»Trump is doing Trump things, die globale Öffentlichkeit schaut zu, inzwischen ermattet. Aber manche Handlung des US-Präsidenten ist dann doch noch für einen Aufreger gut, weil sie Folgen für Raum (Welt) und Zeit (Zukunft) haben könnte. Die Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa Cook ist so eine. Die Maßnahme gilt als beispiellos, und die damit einhergehende staatsrechtliche Unklarheit über ihre Zulässigkeit könnte einen Präzedenzfall schaffen und Gerichte beschäftigen. Dass aber Trump als Präsident tut, was noch keiner seiner Amtsvorgänger getan hat, erhellt wohl kaum die Schwere der Tat. Und das Ziel seiner Attacke – Frau, schwarz, vom Vorgänger Biden eingesetzt – mag vielleicht den erwiesenermaßen misogynen, höchstwahrscheinlich rassistischen und unbestritten rachsüchtigen Charakter des Mannes im Weißen Haus unterstreichen, aber sicher nicht sein Motiv erklären.
Näher an die Wahrheit gelangt, wer den Angriff auf das Personal der Federal Reserve als Teil umfassender Umbauten der Staatsapparate betrachtet, die nach dem Drehbuch der Agenda »Project 2025« erfolgen und die allesamt der Absicht dienen, die exekutiven Vollmachten zu stärken. Aber auch ein solcher Bonapartismus als inzwischen wahrscheinliches Ergebnis dieser Bemühungen, bliebe eine leere Bestimmung, wenn erweiterte politische Macht nicht bloßer Selbstzweck sein soll.«
Trumps Amtszeit ist nur auf eins ausgerichtet: Was bringt es mir.
Da ist es nur verständlich, dass er auch bei der US-Notenbank entscheidend eingreifen will.
Was er dann anrichten könnte begreift er nicht. Irgendjemand wird er dann schon die Schuld geben. Den Satz "Leben und leben lassen" legt er verächtlich als Schwäche aus.
Das könnte eines Tages weh tun.
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»Trump is doing Trump things, die globale Öffentlichkeit schaut zu, inzwischen ermattet. Aber manche Handlung des US-Präsidenten ist dann doch noch für einen Aufreger gut, weil sie Folgen für Raum (Welt) und Zeit (Zukunft) haben könnte. Die Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa Cook ist so eine. Die Maßnahme gilt als beispiellos, und die damit einhergehende staatsrechtliche Unklarheit über ihre Zulässigkeit könnte einen Präzedenzfall schaffen und Gerichte beschäftigen. Dass aber Trump als Präsident tut, was noch keiner seiner Amtsvorgänger getan hat, erhellt wohl kaum die Schwere der Tat. Und das Ziel seiner Attacke – Frau, schwarz, vom Vorgänger Biden eingesetzt – mag vielleicht den erwiesenermaßen misogynen, höchstwahrscheinlich rassistischen und unbestritten rachsüchtigen Charakter des Mannes im Weißen Haus unterstreichen, aber sicher nicht sein Motiv erklären.
Näher an die Wahrheit gelangt, wer den Angriff auf das Personal der Federal Reserve als Teil umfassender Umbauten der Staatsapparate betrachtet, die nach dem Drehbuch der Agenda »Project 2025« erfolgen und die allesamt der Absicht dienen, die exekutiven Vollmachten zu stärken. Aber auch ein solcher Bonapartismus als inzwischen wahrscheinliches Ergebnis dieser Bemühungen, bliebe eine leere Bestimmung, wenn erweiterte politische Macht nicht bloßer Selbstzweck sein soll.«
Trumps Amtszeit ist nur auf eins ausgerichtet: Was bringt es mir.
Da ist es nur verständlich, dass er auch bei der US-Notenbank entscheidend eingreifen will.
Was er dann anrichten könnte begreift er nicht. Irgendjemand wird er dann schon die Schuld geben. Den Satz "Leben und leben lassen" legt er verächtlich als Schwäche aus.
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