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Im Griff der Rüstungsindustrie

Von Harvey11 Freitag 12.06.2026, 11:09

Kollegialer Austausch auf der ILA: Eindrücke von einer Diskussion mit Waffenhändlern und Militärs in Berlin

»Eigentlich waren für diesen Donnerstag morgen keine allzu hohen Temperaturen vorhergesagt worden. Trotzdem lastet schon eine hochsommerliche Hitze auf dem weitläufigen Messegelände unmittelbar neben dem Flughafen BER in Berlin-Schönefeld, wo wieder einmal die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) stattfindet. Die angereisten Geschäftsleute schwitzen in ihren Business-Anzügen, ebenso wie die zahlreichen Soldaten, die, bekleidet mit Flecktarn oder Dienstanzug, das Erscheinungsbild der Ausstellung dominieren. Am »Karrieretruck« der Bundeswehr direkt hinter dem Eingang ist noch nichts los: Erst am Wochenende öffnet die ILA ihre mit Metalldetektoren bewehrten Pforten für gewöhnliche Zivilisten. So sind die Experten, Händler, Waffenschieber und Offiziere die ersten drei Tage lang unter sich. Es zeigt sich schnell: Die ILA ist fest im Griff von Militär und Rüstungsindustrie.«

Wie kann man die Geschäfte sichern? Welcher Märchen kann man dafür noch erzählen? Was tun, wenn man den USA immer weniger vertrauen kann?

Aber hier: Auf die Frage, ob US-Truppen im Baltikum kämpfen würden, sollte die russische Armee dort einmarschieren, sagt der SACEUR, Russland werde sich nicht mit der NATO anlegen, denn Moskau wisse, dass es dem Westen militärisch unterlegen sei. Mit der Aufrüstung müsse man nun dafür sorgen, dass das so bleibt.

Die Abkürzung steht für »Supreme Allied Commander Europe«, den Oberbefehlshaber aller NATO-Truppen in Europa. Und die sollten es wissen.

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