Teil3
Von
Petra21
Freitag 11.07.2025, 09:45
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Von
Petra21
Freitag 11.07.2025, 09:45
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Der nächste Tag begann seltsam ruhig. Ich hatte kaum geschlafen. Ihr Geständnis hallte in mir nach – und doch war da kein Ärger. Keine Enttäuschung. Nur Fragen. Und das Gefühl ihrer Lippen, ihres Körpers, ihres Herzens, das letzte Nacht ganz bei mir gewesen war.
Am Vormittag begegnete ich ihr kurz im Flur. Sie trug einen anderen Ausdruck – nicht verschlossen, aber nachdenklich. Kein Lächeln, aber auch kein Rückzug. Nur ein leises „Später “, als sie an mir vorbeiging.
Ich wartete.
Am späten Nachmittag kam sie zu mir. Wieder klopfte sie, aber diesmal trat sie gleich ein.
„Ich hab mit Volker gesprochen “, sagte sie leise.
Ich setzte mich auf die Bettkante, sie blieb stehen – ein Hauch Anspannung in ihrer Haltung.
„Ich hab ’s ihm gesagt. Alles. Dass es dich gibt. Dass da zwischen uns etwas war. Ist. “
Ich nickte langsam, tastete mich vorsichtig vor. „Und? Wie hat er reagiert? “
Sie seufzte, setzte sich zu mir. Dann sah sie mich an – nicht schuldbewusst, sondern ehrlich, offen.
„Er war still. Sehr still. Und dann hat er … gelächelt. Ein trauriges, warmes Lächeln. Und weißt du, was er gesagt hat? “
Ich schüttelte den Kopf.
„ ‚Endlich. ‘ “
Sie hielt kurz inne, dann fuhr sie fort:
„Er hat gesagt, er habe es gespürt. Dass ich mich verändere. Dass ich aufblühe. Und dass er nie gedacht hätte, dass er sich einmal darüber freuen würde, wenn ein anderer Mann mich … so ansieht. “
Ich schluckte. Was sie sagte, war schwer zu fassen.
„Dann fragte er, ob er dich kennenlernen dürfe. Und ob er dabei sein dürfe. “
Ich blinzelte. „Dabei sein? “
Petra sah mich ruhig an, aber ihre Stimme war nun fast ein Hauch:
„Er will … sehen, wie du mich liebst. Er will nicht dazwischengehen. Nur … spüren, dass ich wieder lebendig bin. Er sagt, das sei sein letzter Liebesdienst an mich. “
Stille.
Ein seltsamer Moment. Und doch kein kalter. Kein Verrat. Eher etwas Mutiges, Ungewöhnliches, Intimes auf eine ganz andere Art.
„Und du? “, fragte ich.
Petra legte ihre Hand auf meinen Oberschenkel. Warm. Ruhig.
„Ich vertraue dir. Ich vertraue ihm. Und ich will es – mit dir. Noch einmal. Und diesmal ohne Zurückhalten. “
Sie beugte sich vor, küsste mich zart auf den Mund. Dann flüsterte sie:
„Heute Abend. In meinem Zimmer. Du. Ich. Und Volker – nur als Schatten am Rand. Wenn du willst.