Morgen sind in Hessen Kommunalwahlen. Da hat sich jemand Gedanken gemacht, dir ich hier mal fast wortgleich übernehme. KM aus O)M möge es mir verzeihen.
Im Januar 2024 wurde das Potsdamer Treffen öffentlich, auf dem das Thema der Remigration erörtert wurde. Groß war die Gegenrede aus den Reihen der AfD, dass das alles doch nicht so gewesen sei und Remigration (Vertreibung) so nie diskutiert worden sei. Mittlerweile verwendet Alice Weidel das Wort Remigration unverhohlen, und im Parteiprogramm der bayerischen AfD findet sich der Plan ebenfalls. Rund ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland könnte von dieser Idee betroffen sein – etwa 20 Millionen Menschen. Darunter auch Menschen wie Miroslav Klose oder Lukas Podolski.
Was würde passieren, wenn eine solche Vertreibung die Bevölkerung tatsächlich so stark reduzieren würde? Weniger Menschen benötigen weniger Geschäfte. Lebensmittelläden und Restaurants würden wegfallen, ebenso Bekleidungsgeschäfte. Es würden weniger Ärzte und Apotheken benötigt. Krankenhäuser würden wegfallen. Kindergärten und Schulen würden ebenfalls geschlossen werden, da einfach weniger davon gebraucht würden. Die Wege würden weiter, und die öffentlichen Verkehrsmittel würden eingeschränkt. Handwerksbetriebe würden in großer Zahl überflüssig werden. Neubauten würden auf absehbare Zeit viel weniger benötigt – es gäbe ja einen Überfluss an Wohnraum.
Natürlich würde sich das Bruttoinlandsprodukt, also die Summe aller Waren und Dienstleistungen, erheblich reduzieren. Der Weg zu 20 Millionen Menschen weniger würde in einer langen Zeit der Rezession münden. Es würde natürlich viel weniger Wohnraum benötigt werden. Der Wert von Immobilien würde sinken. Dem aktuellen Angebot würden deutlich weniger Interessenten gegenüberstehen. Immobilienbesitzern – auch denen mit dem eigenen kleinen Häuschen – drohte eine Überschuldung. Der Kredit aus der Vergangenheit stünde dann einem drastisch gesunkenen Wert des Gebäudes gegenüber. Das erarbeitete Vermögen würde verpuffen. Was im ersten Moment gleich bleibt, ist die Infrastruktur. Straßen, Autobahnen und Brücken bleiben bestehen, und deren Bau oder Instandhaltung müsste nun von deutlich weniger Menschen finanziert werden. Sprich: Der Rest bezahlt mehr.
Die Wasserversorgung genauso wie die Abwasserentsorgung ist für über 80 Millionen Menschen ausgelegt. Auch hier würde der Rest anschließend mehr bezahlen. Ebenso würde ein möglicherweise sinnvoller und notwendiger Rückbau Kosten verursachen, die von den Verbliebenen finanziert werden müssten. Die Kosten für das Gas- und das Stromnetz (Netzentgelte) würden sich auf weniger Menschen verteilen und somit für den Einzelnen steigen. Vielleicht stünden wir auch vor der Notwendigkeit, einzelne Orte oder sogar Städte komplett aufzugeben, weil deren Erhalt – siehe oben – für die verbleibenden Bewohnerinnen und Bewohner einfach nicht mehr bezahlbarwäre.
Ja, die Mieten würden sinken. Ob das jedoch reicht, um alle anderen Mehrkosten abzufedern? Schwer zu sagen. Von der AfD wird argumentiert, wenn alle Ausländer oder diejenigen, die nicht unter deren Begriff des „Bio-Deutschen“ fallen, erst einmal weg wären, werde alles wieder gut. Eine einfache Lösung für alle Probleme. Ganz so einfach könnte es vielleicht doch nicht werden. Den aktuellen Versuch einer einfachen Lösung erleben wir gerade wieder auf erschreckende Weise: ein paar Bomben auf den Iran abwerfen – dann ist das Regime weg, alles gelöst. Dass es nicht ganz so ist, sehen wir täglich in dramatischen Bildern und Berichten. Weite Teile der Erdöl- und Flüssiggasproduktion liegen brach. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind unbekannt und nicht absehbar. Die AfD erzählt uns von einfachen Lösungen. So einfach ist die Welt leider nicht. Ich möchte nicht Teil solcher Experimente sein.
