Der Blick zum Himmel, alt und weise,
beschreibt der Sonne Jahresreise,
doch zeichnet er ein falsches Bild,
das nur der Sehnsucht Sehnen stillt.
Die Erde steht im Zentrum starr,
wie es vor tausend Jahren war.
Man teilt die Bahn in zwölf Quadranten,
die schon die Babylonier kannten.
Doch zieht die Sonne ihre Bahn
ganz anders als im Sternenwahn.
Der Kreisel unsres Heimatballs
verschiebt den Fixpunkt des Alls.
Präzession nennt sich die Kraft,
die Raum im Tierkreis munter schafft.
Wo einst der Widder feurig stand,
regiert nun längst ein andres Land.
Die Zeichen sind nur sture Maße,
sie fehlen auf der Himmelsstraße.
Das echte Bild ist längst verzerrt,
weil sich die Zeit dem Stillstand wehrt.
Der Himmel wandert, unberührt,
während der Mensch im Glauben irrt.
So sucht der Mensch im Sternenzelt
ein Spiegelbild für seine Welt,
liest Schicksal aus dem alten Schein –
und fällt auf eine Täuschung rein.
Zwei Brücken schlagen sich durchs Dunkel der Zeit,
vom Menschen gebaut in die Unendlichkeit.
Sie suchen im Chaos der Welten nach Sinn,
und geben sich tröstenden Mustern hin.
Ob oben ein Gott auf dem Throne regiert,
ob uns ein Planet durch das Schicksal führt:
Es ist derselbe, uralte Drang,
der Ordnung sucht im Weltengeklang.
Zwei Brücken schlagen sich durchs Dunkel der Zeit,
vom Menschen gebaut in die Unendlichkeit.
Sie suchen im Chaos der Welten nach Sinn,
und geben sich tröstenden Mustern hin.
Ob oben ein Gott auf dem Throne regiert,
ob uns ein Planet durch das Schicksal führt:
Es ist derselbe, uralte Drang,
der Ordnung sucht im Weltengeklang.
Man sucht nach Zeichen, nach Führung und Macht,
im Wort einer Schrift oder tief in der Nacht.
Beide versprechen, dass niemand hier bleibt,
der einsam und sinnlos im Vakuum treibt.
Der Glaube versetzt oft Berge und Land,
die Astrologie hält die suchende Hand.
Sie fordern kein Wissen, kein Messen, kein Licht –
sie leben vom Glauben, der Zweifel zerbricht.
So weben sie Netze aus Hoffnung und Schein,
um nicht in der Weite verloren zu sein.
Am Ende bleibt beides ein menschlicher Traum:
Ein Anker aus Sinn im unendlichen Raum.
Der Blick zum Himmel, alt und weise,
beschreibt der Sonne Jahresreise,
doch zeichnet er ein falsches Bild,
das nur der Sehnsucht Sehnen stillt.
Die Erde steht im Zentrum starr,
wie es vor tausend Jahren war.
Man teilt die Bahn in zwölf Quadranten,
die schon die Babylonier kannten.
Doch zieht die Sonne ihre Bahn
ganz anders als im Sternenwahn.
Der Kreisel unsres Heimatballs
verschiebt den Fixpunkt des Alls.
Präzession nennt sich die Kraft,
die Raum im Tierkreis munter schafft.
Wo einst der Widder feurig stand,
regiert nun längst ein andres Land.
Die Zeichen sind nur sture Maße,
sie fehlen auf der Himmelsstraße.
Das echte Bild ist längst verzerrt,
weil sich die Zeit dem Stillstand wehrt.
Der Himmel wandert, unberührt,
während der Mensch im Glauben irrt.
So sucht der Mensch im Sternenzelt
ein Spiegelbild für seine Welt,
liest Schicksal aus dem alten Schein –
und fällt auf eine Täuschung rein.
Zwei Brücken schlagen sich durchs Dunkel der Zeit,
vom Menschen gebaut in die Unendlichkeit.
Sie suchen im Chaos der Welten nach Sinn,
und geben sich tröstenden Mustern hin.
Ob oben ein Gott auf dem Throne regiert,
ob uns ein Planet durch das Schicksal führt:
Es ist derselbe, uralte Drang,
der Ordnung sucht im Weltengeklang.
Zwei Brücken schlagen sich durchs Dunkel der Zeit,
vom Menschen gebaut in die Unendlichkeit.
Sie suchen im Chaos der Welten nach Sinn,
und geben sich tröstenden Mustern hin.
Ob oben ein Gott auf dem Throne regiert,
ob uns ein Planet durch das Schicksal führt:
Es ist derselbe, uralte Drang,
der Ordnung sucht im Weltengeklang.
Man sucht nach Zeichen, nach Führung und Macht,
im Wort einer Schrift oder tief in der Nacht.
Beide versprechen, dass niemand hier bleibt,
der einsam und sinnlos im Vakuum treibt.
Der Glaube versetzt oft Berge und Land,
die Astrologie hält die suchende Hand.
Sie fordern kein Wissen, kein Messen, kein Licht –
sie leben vom Glauben, der Zweifel zerbricht.
So weben sie Netze aus Hoffnung und Schein,
um nicht in der Weite verloren zu sein.
Am Ende bleibt beides ein menschlicher Traum:
Ein Anker aus Sinn im unendlichen Raum.
©️F.R.K.