»Bisher wuchs die AfD mit ihren Aufgaben. Deren wichtigste: Nie über den Kapitalismus als Ursache für Verrottung ganzer Regionen, Armut oder gar Krieg reden und die wachsende Unzufriedenheit mit sozialer Demagogie – die Migranten sind’s – dämpfen. Die nationalsozialen deutschen Konservativen und Nationalliberalen haben das seit dem 19. Jahrhundert vorgemacht. Der Köhlerglaube, dass an allem Zuwanderer schuld sind, wird seitdem immer wieder zu deutscher Massenideologie gemacht. Darauf konnte die AfD als Ausgründung aus CDU und CSU aufbauen. Zu ihrem Personal gehörten flugs die frustrierten Neonazis, denen in der parlamentarischen Demokratie alles zu langsam geht und das Totschlagen von Migranten oder Antifaschisten eine Kleinigkeit ist. Wozu hat der Verfassungsschutz sonst NPD und NSU aufgebaut?
Nun wächst die AfD aber nicht mehr so schnell wie bisher. Der AfD-Spitzenkandidat bei den Baden-Württemberg-Wahlen, Markus Frohnmaier, wollte im Schlafwagen zu mehr als 20 Prozent der Stimmen kommen und reiste vorm Wahltag nicht mehr nach Russland, sondern in die USA. Ein Bekenntnis. Schließlich haben J. D. Vance der Alice Weidel persönlich und Marco Rubio dem ganzen christlich-weißen Kolonialimperium eine glänzende Zukunft bei der Beseitigung gottloser kommunistischer Revolutionen und antikolonialer Aufstände aufgetan. Nur 18 Prozent für die AfD im Stuttgarter Landtag gelten da als Rückschlag. Bei den Kommunalwahlen in Hessen jubelte die AfD offenbar auch zu früh und wird nicht stärkste Partei in einigen Kommunen. Am Dienstag behauptete RTL/N-TV auch noch, die AfD schwächele bundesweit.
Bei solch Personalversagen, muss der Chef ran. CSU-Mitglied, Milchmilliardär und AfD-Sympathisant Theo Müller wies am Montag per Bild an: Özdemir darf in Stuttgart nicht Regierungschef werden, die CDU solle sich nicht »kleinmachen«, sondern irgendwas Großes mit der AfD. Auch der geneigte Großbourgeois hat die Nase voll und will endlich AfD-Minister sehen. Das Kundenmelken muss besser abgesichert werden – die wahre AfD-Aufgabe.«
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
Die Stimmen werden lauter, andere werden leiser.
Die Rufe nach einer Koalition mit der AfD werden lauter, die Hetze von Söder gegen die Grünen werden leiser. Könnte auch daran liegen, dass die SPD sich mehr Richtung unten als nach oben bewegt.
Und dass dem Milchmann eine asoziale Partei wie die AfD lieber ist als die immer noch als Sozen verspotteten SPD und Grüne, das leuchtet auch ein.
»Bisher wuchs die AfD mit ihren Aufgaben. Deren wichtigste: Nie über den Kapitalismus als Ursache für Verrottung ganzer Regionen, Armut oder gar Krieg reden und die wachsende Unzufriedenheit mit sozialer Demagogie – die Migranten sind’s – dämpfen. Die nationalsozialen deutschen Konservativen und Nationalliberalen haben das seit dem 19. Jahrhundert vorgemacht. Der Köhlerglaube, dass an allem Zuwanderer schuld sind, wird seitdem immer wieder zu deutscher Massenideologie gemacht. Darauf konnte die AfD als Ausgründung aus CDU und CSU aufbauen. Zu ihrem Personal gehörten flugs die frustrierten Neonazis, denen in der parlamentarischen Demokratie alles zu langsam geht und das Totschlagen von Migranten oder Antifaschisten eine Kleinigkeit ist. Wozu hat der Verfassungsschutz sonst NPD und NSU aufgebaut?
Nun wächst die AfD aber nicht mehr so schnell wie bisher. Der AfD-Spitzenkandidat bei den Baden-Württemberg-Wahlen, Markus Frohnmaier, wollte im Schlafwagen zu mehr als 20 Prozent der Stimmen kommen und reiste vorm Wahltag nicht mehr nach Russland, sondern in die USA. Ein Bekenntnis. Schließlich haben J. D. Vance der Alice Weidel persönlich und Marco Rubio dem ganzen christlich-weißen Kolonialimperium eine glänzende Zukunft bei der Beseitigung gottloser kommunistischer Revolutionen und antikolonialer Aufstände aufgetan. Nur 18 Prozent für die AfD im Stuttgarter Landtag gelten da als Rückschlag. Bei den Kommunalwahlen in Hessen jubelte die AfD offenbar auch zu früh und wird nicht stärkste Partei in einigen Kommunen. Am Dienstag behauptete RTL/N-TV auch noch, die AfD schwächele bundesweit.
Bei solch Personalversagen, muss der Chef ran. CSU-Mitglied, Milchmilliardär und AfD-Sympathisant Theo Müller wies am Montag per Bild an: Özdemir darf in Stuttgart nicht Regierungschef werden, die CDU solle sich nicht »kleinmachen«, sondern irgendwas Großes mit der AfD. Auch der geneigte Großbourgeois hat die Nase voll und will endlich AfD-Minister sehen. Das Kundenmelken muss besser abgesichert werden – die wahre AfD-Aufgabe.«
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
einverstanden
Die Stimmen werden lauter, andere werden leiser.
Die Rufe nach einer Koalition mit der AfD werden lauter, die Hetze von Söder gegen die Grünen werden leiser. Könnte auch daran liegen, dass die SPD sich mehr Richtung unten als nach oben bewegt.
Und dass dem Milchmann eine asoziale Partei wie die AfD lieber ist als die immer noch als Sozen verspotteten SPD und Grüne, das leuchtet auch ein.