Morgen sind in Hessen Kommunalwahlen. Da hat sich jemand Gedanken gemacht, dir ich hier mal fast wortgleich übernehme. KM aus O)M möge es mir verzeihen.
Im Januar 2024 wurde das Potsdamer Treffen öffentlich, auf dem das Thema der Remigration erörtert wurde. Groß war die Gegenrede aus den Reihen der AfD, dass das alles doch nicht so gewesen sei und Remigration (Vertreibung) so nie diskutiert worden sei. Mittlerweile verwendet Alice Weidel das Wort Remigration unverhohlen, und im Parteiprogramm der bayerischen AfD findet sich der Plan ebenfalls. Rund ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland könnte von dieser Idee betroffen sein – etwa 20 Millionen Menschen. Darunter auch Menschen wie Miroslav Klose oder Lukas Podolski.
Was würde passieren, wenn eine solche Vertreibung die Bevölkerung tatsächlich so stark reduzieren würde? Weniger Menschen benötigen weniger Geschäfte. Lebensmittelläden und Restaurants würden wegfallen, ebenso Bekleidungsgeschäfte. Es würden weniger Ärzte und Apotheken benötigt. Krankenhäuser würden wegfallen. Kindergärten und Schulen würden ebenfalls geschlossen werden, da einfach weniger davon gebraucht würden. Die Wege würden weiter, und die öffentlichen Verkehrsmittel würden eingeschränkt. Handwerksbetriebe würden in großer Zahl überflüssig werden. Neubauten würden auf absehbare Zeit viel weniger benötigt – es gäbe ja einen Überfluss an Wohnraum.
Natürlich würde sich das Bruttoinlandsprodukt, also die Summe aller Waren und Dienstleistungen, erheblich reduzieren. Der Weg zu 20 Millionen Menschen weniger würde in einer langen Zeit der Rezession münden. Es würde natürlich viel weniger Wohnraum benötigt werden. Der Wert von Immobilien würde sinken. Dem aktuellen Angebot würden deutlich weniger Interessenten gegenüberstehen. Immobilienbesitzern – auch denen mit dem eigenen kleinen Häuschen – drohte eine Überschuldung. Der Kredit aus der Vergangenheit stünde dann einem drastisch gesunkenen Wert des Gebäudes gegenüber. Das erarbeitete Vermögen würde verpuffen. Was im ersten Moment gleich bleibt, ist die Infrastruktur. Straßen, Autobahnen und Brücken bleiben bestehen, und deren Bau oder Instandhaltung müsste nun von deutlich weniger Menschen finanziert werden. Sprich: Der Rest bezahlt mehr.
Die Wasserversorgung genauso wie die Abwasserentsorgung ist für über 80 Millionen Menschen ausgelegt. Auch hier würde der Rest anschließend mehr bezahlen. Ebenso würde ein möglicherweise sinnvoller und notwendiger Rückbau Kosten verursachen, die von den Verbliebenen finanziert werden müssten. Die Kosten für das Gas- und das Stromnetz (Netzentgelte) würden sich auf weniger Menschen verteilen und somit für den Einzelnen steigen. Vielleicht stünden wir auch vor der Notwendigkeit, einzelne Orte oder sogar Städte komplett aufzugeben, weil deren Erhalt – siehe oben – für die verbleibenden Bewohnerinnen und Bewohner einfach nicht mehr bezahlbarwäre.
Ja, die Mieten würden sinken. Ob das jedoch reicht, um alle anderen Mehrkosten abzufedern? Schwer zu sagen. Von der AfD wird argumentiert, wenn alle Ausländer oder diejenigen, die nicht unter deren Begriff des „Bio-Deutschen“ fallen, erst einmal weg wären, werde alles wieder gut. Eine einfache Lösung für alle Probleme. Ganz so einfach könnte es vielleicht doch nicht werden. Den aktuellen Versuch einer einfachen Lösung erleben wir gerade wieder auf erschreckende Weise: ein paar Bomben auf den Iran abwerfen – dann ist das Regime weg, alles gelöst. Dass es nicht ganz so ist, sehen wir täglich in dramatischen Bildern und Berichten. Weite Teile der Erdöl- und Flüssiggasproduktion liegen brach. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind unbekannt und nicht absehbar. Die AfD erzählt uns von einfachen Lösungen. So einfach ist die Welt leider nicht. Ich möchte nicht Teil solcher Experimente sein.