Wenigstens war es für die Teilnehmer ein schöner und interessanter Ausflug.
Donald Trump hat den übrigen Teilnehmern gezeigt, was in ihm steckt.
Es heißt, dass Trump auf seinem Stuhl eingeschlafen ist, während um ihn herum die Berater wuselten.
Das gibt wiederum Anlass über seine Geschäftsfähigkeit nachzudenken.
Trumps Iran-Deal empört Republikaner: „Schlimmster Fehler seit Jahrzehnten“
"Donald Trump wollte als Sieger aus einem kurzen Krieg hervorgehen. Jetzt muss er erklären, warum ein Krieg nötig war, wenn sein Ergebnis wie eine schwächere, teurere Version jener Diplomatie aussieht, die er zehn Jahre lang mit Verachtung verhöhnt hat."
Washington.
"Öl-Einnahmen, Raketen-Garantie, Milliardenhilfen: Die Eckpunkte des Abkommens mit Teheran empören nicht nur konservative Falken.
Von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington
18.06.2026, 04:38 Uhr
Die USA und der Iran haben ein Rahmenabkommen unterzeichnet. Laut Vermittler Pakistan öffnet damit nun die Straße von Hormus wieder. Doch es bleiben Fragen offen.
Donald Trump hat den Iran-Krieg per digitaler Unterschrift beendet, bevor er ihn politisch erklären konnte. Am Mittwochabend bestätigte Washington, dass das 14-Punkte-Memorandum mit Teheran, das den Einstieg in einen detaillierten Verhandlungsprozess bahnen soll, von beiden Seiten unterzeichnet ist. Von Erleichterung aber kann in Washington nicht die Rede sein.
Binnen Minuten machte dort ein anderes Wort die Runde: „Kapitulation“. Nicht die des Iran, sondern die des US-Präsidenten, der noch vor Wochen die „bedingungslose Aufgabe“ der Mullah-Regierung verlangt hatte und nun Teheran mit einem Rund-um-sorglos-Paket aus Öl-Einnahmen, milliardenschweren Vermögenswerten, Zeit und Status auf Augenhöhe ausstattet.
In Israel werden zwei Passagen der Absichtserklärung als besonders gefährlich gelesen. Die erste betrifft Libanon: Das Ende der Kämpfe an „allen Fronten“, das de facto ab sofort gilt, verknüpft Hisbollah, Südlibanon und Iran-Deal. Jerusalem wollte diese Arenen trennen. Nun fürchtet man US-Druck, Operationen gegen die Hisbollah einzustellen, bevor deren Infrastruktur beseitigt ist. Trumps massive Schelte gegen Premierminister Netanjahu im G-7-Format hat diese Sorge verschärft.
Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran wollen Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien die Schifffahrt durch die Straße von Hormus absichern. Geplant ist eine rein defensive Mission – mit Minenräumung und Schutz für Handelsschiffe.
Die zweite betrifft den Machtzuwachs Irans. Öl-Ausnahmen greifen sofort, der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wird nur für 60 Tage ausdrücklich gebührenfrei erwähnt, und über die „künftige Verwaltung“ der Meerenge (die der Iran mit dem Oman regeln will) soll weiter gesprochen werden. In Jerusalem gilt das als Präzedenzfall: Iran habe die wichtigste Energieader der Welt als Geisel genommen und werde jetzt dafür belohnt. Eine hochrangige israelische Quelle sagt: „Der Iran ist zu einer Weltmacht aufgestiegen, und Israel ist von der Regionalmacht zum Prügelknaben der Welt geworden.“"
Quelle: Newsletter des "Hamburger Abendblatt" v. 18.6.26
Wenigstens war es für die Teilnehmer ein schöner und interessanter Ausflug.
Donald Trump hat den übrigen Teilnehmern gezeigt, was in ihm steckt.
Es heißt, dass Trump auf seinem Stuhl eingeschlafen ist, während um ihn herum die Berater wuselten.
Das gibt wiederum Anlass über seine Geschäftsfähigkeit nachzudenken.
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Trumps Iran-Deal empört Republikaner: „Schlimmster Fehler seit Jahrzehnten“
"Donald Trump wollte als Sieger aus einem kurzen Krieg hervorgehen. Jetzt muss er erklären, warum ein Krieg nötig war, wenn sein Ergebnis wie eine schwächere, teurere Version jener Diplomatie aussieht, die er zehn Jahre lang mit Verachtung verhöhnt hat."
Washington.
"Öl-Einnahmen, Raketen-Garantie, Milliardenhilfen: Die Eckpunkte des Abkommens mit Teheran empören nicht nur konservative Falken.
Von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington
18.06.2026, 04:38 Uhr
Die USA und der Iran haben ein Rahmenabkommen unterzeichnet. Laut Vermittler Pakistan öffnet damit nun die Straße von Hormus wieder. Doch es bleiben Fragen offen.
Donald Trump hat den Iran-Krieg per digitaler Unterschrift beendet, bevor er ihn politisch erklären konnte. Am Mittwochabend bestätigte Washington, dass das 14-Punkte-Memorandum mit Teheran, das den Einstieg in einen detaillierten Verhandlungsprozess bahnen soll, von beiden Seiten unterzeichnet ist. Von Erleichterung aber kann in Washington nicht die Rede sein.
Binnen Minuten machte dort ein anderes Wort die Runde: „Kapitulation“. Nicht die des Iran, sondern die des US-Präsidenten, der noch vor Wochen die „bedingungslose Aufgabe“ der Mullah-Regierung verlangt hatte und nun Teheran mit einem Rund-um-sorglos-Paket aus Öl-Einnahmen, milliardenschweren Vermögenswerten, Zeit und Status auf Augenhöhe ausstattet.
In Israel werden zwei Passagen der Absichtserklärung als besonders gefährlich gelesen. Die erste betrifft Libanon: Das Ende der Kämpfe an „allen Fronten“, das de facto ab sofort gilt, verknüpft Hisbollah, Südlibanon und Iran-Deal. Jerusalem wollte diese Arenen trennen. Nun fürchtet man US-Druck, Operationen gegen die Hisbollah einzustellen, bevor deren Infrastruktur beseitigt ist. Trumps massive Schelte gegen Premierminister Netanjahu im G-7-Format hat diese Sorge verschärft.
Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran wollen Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien die Schifffahrt durch die Straße von Hormus absichern. Geplant ist eine rein defensive Mission – mit Minenräumung und Schutz für Handelsschiffe.
Die zweite betrifft den Machtzuwachs Irans. Öl-Ausnahmen greifen sofort, der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wird nur für 60 Tage ausdrücklich gebührenfrei erwähnt, und über die „künftige Verwaltung“ der Meerenge (die der Iran mit dem Oman regeln will) soll weiter gesprochen werden. In Jerusalem gilt das als Präzedenzfall: Iran habe die wichtigste Energieader der Welt als Geisel genommen und werde jetzt dafür belohnt. Eine hochrangige israelische Quelle sagt: „Der Iran ist zu einer Weltmacht aufgestiegen, und Israel ist von der Regionalmacht zum Prügelknaben der Welt geworden.“"
Quelle: Newsletter des "Hamburger Abendblatt" v. 18.6.26