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Das "Erste Mal"

Von speedygonzalez 13.03.2022, 14:53

Viel, sehr viel wurde darüber geschrieben, auch warum es in den meissten Fällen, als ein schlechtes Erlebnis im Gedächtnis bleibt - und sich dort ein lebenlang als Schaden einnistet.
Daher mein Versuch einer Darstellung, wie es besse gehen könnte:

Einstand
Gabi rief mich an und sagte, sie wolle mit ihrer Freundin vorbeikommen, es gäbe da ein Problem zu lösen. Gabi war meine sexy Freundin, mit der ich mich sehr gut verstand, besonders im Bett, auch sonst war sie ein feiner Kumpel und in ihrer Clique sehr beliebt. In Ordnung sagte ich, am Freitag hätte ich nachmittags Zeit für Probleme. Wenn ich geahnt hätte, um was es ging … naja, ich erfuhr es dann.

Die beiden, Gabi und Evelin kamen am frühen Nachmittag. „Hi, Ihr Beiden, kommt rein, macht es Euch bequem. Was möchtet Ihr trinken?“ Evelin kannte ich nur aus der Ferne, sah jetzt aber eine wirklich attraktive junge Frau vor mir. „Egal, was Du halt da hast.“ Na; dann halt O-Saft. Was würden die denn für Probleme haben?
Ich kam mit einem Tablett mit Gläsern, Eiswürfeln und der Flasche. Nachdem wir alle etwas in den Gläsern hatten, sah ich die beiden an. „Was habt Ihr auf dem Herzen, ich sehe es Euch an, dass irgendwo der Schuh drückt.“ „Es ist eine recht heikle Sache, Bert und ich bin mir nicht im Klaren, ob Du, ob wir es zusammen machen können.“ „Was denn machen?“ Evelin saß derweil dabei und sah mich fast ängstlich an. Mir ging ein Gedanke durch den Kopf, dass es etwas mit dieser wirklich ansehnlichen Freundin zu tun haben würde. „Bert, Du kennst doch auch die anderen aus der Clique.“ Sie räusperte sich. „Um es kurz zu machen: alle haben einen Freund, nur Evelin nicht. Und das hat einen Grund. Evelin traut sich nicht, mit einem anzubandeln, sie hat Angst vor dem Ersten Mal. Sie ist noch Jungfrau.“ Gabi stotterte fast, war aber froh, dass es heraus war und Evelin wurde rot dabei, sie senkte den Blick. Mir ging der Punkt noch nicht auf. „Und damit kommt Ihr zu mir?“
Gabi gab sich einen Ruck, sie kam zu mir auf das Sofa, nahm meine Hände und sah mich direkt an. „Bert, kann ich ganz offen mir Dir reden?“ Ich nickte. „Kannst Du immer, mein Engel.“
„Ich möchte Evelin helfen, besser gesagt, ich möchte, dass wir ihr helfen.“
Mir gab es einen Ruck, was stellte Gabi da in den Raum? Sie beschwichtigte mich sofort. „Bert, meinst Du, dass unsere Beziehung stark genug ist, dass wir zusammen Evelin über die Hürde helfen? Ich erinnere mich nur zu gut, wie vorsichtig Du mit mir beim ersten Mal gewesen bist, aber auch, wie viele von den anderen keine besonders gute Erinnerungen daran haben.“
Sehr aufmerksam, fast bittend sah Gabi mich an. Gedankensplitter wirbelten durch meinen Kopf. „Moment mal, so ein Thema, um nicht zu sagen grotesk oder absurd, ist so einfach nicht zu beantworten. Ich glaube jetzt wäre es doch angebracht, erst mal einen Schluck Sekt zu trinken und dann in aller Ruhe das Thema zu besprechen. Was meint Ihr?“ Gabi sah Evelin an, ich meinte etwas entspannter, als eben. „Einen Sekt, Evelin?“ Die nickte, ihre Rötung kam langsam ins Normale zurück.
Nachdenklich ging ich ging in die Küche, entkorkte eine Flasche Mumm, kam damit und den Gläsern zurück. „Na, dann Prost!“ Wir stießen an und nahmen einen Schluck. Hernach saßen wir zusammen und schwiegen. Das hatte ich noch nicht erlebt, gefragt zu werden: „Hey, möchtest Du mich entjungfern?“ oder: „Hey, Liebling wollen wir meine Freundin entjungfern? Ich bin Dir auch nicht böse.“
Einfach unmöglich.
Ich nahm noch einen Schluck und schaute Evelin an. Sie war ja eine schöne junge Frau, ohne jeden Zweifel. Alles am richtigen Ort und, wie zu vermuten war, reichlich. Der Blick, mit dem sie mir antwortete war nun etwas fester, als eben, doch wieder wollte leichte Röte in ihre Wangen steigen. Sie hatte reali-siert, dass ich nun ihre Figur im Auge hatte. „An was genau, hast Du jetzt in diesem Moment gedacht, Evelin?“ Die Röte nahm zu. Sie wollte weg. „Evelin, hier geht es um echt Grundlegendes. Einerseits, dass Du Frau werden willst, Dich darüber mit meiner Freundin unterhalten hast und andererseits, ob Ihr nicht sicher seid, damit unsere Beziehung zu gefährden. Da meine ich schon, dass wir absolut offen mit einander sein müssen. Sonst könnten wir austrinken und Rommé spielen. Verstehst Du das?“ Sie sah mich mit dunklen Augen groß an, blickte zu Gabi und wieder zu mir. „Ja, Du hast recht, es ist nicht einfach.“

