tor und Turm spann. Erst in hundert Jahren solle es einem Jüngling gelingen, den Zauber zu brechen.

Prinz Degenhart aus dem Nachbarland, ein Urenkel der verworfenen Edel-dame, hatte von der absurden Geschichte gehört, auch davon wie viele Jüng-linge, verführt von der übertriebenen Sage der jungen schönen Prinzessin, sich schon darin geübt hatten, in das Schloss einzudringen.
Aber mit dem Eindringen war es nichts, ging es ihm anzüglich durch den Kopf, weder ins Schloss, noch Prinzessin. Ganz anders, als bei ihm momentan. Zwar nicht von königlichem Geblüht die Hüften der willigen Maid, an denen er sich in sie hineinzog, doch königlich in der Lust. Wie sähen sie denn alle nach hundert Jahren aus? War da überhaupt noch etwas zum Eindringen, dem immer wieder gern vollbrachten Eindringen? Außer zu den Schätzen des Königs? Je mehr er daran dachte, grade jetzt, umso interessanter erschien ihm die Gelegenheit sich an diesem oder jenem Schatze gütlich zu tun. Blöd war er ja nicht grade und hatte sich gedacht, was wäre, wenn die alle vor ihm gescheitert sind, weil tatsächlich ein Fluch den Zugang unmöglich machte? Wann wäre der Zauber denn beendet? Und die königlichen Schätze dürften den Fluch wohl gut über-standen haben, was er von den weiblichen Schätzen des Königs, zumal der Prinzessin kaum hoffen durfte. 100 oder 117 jährig - was noch gar?
Dem wollte er nachgehen. Mit einem Klaps auf den hellen Po der willigen Maid verabschiedete er sie, nicht ohne ihr, wie üblich, einen Golddukaten zwischen ihre süßen Backen zu klemmen. Konnte sie ihn bis draußen dort festhalten, war es ihrer. Er unterhielt sich mit der Enkelin der alten Dame, die sich nur allzu gut erinnern konnte und fand tatsächlich heraus, dass die Zeit in einigen Wo-chen abgelaufen sein müsste. Damals hatte es sehr viel Unruhe gegeben.
Also machte er sich inkognito auf den Weg. Es musste ja nicht gleich jeder wis-sen, dass er hinter einer hundertsiebzehnjährigen Königstochter her wäre. Kurz vor Ablauf der Zeit war er in der Residenz und sah den Hügel mit dem verwun-schenen Schloss gänzlich von starkem Rosengestrüpp überwuchert. Da war mit Sicherheit keiner dran gewesen und das seit Urzeiten, das ging ihm gleich durch den Kopf. Unter den Bürgern der Stadt war auch nichts zu vernehmen, dass die Zeit abgelaufen sei. Es schien überhaupt kein Thema zu sein, sie hatten Wichtigeres zu tun. Bei allen leisen Versuchen, das Gespräch darauf zu lenken bekam er nur ein Achselzucken: verwunschen, bis wann, weiß man nicht.
Doch wenn dem so war, so müsste in der kommenden Nacht die Zeit vorbei sein, das Schloss wieder zugänglich und die schöne Prinzessin auch zugäng-lich. Hm? Zugänglich …? Degen, bleib ruhig, noch bist du weder dran noch drin, ging es ihm durch den Kopf.
Also, früh morgens stieg er heimlich den zugewucherten Burgweg hinan und zog seinen Degen. In Erwartung sich durch dichtes stacheliges Rosengestrüpp plagen zu müssen, fand er gleich, dass es ein Leichtes war. Als ob dem Ge-sträuch die Kraft abhanden gekommen sei, so schob sein Degen es zur Seite, wie einen Vorhang. Also doch ein Fluch, der seine Kraft verloren hatte. Er steckte die Waffe weg und bahnte sich seinen Weg, ohne die Hecke zu zer-stören. Es müssen ja nicht gleich alle wissen, was hier los ist, ging es ihn durch den Kopf. Das Tor ging auf, gut geölt und er schritt über den Hof zur großen Halle. Noch war keiner wach, das sah er gleich, doch an der hohen Tafel regte sich etwas.
Prinzessin Rosamunde, die am Wenigsten von der Suppe genossen hatte, stöhnte, oder gähnte leicht und rieb sich die Augen. Sie sah den Prinzen auf sich zukommen und schob den Jungen unter dem Tische fort. Der junge Mann, der da auf sie zukam, dem Aussehen nach ein Prinz, war ein anderes Kaliber, den sollte man nicht empfangen, mit der Zunge eines Vorkosters zwischen den Beinen.
Dennoch erfasste der Prinz mit einem Blick die recht frivole Stimmung, die beim Gastmahl geherrscht haben musste. Der königliche Vorkoster in seinem Metier, sprich, der Muschel der Königin und den Jungen, der noch benommen einfach umfiel. Die Prinzessin aber hellwach glättete sich die Röcke, kam aber nicht mehr dazu ihr Mieder zu richten. Das seidige Tüchlein um die jungen Brüste halbwegs zu bedecken, fehlte.
Den feinen Duft, der über allem lag, konnten die Beiden nicht kennen. Die leeren Teller waren ja noch nicht abgeräumt und nun entströmte ihnen immer noch ein kaum merklicher Duft, der stimulierend in ihre Sinne eindrang. Etwa so, wie die verstoßene Edeldame es bei sich und ihrem Manne immer erreicht hatte. Die beiden, jetzt hellwach konnten es nicht kennen, doch es traf sie mit unbekannter Vehemenz.
Das fehlende Busentüchlein störte Prinz Degenhart nicht im Geringsten.
„Ihr seid Prinzessin Rosamunde?“ Sie nickte ihm sehr freundlich und einladend zu. „Euer Name passt vorzüglich zu Euch, Prinzessin. Nie fand ich einen Mund so rosa, wie Euren.“ Er küsste sie auch gleich darauf, um den Eindruck zu ver-tiefen. Der Prinzessin gefiel es in hohem Maße.
„Und ihr seid …?“
„Prinz Degenhart aus eurem Nachbarlande.“
Er erwies ihr seine tiefe Referenz, konnte so aus nächster Nähe die zarte Haut der jungen Brüste bewundern.

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