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Geheimdienst warnt vor Marx und Moritz

Von Harvey11 Donnerstag 04.06.2026, 12:23

Brandenburgs Verfassungsschutz fordert von Schulen Mithilfe bei der Bespitzelung der Schulstreikbewegung gegen die Wehrpflicht

»Sie ist unausrottbar in die Mentalität der Mächtigen eingeschrieben: die Vorstellung, dass niemand – außer jene unter Herrschaft des Feindes – so unzufrieden sein könnte, dass er sich an Massenprotesten gegen die Regierung beteiligt, und dass lediglich die Agitation von »Extremisten« die Menschen auf die Straße treibt. Das ist verknüpft mit dem antikommunistischen Klischee, wonach diese »Extremisten« nur so tun, als ob sie nach einer friedlicheren und gerechteren Gesellschaft strebten, dies aber nur eine Verschleierungstaktik ist, die ihre Verschlagenheit beweist.

Diesem Narrativ folgend warnt das brandenburgische Bildungsministerium Schulen vor einer »fortlaufenden Instrumentalisierung der Kampagne ›Schulstreik gegen Wehrpflicht‹ durch Linksextremisten«. So die Betreffzeile eines jW vorliegenden Schreibens des Verfassungsschutzes an das Ministerium, welches anschließend von diesem an mehrere Dutzend weiterführende Schulen zwischen Elbe und Oder weitergeleitet wurde. Ein Pressesprecher erklärte gegenüber jW dazu, das Ministerium sei »verpflichtet, für die Schulen relevante Hinweise anderer Behörden weiterzugeben«. Schulleitungen müssten »die konkrete Situation vor Ort im Sinne des Schutzes von Kindern und Jugendlichen einschätzen können«. Eine politische Positionierung sei damit nicht verbunden.«


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Wer sich gegen die Kriegsvorbereitung und die Änderung der Wirtschaft auf eine Kriegswirtschaft stellt, der kann nur ein Linksextremist sein.
Denn nur die sind gegen den Krieg und sind darum gefährlich und müssen bekämpft werden.

»Als Beleg für die kommunistische »Unterwanderung« der Bewegung gegen die Wehrpflicht wird ausgerechnet ein Artikel zu deren »Wahrnehmung« durch die CDU-nahe Schüler-Union angeführt.«

Jetzt sollen die Schüler bespitzelt werden und somit sollte es zukünftig sinnlos sein, sich um eine Stelle im Öffentlichen Dienst zu bewerben.
Das könnte am 15. Juni, dem neu geschaffenen Heldengedenktag Ärger geben. Denn das Streikbündnis will sich nicht einschüchtern lassen.

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