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Klitschko rät zum vorübergehenden Verlassen Kiews

Von Harvey11 gestern, 11:08

Bei eisigen Temperaturen sind Hundertausende Menschen in Kiew infolge russischer Angriffe ohne Heizung. Der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt sieht für sie vorübergehend einen Ausweg.

Nach massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind Tausende Wohnblocks mitten im eisigen Winter ohne Heizung. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von den schlimmsten Schäden an der Infrastruktur in Kiew in dem seit fast vier Jahren währenden Krieg. Er riet den Bürgerinnen und Bürgern, die Stadt vorübergehend zu verlassen, wenn sich anderswo ein warmer Platz und Strom finden lasse.

In der Millionenmetropole waren nach den Luftangriffen in der Nacht zu Freitag zunächst 6.000 Wohnblocks ohne Heizung. Nach Angaben des Energieministeriums hatten etwa 500.000 Haushalte in und um Kiew keinen Strom. In Kiew sei die Lage am schwierigsten, sagte Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko. Es sei bis Freitagabend aber gelungen, einen Teil der Hauptstadt wieder mit Strom zu versorgen.

Krankenhäuser in Kiew werden nach Angaben der Stadtverwaltungen mit mobilen Heizkesseln mit Wärme versorgt. Außerdem gebe es verteilt über die Stadt 1.200 Zelte und andere Anlaufstellen, an denen man sich aufwärmen, Wasser holen und Handys aufladen könne.

Bei bis zu 17 Grad Frost wird die Lage nicht nur in Kiew, sondern auch anderen ukrainischen Städten wegen des Ausfalls von Heizung, Strom und Wasser immer schwieriger. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in seiner abendlichen Videobotschaft, Russland versuche, mit schweren Luftangriffen mitten im Winter die großen Städte der Ukraine unbewohnbar zu machen: "Die Russen nutzen das Wetter - die Kältewelle - und versuchen, so viele unserer Energieanlagen wie möglich zu treffen."

Russland hatte bei Angriffen auch zum zweiten Mal seit Beginn des Krieges seine neue Hyperschallrakete "Oreschnik" auf das Nachbarland abgeschossen. In der Nacht zum Freitag schlug die Rakete im Westen der Ukraine nahe der Grenze zum NATO-Land Polen ein.

Die Regierung in Kiew wertete dies als neue Bedrohung für die europäische Sicherheit, die eine weltweite Reaktion erfordere. Russland begründete den Einsatz der Rakete mit einem angeblichen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin im vergangenen Monat - ein Vorfall, den die Ukraine bestreitet und der sich auch nach US-Angaben nicht ereignet hat.

Nach den massiven russischen Angriffen auf die Ukraine kommt der UN-Sicherheitsrat am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. "Russland hat mit seinen Angriffen auf Zivilisten und zivile Infrastruktur in der Ukraine ein neues erschreckendes Ausmaß an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erreicht", erklärt der ukrainische UN-Botschafter Andrij Jermak in einem Schreiben, in dem er um die Einberufung der Sitzung bat und das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.


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Irgendwie hat da jemand versäumt die Ukrainer darüber aufzuklären, dass ein Krieg auch im Winter weiter geht. Auch die Deutschen können davon ein Lied singen.
Und dass der Einsatz der neuen Hyperschallrakete "Oreschnik" nun als neue Bedrohung für die europäische Sicherheit bedeutet, die eine weltweite Reaktion erfordere, gehört zum üblichen Werkzeug. NATO-Truppen werden deshalb keine kommen.
Man hat viel versprochen, es läuft nicht so wie geplant und lässt die Ukraine trotzdem einen aussichtslosen Krieg weiter führen.
Es ist nun mal, so dass die Zahl der zivilen Opfer immer größer ist als die der Soldaten. Da hilft auch kein Geheule darüber, dass Putin die Häuser zerstört.
Woanders passiert das auch und es redet keiner darüber.
Die Willigen wollen es so haben. Vor was haben die so viel Angst? Der Russe kommt doch frühestens in 4 Jahren. Soll er bis dahin ruiniert sein?

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