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Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich

Von Novelle Freitag 03.07.2026, 09:46 – geändert Freitag 03.07.2026, 16:51


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Maybrit Illner stellt wenigstens eine wichtige Frage:

"Wer oder was wird hier eigentlich entlastet?"

Aus dem "Hamburger Abendblatt" hier ein paar Textauszüge:
Kommen noch, bitte kurze Geduld!
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"Damit gibt er erstmals zu, was Beobachter ohnehin immer kritisiert hatten: Die mangelnde Erfahrung im Kanzleramt behindert die Zusammenarbeit in der Koalition. Denn die Vorbereitung der Koalitionsausschüsse ist klare Aufgabe des Kanzleramts. Dass diese zuvor offenbar nicht gut vorbereitet waren, hat die Regierung Zeit gekostet. Doch immerhin scheint es eine Lernkurve zu geben und die Koalition hat diesmal Ergebnisse präsentiert. Nach dem ersten Viertel der Sendung - also quasi nach der ersten „Trinkpause“ - geht es auch endlich ans Eingemachte. "

"34 Punkte umfasst das Reformpaket der großen Koalition, das vor dem Kanzleramt vorgestellt wurde. Es gäbe also diesmal wirklich viel Inhaltliches, über das man mit dem Kanzler reden könnte. Doch Maybrit Illner stellt an ihren Kronzeugen und Studio-Gast Friedrich Merz zuerst nur Fragen zu seinen Umfragewerten oder Streitigkeiten in der Koalition.

Die Moderatorin verschwendet damit wertvolle Zeit – ganze 15 Minuten –, die sie eigentlich hätte nutzen sollen, um die Vorschläge der Koalition inhaltlich zu hinterfragen. Das einzig Interessante, was dabei herauskommt, ist Merz‘ Eingeständnis: „Der Koalitionsausschuss war besser vorbereitet als beim letzten Mal.“

"Zuerst geht es um die Einkommensteuerreform, die die Bundesregierung als Entlastung verkaufen will. So soll eine berufstätige Familie mit zwei Kindern und einem zu versteuernden Gesamteinkommen von 60.000 Euro gegenüber heute um mehr als 600 Euro jährlich entlastet werden. Den Bundeshaushalt kostet das 10 Milliarden Euro – etwa 1 Prozent seines Volumens. Illner fragt: „1 Prozent von 100, das könnte auch ein schlechter Scherz sein.“

Merz wiegelt das ab und bezeichnet das trotzdem als „echte Entlastung“, schwenkt dann aber um und spricht zuerst von „Entlastungen“ für Unternehmen und dann von „Entlastungen“ für den Staatshaushalt. Und so ist auf einmal die Reform der Krankenversicherung, die die Versicherten stärker belasten wird, eine „Entlastung“ und zwar für die Sozialsysteme. "

Wenn Sie nach so viel „Entlastung“ etwas „Entlastung“ brauchen, dann geht es Ihnen wohl wie Maybrit Illner, der es nicht gelingt, dem Gespräch Struktur zu geben. Genau das wäre aber ihr Job, damit die Zuschauer sich über die verschiedenen Punkte im Reformpaket eine Meinung bilden können. "

Anmerkung: Merz rechtfertigt den Erhalt des
Dienstwagenprivilegs mit der Krise der Automobilindustrie, die man als Koalition nicht weiter schwächen wolle.
Dazu meine ich nur: Wow

Ja und wer profitiert von den Verschärfungen der Krankschreibungen? Nur die Arbeitgeber.

Ich frage mich, ob Frau Illner bei Ihren Fragen die Hände gebunden waren. (d. h. der Mund verschlossen)

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