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Fachkraft nur auf dem Papier

Von Harvey11 Donnerstag 23.04.2026, 09:22

Westfleisch soll Inder mit falschen Jobzusagen beschäftigt haben – Ermittlungen wegen Lohnbetrug und Menschenhandel

»Wieder ein Skandal in der Fleischindustrie und wieder einmal in Nordrhein-Westfalen. Wie der WDR am Dienstag abend in seinen Sendungen »Aktuelle Stunde« und »Lokalzeit Münsterland« berichtete, soll der Konzern Westfleisch aus Münster in seinem Werk in Hamm vier Arbeiter aus Indien beschäftigt haben, die eine Anwerbeagentur vor Ort gegen eine hohe Gebühr und mit falschen Versprechungen nach Westfalen gelockt hatte. Nur, um bereits nach wenigen Wochen und noch während der Probezeit wieder entlassen zu werden.

Den Betroffenen droht nun die Abschiebung, weil sie nur über ein Visum verfügen, das an eine Arbeitserlaubnis geknüpft ist. In Paragraph 18b des deutschen Aufenthaltsgesetzes steht, dass Fachkräften aus Drittstaaten mit einer akademischen Ausbildung für die Ausübung jeder qualifizierten Beschäftigung eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wird, wenn sie einen Arbeitsvertrag vorlegen können. Tätigkeiten als Helfer sind ausdrücklich ausgeschlossen. Das Visum weist sie jedoch als Fleischer aus, die in Deutschland als Fachkraft gelten. Tatsächlich wurden die Inder von Westfleisch aber wohl nur als Aushilfskräfte am Fließband eingesetzt. Für den dafür üblichen Lohn, der um einiges niedriger ist, als der ihnen bei der Anwerbung versprochene. »Wir können nicht zu unseren Familien zurück«, sagt einer von ihnen gegenüber dem WDR. »Wir haben eine Menge bezahlt. 10.000 Euro! Das ist ein Vermögen in Indien.«

Die vier wurden in ihrer Heimat auf ein Inserat der indischen Agentur Ebrado Dreamz aufmerksam. Sie versprach ihnen einen guten Job, einen anständigen Lohn und eine Unterkunft in Deutschland. Die Vermittlungsgebühr betrug zunächst 4.200 Euro. So steht es jedenfalls im Vertrag, der dem WDR vorliegt. In Wirklichkeit hätten sie aber insgesamt 10.000 Euro zahlen müssen, behaupten die vier Inder. Um die Summe aufzubringen, hätten sie das Haus verpfänden müssen............«


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Der Ruf der Deutschen Schlachthöfe ist nicht der Beste. Miese Arbeitsbedingungen, Tierquälereien und jetzt noch das.
Aber es ist ja bekannt, die "Fleischproduktion" muss billig sein.
Darum müssen die Tiere auch fast bewegungslos ihrem kurzen Leben Chemie futtern. Denn den Deutschen kann man offenbar alles nehmen. Aber sein Schnitzel soll er sich weiterhin leisten können. Darum muss es billig "produziert" werden.

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