Frau von Benken tut sich in ihrer Kolumne v. 2.4.26, veröffentlicht bei "ntv", durch einen "mutigen" Schreibstil hervor. Hier ein Teilauszug:
"Newsflash aus der gemütlichen Beobachterposition: Friedrich Merz hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Ach ja, und warum? Nun: Nach 331 Tagen im Amt sucht er noch immer seine Linie. Demnächst jährt sich sein Dienstantritt als Regierungschef zum ersten Mal - viel Anlass zum Feiern gibt es aber nicht. Im Rausch der Euphorie, haarscharf vor seinem 70. Geburtstag doch noch den Kanzler-Lebenstraum verwirklicht zu haben, blieben einige vollmundig angekündigte Reformen bislang aus. Das macht Wähler unzufrieden und Gegner angriffslustig. Eine ungünstige Kombination.
Ergänzt man die Bewertungs-Skala um die Beobachtung, dass Merz auch auf kommunikativer Ebene noch nicht auf Flughöhe eines global relevanten Strippenziehers angekommen ist, der immerhin der weltweit drittgrößten Wirtschaftsmacht vorsteht, bildet sich ein breit ausbaufähiges Gesamtszenario. Eines, das viel performative und inhaltliche Luft nach oben suggeriert und somit Bedenkenträgern jeder Couleur willkommene Einfallstüren für oftmals wenig konstruktive Kritik öffnet. Dabei wäre es in Zeiten, in denen wir vor so vielen Herausforderungen, notwendigen Richtungsänderungen und internationalen Krisen stehen, wichtig, wenigstens innenpolitisch in möglichst ruhigem Fahrwasser zu operieren. Davon allerdings sind wir in der Merz-Ära bislang weiter entfernt als Jens Spahn von der britischen Thronfolge."
Frau von Benken tut sich in ihrer Kolumne v. 2.4.26, veröffentlicht bei "ntv", durch einen "mutigen" Schreibstil hervor. Hier ein Teilauszug:
"Newsflash aus der gemütlichen Beobachterposition: Friedrich Merz hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Ach ja, und warum? Nun: Nach 331 Tagen im Amt sucht er noch immer seine Linie. Demnächst jährt sich sein Dienstantritt als Regierungschef zum ersten Mal - viel Anlass zum Feiern gibt es aber nicht. Im Rausch der Euphorie, haarscharf vor seinem 70. Geburtstag doch noch den Kanzler-Lebenstraum verwirklicht zu haben, blieben einige vollmundig angekündigte Reformen bislang aus. Das macht Wähler unzufrieden und Gegner angriffslustig. Eine ungünstige Kombination.
Ergänzt man die Bewertungs-Skala um die Beobachtung, dass Merz auch auf kommunikativer Ebene noch nicht auf Flughöhe eines global relevanten Strippenziehers angekommen ist, der immerhin der weltweit drittgrößten Wirtschaftsmacht vorsteht, bildet sich ein breit ausbaufähiges Gesamtszenario. Eines, das viel performative und inhaltliche Luft nach oben suggeriert und somit Bedenkenträgern jeder Couleur willkommene Einfallstüren für oftmals wenig konstruktive Kritik öffnet. Dabei wäre es in Zeiten, in denen wir vor so vielen Herausforderungen, notwendigen Richtungsänderungen und internationalen Krisen stehen, wichtig, wenigstens innenpolitisch in möglichst ruhigem Fahrwasser zu operieren. Davon allerdings sind wir in der Merz-Ära bislang weiter entfernt als Jens Spahn von der britischen Thronfolge."