Klimaschutz ist in meinen Augen das wichtigste Problem unserer Zeit.
Klimaschutz kostet viel Geld.
Warum nur, wird dieser immer noch vernachlässigt?
Geld für Aufrüstung und Kriegsführung wird bedenkenlos ausgegeben. Das muss wohl gemäß den Entscheidern so sein.
Hier kopiere ich ein paar Textauszüge aus einem Artikel des Chefredakteurs von t-online Florian Harms von heute: 21.8.26:
"Wissenschaftler sagen klipp und klar, was dagegen zu tun ist. Der nachhaltige Umbau von Verkehr, Ernährungswirtschaft, Energieversorgung und Konsum ist zigfach beschrieben, geplant und beschworen worden. Woran es hapert, ist der Wille, den Preis dafür jetzt zu zahlen. Denn Klimaschutz kostet zunächst viel Geld: Er verlangt Investitionen in Netze, Wärmeversorgung, Deiche, Tierhaltung und den Umbau ganzer Industrien. Er erfordert Investitionen, deren Nutzen unsichtbar bleibt: Schäden, die eben nicht eintreten. Eine psychologisch undankbare und daher heikle politische Aufgabe, weil ihr Erfolg darin besteht, dass nichts geschieht.
Doch jede Rechnung, die am Klimaschutz spart, entpuppt sich als Trugschluss. Denn die Alternative ist nicht billiger, sie wird nur später fällig. Jedes verlorene Jahr lässt die Rechnung exponentiell steigen; schon fünf Jahre Zögern verteuern allein die Verkehrswende um 500 Milliarden Euro. Jeder heute gesparte Euro muss übermorgen um ein Vielfaches entrichtet werden, ausgezahlt in steigenden Gesundheitskosten, Lebensmittelpreisen, Überflutungsschutz, Bewässerungsprojekten, Nothilfe. Wer hingegen heute handelt, kann mit klugen Programmen viel bewirken.
Diese Rechnung geht alle etwas an. Die unionsgeführte Bundesregierung sollte aufhören, den nachhaltigen Umbau zu vertagen und im Klein-Klein der Zuständigkeiten zu ersticken. Unternehmen sollten begreifen, dass Emissionen kein Imageproblem, sondern ein Bilanzrisiko sind und Klimaschutz ein lukratives Geschäft sein kann. Und mehr Bürger als bisher sollten Verantwortung übernehmen – beim Heizen, Fahren, Fliegen, Essen, an der Wahlurne. Der bequemste Irrtum unserer Zeit ist der Glaube, das eigene Handeln sei zu klein, um zu zählen. Es ist derselbe Irrtum, mit dem der Konquistador Alonso de Salazar 1526 an den Atollen vorbeisegelte, weil sie ihm zu unbedeutend erschienen.
500 Jahre nach seiner Expedition stellen die Marshall-Inseln eine wertvolle Warnung dar. Ihr Schicksal sollte die Menschheit endlich begreifen lassen, was auf dem Spiel steht. Die "Geschenke Gottes" versinken vor unseren Augen. Es wäre ein historischer Fehler, wenn wir einfach weitersegelten wie bisher."
(Quelle: t-online)
Klimaschutz ist in meinen Augen das wichtigste Problem unserer Zeit.
Klimaschutz kostet viel Geld.
Warum nur, wird dieser immer noch vernachlässigt?
Geld für Aufrüstung und Kriegsführung wird bedenkenlos ausgegeben. Das muss wohl gemäß den Entscheidern so sein.
Hier kopiere ich ein paar Textauszüge aus einem Artikel des Chefredakteurs von t-online Florian Harms von heute: 21.8.26:
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"Wissenschaftler sagen klipp und klar, was dagegen zu tun ist. Der nachhaltige Umbau von Verkehr, Ernährungswirtschaft, Energieversorgung und Konsum ist zigfach beschrieben, geplant und beschworen worden. Woran es hapert, ist der Wille, den Preis dafür jetzt zu zahlen. Denn Klimaschutz kostet zunächst viel Geld: Er verlangt Investitionen in Netze, Wärmeversorgung, Deiche, Tierhaltung und den Umbau ganzer Industrien. Er erfordert Investitionen, deren Nutzen unsichtbar bleibt: Schäden, die eben nicht eintreten. Eine psychologisch undankbare und daher heikle politische Aufgabe, weil ihr Erfolg darin besteht, dass nichts geschieht.
Doch jede Rechnung, die am Klimaschutz spart, entpuppt sich als Trugschluss. Denn die Alternative ist nicht billiger, sie wird nur später fällig. Jedes verlorene Jahr lässt die Rechnung exponentiell steigen; schon fünf Jahre Zögern verteuern allein die Verkehrswende um 500 Milliarden Euro. Jeder heute gesparte Euro muss übermorgen um ein Vielfaches entrichtet werden, ausgezahlt in steigenden Gesundheitskosten, Lebensmittelpreisen, Überflutungsschutz, Bewässerungsprojekten, Nothilfe. Wer hingegen heute handelt, kann mit klugen Programmen viel bewirken.
Diese Rechnung geht alle etwas an. Die unionsgeführte Bundesregierung sollte aufhören, den nachhaltigen Umbau zu vertagen und im Klein-Klein der Zuständigkeiten zu ersticken. Unternehmen sollten begreifen, dass Emissionen kein Imageproblem, sondern ein Bilanzrisiko sind und Klimaschutz ein lukratives Geschäft sein kann. Und mehr Bürger als bisher sollten Verantwortung übernehmen – beim Heizen, Fahren, Fliegen, Essen, an der Wahlurne. Der bequemste Irrtum unserer Zeit ist der Glaube, das eigene Handeln sei zu klein, um zu zählen. Es ist derselbe Irrtum, mit dem der Konquistador Alonso de Salazar 1526 an den Atollen vorbeisegelte, weil sie ihm zu unbedeutend erschienen.
500 Jahre nach seiner Expedition stellen die Marshall-Inseln eine wertvolle Warnung dar. Ihr Schicksal sollte die Menschheit endlich begreifen lassen, was auf dem Spiel steht. Die "Geschenke Gottes" versinken vor unseren Augen. Es wäre ein historischer Fehler, wenn wir einfach weitersegelten wie bisher."
(Quelle: t-online)