»Auf der Tagesordnung des G7-Gipfels im französischen Évian standen am Dienstag zunächst die Kriege, die die »demokratischen Industriestaaten« gerade führen, am Mittwoch widmeten sie sich Wirtschaftsproblemen. Das entspricht ihrer Rolle in der Welt: Der Anteil der G7 an der globalen Wirtschaftsleistung liegt nominell bei etwa 44 Prozent, ist aber kaufkraftbereinigt auf weniger als 30 Prozent gesunken (lag im Jahr 2000 bei mehr als 60 Prozent), ihr Anteil an der Weltbevölkerung auf weniger als zehn Prozent (1980 etwa 14 Prozent). Zum Vergleich: Die BRICS-Staaten erwirtschafteten 2000 etwa acht Prozent des nominalen globalen BIP, heute etwa 30 Prozent, kaufkraftbereinigt rund 40 Prozent. Ihr Anteil an der Weltbevölkerung liegt mit knapp vier Milliarden Menschen bei 48 Prozent. Die Tendenzen setzen sich fort, was besagt: Die G7 können die Menschheit noch mit Krieg, Hunger, Verweigerung von Medikamenten und anderen von westlichen Werten gesteuerten Plagen überziehen, wirtschaftlich steigen sie ab. Diesen Stand der Dinge bildete das Treffen in Évian ab........«
Dieses Treffen hatte schon etwas den Geschmack eines Stammtisch des Vereins zur Erhaltung der Tradition.
Das hat auch was von Konserve, keine frische Luft ranlassen, Konserve gleich konservativ.
Aber die Welt dreht sich weiter und man hat nicht verhindern können, dass aus den ehemaligen Entwicklungsländern starke Konkurrenten wurden. Bei denen werden wir nicht mehr unsere Überproduktionen los um das Lebenselixier des Kapitalismus zu erzeugen - das ewige Wachstum.
So wurde aus dem Stammtisch der Ehemaligen eine Huldigungsmesse für Trump mit der Zusage, für das Wachstum der USA zu sorgen.
Zusammen mit den USA bleiben ihnen nur noch Drohungen, Bomben und Sanktionen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach am zweiten Gipfeltag von »einer wirklich großen transatlantischen und europäischen Einigkeit«. Also die totale Unterwerfung. Oder steht Merz damit alleine? Kapiert er immer noch nichts in seiner transatlantischen Nibelungentreue?
Denn der US-Präsident forderte Russland dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren: »Russland sollte sich auf einen Deal einlassen.«
Aber eine konkrete Zusage, dass die Europäer bei einer neuen Verhandlungsrunde mit am Tisch sitzen, gab es nicht.
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»Auf der Tagesordnung des G7-Gipfels im französischen Évian standen am Dienstag zunächst die Kriege, die die »demokratischen Industriestaaten« gerade führen, am Mittwoch widmeten sie sich Wirtschaftsproblemen. Das entspricht ihrer Rolle in der Welt: Der Anteil der G7 an der globalen Wirtschaftsleistung liegt nominell bei etwa 44 Prozent, ist aber kaufkraftbereinigt auf weniger als 30 Prozent gesunken (lag im Jahr 2000 bei mehr als 60 Prozent), ihr Anteil an der Weltbevölkerung auf weniger als zehn Prozent (1980 etwa 14 Prozent). Zum Vergleich: Die BRICS-Staaten erwirtschafteten 2000 etwa acht Prozent des nominalen globalen BIP, heute etwa 30 Prozent, kaufkraftbereinigt rund 40 Prozent. Ihr Anteil an der Weltbevölkerung liegt mit knapp vier Milliarden Menschen bei 48 Prozent. Die Tendenzen setzen sich fort, was besagt: Die G7 können die Menschheit noch mit Krieg, Hunger, Verweigerung von Medikamenten und anderen von westlichen Werten gesteuerten Plagen überziehen, wirtschaftlich steigen sie ab. Diesen Stand der Dinge bildete das Treffen in Évian ab........«
Dieses Treffen hatte schon etwas den Geschmack eines Stammtisch des Vereins zur Erhaltung der Tradition.
Das hat auch was von Konserve, keine frische Luft ranlassen, Konserve gleich konservativ.
Aber die Welt dreht sich weiter und man hat nicht verhindern können, dass aus den ehemaligen Entwicklungsländern starke Konkurrenten wurden. Bei denen werden wir nicht mehr unsere Überproduktionen los um das Lebenselixier des Kapitalismus zu erzeugen - das ewige Wachstum.
So wurde aus dem Stammtisch der Ehemaligen eine Huldigungsmesse für Trump mit der Zusage, für das Wachstum der USA zu sorgen.
Zusammen mit den USA bleiben ihnen nur noch Drohungen, Bomben und Sanktionen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach am zweiten Gipfeltag von »einer wirklich großen transatlantischen und europäischen Einigkeit«. Also die totale Unterwerfung. Oder steht Merz damit alleine? Kapiert er immer noch nichts in seiner transatlantischen Nibelungentreue?
Denn der US-Präsident forderte Russland dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren: »Russland sollte sich auf einen Deal einlassen.«
Aber eine konkrete Zusage, dass die Europäer bei einer neuen Verhandlungsrunde mit am Tisch sitzen, gab es nicht.
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