Dornröschen III
Von
speedygonzalez
Dienstag 29.08.2023, 00:52
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speedygonzalez
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„Prinz Degenhard, ich bin entzückt – ich hoffe Euer Name ist ebenso Omen, wie meiner.“
Ihre neugierigen Augen hingen an seiner Schamkapsel, die der Form nach in den letzten hundert Jahren keine modische Veränderung erfahren hatte, nun jedoch ihre volle Aufmerksamkeit hatte. So lebendig hatte sie noch keine ge-sehen. Sie reichte ihm ihre Hand zum Kusse, kam jedoch recht flink mit den Augen wieder zurück. Prinz Degenhard nahm ihre Hand an seine Lippen und führte sie weiter zu dem Ort ihres Interesses.
„Rosamunde - also ein Mund, wie Rosen, so zart und duftend wie Rosenblätter?“
Der Prinzessin gefiel das Spiel mit den Worten und deren Bedeutungen. Warm wurde ihr dabei, erst recht bei dem Befund in ihrer Hand. Sie öffnete die Bän-der. Der Duft machte beide hilflos.
„Ihr habt mir ein Geschenk mitgebracht, Prinz Degenhart?“ I
hr Spiel mit dem Namen und dem Fund in ihrer Hand, gab der Frage die ein-ladende Würze. Enorm kam es ihr vor, doch loslassen konnte sie nicht. Prinz Degenhart im vollen Rausch des Duftes und der eigenen Lust, nahm ein Messer von der Tafel, durchschnitt ihre Miederbänder und halft ihr hektisch, wie hilfreich, aus den Kleidern. Sie flog ihm einfach um den Hals, die Robe fiel von ihr ab. Er hob die lustvoll Stöhnende an den Beinen und der Degen fand die Rosenblätter, benetzt wie von Morgentau.
Wen interessiert ein Tisch voller Leckereien, wenn die Allerbeste schon in den Armen liegt. Er fegte alles fort und ließ seine Beute darauf sinken, ohne von seiner beglückenden Bewegung abzulassen.
In die rhythmische Stille hinein erwachte der König, sah sein Töchterlein auf dem Degen eines Fremden reiten. Nach den Farben des Wamses am Boden musste es ein Prinz des Nachbarlandes sein. Es stieß die Königin an und als sie ihn erwachend etwas befremdet ansah, zeigte er auf das vehement agierende Paar.
„Ich glaube, Eure Idee mit der Geburtstagfeier, auch einen Galan zu finden, hat sich grade bewährt.“ Mit den Händen in ihrem Mieder. „Holde Hulda, mich gelüstet nach Euch.“
„Bedienet Euch, mein königlicher Galan-Gemahl derweil wir zusehen und genießen, wie unser wohlgeratenes Töchterlein einen jungen König einführt – oder heimführt.“
„Sehr gelungen – dieses Einführen, holde Hulda, ob sie das von uns gelernt hat?“
Da feierten sie ein Jubelfest, wie in einem Märchen. Die Fleischrouladen gerieten den Köchinnen besonders gut, Helenes Birnen, einfach köstlich und die Formen der Brötchen entsprachen ganz den Vorstellungen des Bäcker-meisters von seinen Gehilfinnen.
Und wenn sie nicht gestorben sind gelüstet es sie noch heute.
© speedy
Ich denke, diese Küsse haben ein besseres Ende gefunden, als die im vorigen Beitrag