Von Novelle
Mittwoch 08.07.2026, 08:19 – geändert Mittwoch 08.07.2026, 08:27
"Wir stärken das Bruttosozialprodukt..."
"Noch bevor sich Thyssenkrupp-Chef Miguel López und TKMS-Chef Oliver Burkhard mitten in der Nacht zum Dienstag in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz äußern, meldet sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu Wort. Merz spricht von einem „großen, strategischen Vorhaben“, das Kanada, Deutschland und auch Norwegen auf Jahrzehnte verbinde. Kurz zuvor hat der kanadische Premierminister Mark Carney verkündet, seine Regierung gebe bis zu zwölf U-Boote in Auftrag, die der deutsche Rüstungskonzern TKMS gemeinsam mit der norwegischen Marine entwickelt hat. Für TKMS ist es der größte U-Boot-Auftrag in der Unternehmensgeschichte.
Am Thyssenkrupp-Konzernsitz in Essen ist die Freude über den Deal mit Kanada groß. Schon seit Monaten haben Manager des Konzerns daran gearbeitet, Mitglieder der kanadischen Regierung von den technologischen Fähigkeiten der deutschen U-Boote zu überzeugen – mit freundlicher Unterstützung der Bundesregierung. Vor wenigen Wochen hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) einmal mehr bei einer Dienstreise nach Kanada für das weitreichende Rüstungsprojekt geworben."
"Mehr als 20 Milliarden Euro für die Auftragsbücher
Im vergangenen Jahr hat der Essener Stahl- und Industriegüterkonzern Thyssenkrupp das maritime Rüstungsgeschäft verselbstständigt und an die Börse gebracht. 51 Prozent der TKMS-Anteile hält nach wie vor die Thyssenkrupp AG, die Deutsch-Spanier Miguel López führt. Bei der gemeinnützigen Krupp-Stiftung liegen etwas mehr als zehn Prozent der TKMS-Anteile. Der 1967 verstorbene Industrielle Alfried Krupp, dessen Vermögen in der Stiftung aufgegangen ist, hatte sich nach seiner Verurteilung als Kriegsverbrecher in Nürnberg noch geschworen, nie wieder Waffen zu produzieren."
Quelle: "Funke Medien, Hamburger Abendblatt übernommen" v. 7.7.26
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"Wir stärken das Bruttosozialprodukt..."
"Noch bevor sich Thyssenkrupp-Chef Miguel López und TKMS-Chef Oliver Burkhard mitten in der Nacht zum Dienstag in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz äußern, meldet sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu Wort. Merz spricht von einem „großen, strategischen Vorhaben“, das Kanada, Deutschland und auch Norwegen auf Jahrzehnte verbinde. Kurz zuvor hat der kanadische Premierminister Mark Carney verkündet, seine Regierung gebe bis zu zwölf U-Boote in Auftrag, die der deutsche Rüstungskonzern TKMS gemeinsam mit der norwegischen Marine entwickelt hat. Für TKMS ist es der größte U-Boot-Auftrag in der Unternehmensgeschichte.
Am Thyssenkrupp-Konzernsitz in Essen ist die Freude über den Deal mit Kanada groß. Schon seit Monaten haben Manager des Konzerns daran gearbeitet, Mitglieder der kanadischen Regierung von den technologischen Fähigkeiten der deutschen U-Boote zu überzeugen – mit freundlicher Unterstützung der Bundesregierung. Vor wenigen Wochen hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) einmal mehr bei einer Dienstreise nach Kanada für das weitreichende Rüstungsprojekt geworben."
"Mehr als 20 Milliarden Euro für die Auftragsbücher
Im vergangenen Jahr hat der Essener Stahl- und Industriegüterkonzern Thyssenkrupp das maritime Rüstungsgeschäft verselbstständigt und an die Börse gebracht. 51 Prozent der TKMS-Anteile hält nach wie vor die Thyssenkrupp AG, die Deutsch-Spanier Miguel López führt. Bei der gemeinnützigen Krupp-Stiftung liegen etwas mehr als zehn Prozent der TKMS-Anteile. Der 1967 verstorbene Industrielle Alfried Krupp, dessen Vermögen in der Stiftung aufgegangen ist, hatte sich nach seiner Verurteilung als Kriegsverbrecher in Nürnberg noch geschworen, nie wieder Waffen zu produzieren."
Quelle: "Funke Medien, Hamburger Abendblatt übernommen" v. 7.7.26
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