Von Harvey11
Samstag 04.07.2026, 17:55 – geändert 05.07.2026, 09:42
Die Krisen reihen sich seit Jahren einander wie Waggons hinter der Lok.
Da hat uns erst Corona durchgeschüttelt, Putin wie erwartet die Ukraine angegriffen, die deutschen Konzerne, die lieber Geld gezählt haben anstatt sich Gedanken über die Zukunft zu machen, dann zeigt uns China was eine Harke ist, dann staunen wir über KI, von der keiner weiß, wie die sich auf Arbeitsmarkt und Geschäftsmodelle auswirkt.
Alles klagt über die miesen Aussichten, die Zahl der Arbeitslosen, also nach Merz der Faulenzer steigt, die Industrie befindet sich im Abstiegsstrudel und die Leute um Nagelsmann sind wieder ohne Titel daheim. Aber unsere furchtlosen Streiter aus Union und SPD haben ihr Schwert „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ geschärft.
Aber reicht das? Diese Waffe ist stumpf. Für „Arbeitsmarkt“ und „Wachstum und Gerechtigkeit“ taugt sie nicht. Es ist nur eine Attrappe. Aber sie genügt, um sie hilflos den Menschen um die Ohren zu schlagen.
Wegen dem Aus der telefonischen Krankschreibung wird die Wirtschaft jedenfalls nicht florieren und auch der angekündigte „Aktionsplan zur Bekämpfung des Sozialleistungsmissbrauchs“ wird wohl kaum das Geschäftsmodell Deutschlands auf neue Füße stellen.
Was wäre das so wichtig. Denn „Made in Germany“ ist nichts mehr, mit dem man protzen kann. Die Produkte „Made in China“ sind inzwischen oft besser und billiger. Daran wurde systematisch gearbeitet. Zukunftsträchtige Branchen auswählen und über mehrere Jahre gezielt stärken. So sind Weltmarktführer entstanden, zu denen die deutsche und europäische Konkurrenz nur staunend hinaufschauen kann.
Natürlich ist die Situation in China eine völlig andere. Trotzdem fällt unseren Koalitionären ist es enttäuschend, wie wenig den Koalitionsspitzen in Berlin zu den sogenannten Zukunftstechnologien einfällt. Man wolle den Autosektor gezielt fördern, heißt es da, sowie unter anderem die chemische und pharmazeutische Industrie, Clean Tech, die Kreislaufwirtschaft oder den Maschinenbau.
Schön und gut – aber wie? Dazu ist das Reformpapier sehr still. Man könnte da, oder dort, vielleicht. Wie die guten Vorsätze zum neuen Jahr. Die Koalition aus CDU, CSU und SPD hat also noch viel Arbeit vor sich, wenn sie für einen echten Aufschwung sorgen will. Aber will sie überhaupt? Oder fällt ihr tatsächlich nicht mehr dazu ein?
Vielleicht kommt dem Kanzler ja noch die eine oder andere Idee, wenn er im Herbst mit einer Erkältung in einem überfüllten Wartezimmer sitzt. Es wäre uns allen zu wünschen.
Sehr frei nach FR
Die Krisen reihen sich seit Jahren einander wie Waggons hinter der Lok.
Da hat uns erst Corona durchgeschüttelt, Putin wie erwartet die Ukraine angegriffen, die deutschen Konzerne, die lieber Geld gezählt haben anstatt sich Gedanken über die Zukunft zu machen, dann zeigt uns China was eine Harke ist, dann staunen wir über KI, von der keiner weiß, wie die sich auf Arbeitsmarkt und Geschäftsmodelle auswirkt.
Alles klagt über die miesen Aussichten, die Zahl der Arbeitslosen, also nach Merz der Faulenzer steigt, die Industrie befindet sich im Abstiegsstrudel und die Leute um Nagelsmann sind wieder ohne Titel daheim. Aber unsere furchtlosen Streiter aus Union und SPD haben ihr Schwert „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ geschärft.
Aber reicht das? Diese Waffe ist stumpf. Für „Arbeitsmarkt“ und „Wachstum und Gerechtigkeit“ taugt sie nicht. Es ist nur eine Attrappe. Aber sie genügt, um sie hilflos den Menschen um die Ohren zu schlagen.
Wegen dem Aus der telefonischen Krankschreibung wird die Wirtschaft jedenfalls nicht florieren und auch der angekündigte „Aktionsplan zur Bekämpfung des Sozialleistungsmissbrauchs“ wird wohl kaum das Geschäftsmodell Deutschlands auf neue Füße stellen.
Was wäre das so wichtig. Denn „Made in Germany“ ist nichts mehr, mit dem man protzen kann. Die Produkte „Made in China“ sind inzwischen oft besser und billiger. Daran wurde systematisch gearbeitet. Zukunftsträchtige Branchen auswählen und über mehrere Jahre gezielt stärken. So sind Weltmarktführer entstanden, zu denen die deutsche und europäische Konkurrenz nur staunend hinaufschauen kann.
Natürlich ist die Situation in China eine völlig andere. Trotzdem fällt unseren Koalitionären ist es enttäuschend, wie wenig den Koalitionsspitzen in Berlin zu den sogenannten Zukunftstechnologien einfällt. Man wolle den Autosektor gezielt fördern, heißt es da, sowie unter anderem die chemische und pharmazeutische Industrie, Clean Tech, die Kreislaufwirtschaft oder den Maschinenbau.
Schön und gut – aber wie? Dazu ist das Reformpapier sehr still. Man könnte da, oder dort, vielleicht. Wie die guten Vorsätze zum neuen Jahr. Die Koalition aus CDU, CSU und SPD hat also noch viel Arbeit vor sich, wenn sie für einen echten Aufschwung sorgen will. Aber will sie überhaupt? Oder fällt ihr tatsächlich nicht mehr dazu ein?
Vielleicht kommt dem Kanzler ja noch die eine oder andere Idee, wenn er im Herbst mit einer Erkältung in einem überfüllten Wartezimmer sitzt. Es wäre uns allen zu wünschen.
Sehr frei nach FR