Mutige Forscher
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Feierabend-Mitglied
Samstag 23.01.2021, 17:24
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Eine Höhle, die innen warm und feucht ist, in der es wundervoll duftet. Deren Wände vibrieren können und Säfte ausschütten, die nicht nur wunderbar schmecken, sondern auch dafür sorgen, dass die Eindringlinge an den Wänden entlang immer tiefer rutschen.
Die Eindringlinge sind eine Handvoll Forscher, die in unwegsamem Gelände eine neue Höhle mit ihren Nebenhöhlen erkunden sollen.
Dabei geht es um das Aussehen und die Beschaffenheit dieser unterirdischen Gänge und des Umlandes. Und das erlebten die mutigen Höhlenforscher.
Sie standen am Rande des Bergmassives. Hatten schon eine Eingangsspalte gesehen. Die war aber noch mit dichtem Gebüsch umgeben. Am oberen Ende konnten sie einen spitzen Felsvorsprung sehen, der offenbar etwas beweglich schien.
Der Eingang selbst bestand aus doppelwandigen , leicht abgerundeten Wänden, die mit weichem Fell- oder Haar ähnlichem Material überzogen war. Nachdem sie die Eingangsöffnung von dem versperrenden Buschwerk befreit hatten, konnten sie ganz langsam ins Innere vordringen.
Langsam deshalb, weil der Eingang viel enger war, als es dem ersten Augenschein nach aussah. Sie berühren die Wände und quetschen sich durch. Stellen fest, das hier alles feucht und leicht glitschig ist.
Rechts und links gehen kleinere Gänge ab, aus denen Gewisper kommt und ein Rauschen. Es hört sich an als riefe Jemand leise: Kommt hier rein, wir warten auf euch. Zu sehen ist kaum etwas.
Undeutlich sind Umrisse zu erkennen.
Sie klettern in die Höhle, immer an den Wänden entlang.
Da ist ja auch der Felsvorsprung, der wie ein kleiner Nippel aussieht. Eine abgerundete Spitze, die ein bisschen auf und nieder wippt.
Einer kommt an diesen Nippel, streicht darüber. Plötzlich geht ein Zittern durch den Höhlengang und seltsame Laute sind zu hören. Wie Stöhnen und Schreien, die aber hier unten als sehr freundlich zu empfinden waren.
Als wollte jemand sagen, mehr, ...mehr, ...mehr, ...mach weiter, immer weiter, es macht Spaß. Es kitzelt und kribbelt überall, mach weiter. Und die kleinen Zwerge machten weiter.
Sie liefen vor und zurück, immer wieder, klammerten sich an den süßen Nippel, denn es war so glatt und rutschig, dass sie kaum stehen konnten.
Einer sah zufällig nach oben, am Anfang der Spalte. Da war ein noch größerer Felsvorsprung zu sehen. Er war beweglicher und konnte größer oder kleiner werden. Sie hatten ihn am Anfang ihrer Entdeckungsreise nicht sehen können, weil er sich zusammen gezogen hatte und somit nicht zu bemerken war.
Als sie diese Krabbelbergspitze bestiegen, ging ein Beben durch die ganze Höhle, noch schlimmer als beim anderen Geländenippel. Das ging ein paar Mal so weiter.
Plötzlich geschah etwas seltsames.
War am Höhleneingang bisher noch etwas Licht, wurde es jetzt zunehmend dunkler. Denn etwas versperrte den Eingang. Die Forschermännchen hatten aber keine Angst, waren nur neugierig, was nun passiert. Irgend jemand oder etwas wollte auch hier herein. Dabei drückte es die Eingangsspalte leicht auseinander. Dabei ertönten draußen allerlei freudige Töne und ein Zucken aller Wände und des Bodens war zu spüren.
Etwas großes Rundes mit einem Loch in der Mitte rutschte jetzt langsam in die Höhle. Das Loch in der Mitte dieses großen Körpers stellte sich als Kanal heraus, der darin verschwand. Das Zittern und Stöhnen zwischen den Höhlenwänden wurde immer stärker.
Und jetzt setzte sich dieses Ding langsam in Bewegung. Jetzt konnten die Forscher sehen , daß dieses Ding die Form einer großen dicken Keule hatte.
Trotzdem die groß und dick war, zuckte sie in dem nassen glitschigen Höhlengang, aber immer tiefer, so das die Forscher auch weiter ins Innere gedrängt wurden.
Im Schein ihrer Lampen konnten die forschen Forscher sehen, dass die große Keule doch anders aussah, als der erste Eindruck war.
Diese Keule sah mehr wie ein übergroßer Lutscher aus . Wie ein Lolli.
Ein großer dicker rötlicher Kopf, der vorn ein Kanalloch hat geht über in einen nicht ganz so dicken Stamm.
War der Kopf dick, rötlich und mit ziemlich glatter Oberfläche, war der Stamm nicht ganz so dick, dafür aber bedeutend länger und mit einer stark gemusterten Oberfläche versehen. Große Kraft und Stabilität verheißend.
Dieses Ding war außerdem nicht starr und unbeweglich, sonder flexibel beweglich.
Die äußere Hülle konnte sich vor und zurück bewegen und dabei auch den Kopf des Lollis bedecken. Das sahen die Forscher, als der Lolli langsam immer tiefer rutschte und die Forscher somit weiter in die Tiefe der Höhle drückten.
Einen Moment stand der Lolli still. Nur die Wände der Höhle zitterten leicht und es waren allerlei angenehme Geräusche zu vernehmen.
Die Forscher klammerten sich an die Wände , weil sie glaubten , am Ende der Höhle zu sein . Sie fanden immer noch kaum Halt, denn unaufhörlich kamen Ströme Flüssigkeiten, die rundherum alles glatt und schmierig machten aus dem Untergrund auf sie zu. Die machten es zudem der dicken Keule leichter, weiter in das Innere der Höhle vorzudringen. Das passierte ja auch immer wieder.
Der Lolli zog sich wieder langsam zurück bis an den Höhleneingang.. Da machte er aber keine Pause, sondern kam gleich wieder in die Tiefe. Den Beteiligten musste das alles großen Spaß machen, denn das Schreien und Stöhnen , das von draußen kam , wurde immer stärker. Auch in den Gängen der Höhle wurde es immer lauter aber nicht unangenehmer.
So fuhr die dicke Keule mit dem glatten Kopf und dem stark gemusterten Stamm erst langsam rein und raus in dem Höhlengang. Und dann immer schneller.
Dabei musste außerdem irgendwo ein Erdbeben stattfinden, das alle Beteiligten durcheinander schüttelte.
Es gab kein Halten mehr und keine Ruhe. Überall war Bewegung,