Am 5. Juli 1956 wandte sich Bertold Brecht in seinem „offenen Brief an den Deutschen Bundestag Bonn“. Ein flammender Appell gegen Wiederbewaffnung, für die historische Chance eines friedliebenden, vereinten und unabhängigen Deutschlands. Anlass war die von der westdeutschen Adenauer-Regierung für den 21. Juli 1956 vorgesehene Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Die Bundeswehr gab es schon seit November des Vorjahres. Sein Schreiben endete mit den Worten: „ Gegen wen ist der Krieg geplant? Gegen Franzosen? Gegen Polen? Gegen Engländer? Gegen Russen? Oder gegen Deutsche? Wir leben im Atomzeitalter, und 12 Divisionen können einen Krieg nicht gewinnen – wohl aber beginnen. Und wie sollten es bei allgemeiner Wehrpflicht 12 Divisionen bleiben? Wollt ihr wirklich den ersten Schritt tun, den ersten Schritt in den Krieg? Den letzten Schritt, den in das Nichts, werden wir dann alle tun.“
Aber das interessieret den Bundestag nicht und Adenauer war den USA verpflichtet. Ohne die wäre er kein Kanzler geworden und dafür verkaufte er die sowjetische Zone, ganz im Sinne der USA.
Zehn Tage später starb Bertold Brecht. Während seiner drei Tage später erfolgten Beerdigung genau zur gleichen Stunde, betrat in Karlsruhe der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts unter seinem Präsidenten Josef Wintrich den großen Sitzungssaal. Wintrich, zu NS-Zeiten Amtsrichter im bayerischen Ebersberg, bekannt für seine Kooperation mit der NS-Organisation „Lebensborn“ und beteiligt an der Zwangsadoption in Osteuropa geraubter Kinder, sprach kurz nach 9.30 Uhr das Urteil über die Kommunistische Partei Deutschlands. Das ging damals schnell und in Washington war man zufrieden. (RH)
Am 5. Juli 1956 wandte sich Bertold Brecht in seinem „offenen Brief an den Deutschen Bundestag Bonn“. Ein flammender Appell gegen Wiederbewaffnung, für die historische Chance eines friedliebenden, vereinten und unabhängigen Deutschlands. Anlass war die von der westdeutschen Adenauer-Regierung für den 21. Juli 1956 vorgesehene Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Die Bundeswehr gab es schon seit November des Vorjahres. Sein Schreiben endete mit den Worten: „ Gegen wen ist der Krieg geplant? Gegen Franzosen? Gegen Polen? Gegen Engländer? Gegen Russen? Oder gegen Deutsche? Wir leben im Atomzeitalter, und 12 Divisionen können einen Krieg nicht gewinnen – wohl aber beginnen. Und wie sollten es bei allgemeiner Wehrpflicht 12 Divisionen bleiben? Wollt ihr wirklich den ersten Schritt tun, den ersten Schritt in den Krieg? Den letzten Schritt, den in das Nichts, werden wir dann alle tun.“
Aber das interessieret den Bundestag nicht und Adenauer war den USA verpflichtet. Ohne die wäre er kein Kanzler geworden und dafür verkaufte er die sowjetische Zone, ganz im Sinne der USA.
Zehn Tage später starb Bertold Brecht. Während seiner drei Tage später erfolgten Beerdigung genau zur gleichen Stunde, betrat in Karlsruhe der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts unter seinem Präsidenten Josef Wintrich den großen Sitzungssaal. Wintrich, zu NS-Zeiten Amtsrichter im bayerischen Ebersberg, bekannt für seine Kooperation mit der NS-Organisation „Lebensborn“ und beteiligt an der Zwangsadoption in Osteuropa geraubter Kinder, sprach kurz nach 9.30 Uhr das Urteil über die Kommunistische Partei Deutschlands. Das ging damals schnell und in Washington war man zufrieden. (RH)