Mit einem Ellenbogenstubs in ihre Seite fragte ich Gabi auch. „Und Du, mein Knallbonbon, was hast Du Dir dabei gedacht?“ „Also – eigentlich gar nichts. Als Evelin mir von ihren Problemen erzählte, habe ich nur daran gedacht, wie vorsichtig Du mit mir warst beim ersten Mal.“ Sie nahm einen Schluck, auch für sie nicht einfach, nun in einem Dreierclub solche intimen Dinge zu diskutieren. „Und an Fremdgehen, wenn Du es mit ihr machst, habe ich nicht gedacht. Denn das wäre es nicht, wenn wir zusammen Evelin von ihrem Hymen befreien.“ Sie bettelte richtig. „Bert, es war so einfach, so himmlisch, nichts, wie man es von vielen anderen hört, dass man es erst gar nicht dran denken darf. Meinst Du wir können das?“
Nun war ich wieder dran, mit einem weiteren Schluck. Irgendwie hatte ich meine Bedenken. Wir zwei verstanden uns wirklich gut im Bett und ließen nichts aus, um uns auszutoben. Aber - einen flotten Dreier kannte ich noch nicht, unter solchen Voraussetzungen erst recht nicht. „Ich meine, was wir nicht können, ist Evelin zuschauen zu lassen, wie wir uns sonst lieben, mit all seinen emotiona-len Höhen. Der Sex mit all seinen Zärtlichkeiten zwischen uns geht nur alleine. Aber wir können es versuchen, Evelin zu zeigen, wie ein einfühlsames erstes Mal ablaufen sollte. Das sollte gehen. Ganz ohne Empfindungen meinerseits geht es nicht, das ist schon mal sicher, es sollen ja überreichlich Empfindungen ausgelöst werden und keiner von uns ist eine Fickmaschine, aber da werden wir zwei später drüber reden müssen.“ Ich trank noch einen Schluck. „Da nun dieses Thema angesprochen wurde, gibt es jetzt auch kein Zurück mehr. Wenn wir jetzt abbrächen, würde es allezeit wieder auftauchen und das wäre nicht gut. Einverstanden?“
Wir sahen uns an. Beide nickten, ich nahm mein Glas. „Auf einen Versuch, wie es keinen vorher gab und keinen mehr geben wird.“ Wir waren uns einig, stießen an, tranken uns zu und lehnten uns entspannt zurück. Nachdem ich nachgefüllt hatte schaute ich mir die zwei Rabauken wieder an. Gespannte Erwartung in ihren Gesichtern.
„Nun, Evelin, an was hast Du eben gedacht, als ich Dich fragte.“ Wieder zog sich leichte Röte übe ihre Wangen, sogar hinunter bis in ihren Ausschnitt. Sie strich sich, etwas selbstsicherer durch die langen Haare. So locker, sah sie wirklich zum Anbeißen hübsch aus. „Ich hatte den Eindruck, dass Du mich ta-xierst, wie ich wohl drunter aussähe.“ Ihr Lächeln wurde noch leichter. „Und?“ „Wenn es mir bislang so passierte, sah ich immer gleich eine dunkle Wolke, der Schock vor dem ersten Mal und habe dann spontan zugemacht. Aber bei Dir eben, fand ich urplötzlich ein Kribbeln im Bauch.“ „Will sagen …?“ Ich ließ nicht locker. „Ich will ja dieses unnütze Häutchen loswerden, wenn es denn nicht an so einer prominenten Stelle säße, traue mich aber nicht. Es sind zu viele Schauermärchen darüber im Umlauf.“
„Gabi, was meinst Du, wie wir es angeben sollten.“ Die Frage überraschte sie etwas, doch dann sah man ihr an, wie sie überlegte. „Du hast doch so eine große Wanne. Wie wäre es, wenn wir mit einem Badefest anfangen würden. Erst mal wird man davon sauber, was zu diesem Anlass wohl richtig ist und zweitens auch nackig.“ Evelin und ich prusteten los. So war sie, meine Gabi. „Finde ich gut, nehmen wir die Gläser mit und die Flasche auch. Evelin, magst Du mit uns baden?“
„Schlimmer als Badengehen kann es nicht werden.“

Fortsetzung folgt





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