Von Harvey11
Samstag 30.05.2026, 09:50 – geändert Samstag 30.05.2026, 11:07
»Vor ein paar Tagen berichtete ein im Donbass kämpfender ukrainischer Offizier Journalisten folgende Begebenheit: In Konstantinowka, wo er derzeit eingesetzt sei, hielten trotz ständiger Kämpfe um jedes Haus noch 1.500 bis 2.000 Bewohner aus, die sich nicht hätten evakuieren lassen. Unter ihnen seien neben Alten auch nicht wenige Männer im wehrfähigen Alter. Sie befürchteten, bei einer Evakuierung sofort zur Armee eingezogen zu werden. Man muss der Ukraine zugute halten, dass solche Geschichten, wie anekdotisch und nicht im Detail nachprüfbar sie auch sein mögen, doch noch an die Öffentlichkeit gelangen. Denn man muss sich ihren Inhalt sozusagen auf der Zunge zergehen lassen: lieber täglich unter Beschuss, aber zu Hause, als irgendwohin zum Verrecken geschickt zu werden, in einem Krieg, der offenbar nicht als der eigene angesehen wird. Soviel zum tatsächlichen Grad der Verzweiflung in der Bevölkerung.«
Glauben oder nicht glauben, im Krieg ist das immer so eine Sache. Da arbeiten die Ministerien für Desinformation auf Hochtouren. Nicht nur beim Feind. Auch wir sollen bei der Stange gehalten werden.
»Die EU-Außenminister beraten, ob und worüber sie mit Russland eventuell zu verhandeln bereit wären. Schon dass die Außenbeauftragte Kaja Kallas dies vor Beginn des Treffens öffentlich erklärt, zeigt: Da gibt es offenbar intern deutliche Differenzen darüber, ob man nicht doch vielleicht aufhören sollte mit der Finanzierung eines Krieges, den der Westen in gut vier Jahren nicht gewonnen und bei dem er auch keine Aussicht hat, ihn zu gewinnen.«
Ein militärischer Sieg steht nicht bevor, die Ausgaben steigen weiter und da kann ich mir schon vorstellen, dass da einige Länder nachdenklich werden.
Gerade in Berlin sollte man sich überlegen, wer ihnen da alles empfiehlt eine stärkere Rolle in Europa zu spielen. Auch "warum". Denn die Deutschen sind die eifrigsten Finanziers, warum auch immer.
Und wer Russland zum ewigen Feind erklärt, der hat natürlich Probleme damit sich anzuhören, was die Russen zu sagen haben. Die bisherige Meinung in Berlin ist: die haben nix zu melden.
Ganz im Sinne von Kallas. Ziemlich offen stellt sie bereits jetzt Forderungen auf, denen Russland zustimmen müsse.
Die Vorgeschichte des Krieges hängt eben wie ein Klotz am Bein. Solange man das nicht aufarbeitet, wird das nix mit dem Frieden.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
»Vor ein paar Tagen berichtete ein im Donbass kämpfender ukrainischer Offizier Journalisten folgende Begebenheit: In Konstantinowka, wo er derzeit eingesetzt sei, hielten trotz ständiger Kämpfe um jedes Haus noch 1.500 bis 2.000 Bewohner aus, die sich nicht hätten evakuieren lassen. Unter ihnen seien neben Alten auch nicht wenige Männer im wehrfähigen Alter. Sie befürchteten, bei einer Evakuierung sofort zur Armee eingezogen zu werden. Man muss der Ukraine zugute halten, dass solche Geschichten, wie anekdotisch und nicht im Detail nachprüfbar sie auch sein mögen, doch noch an die Öffentlichkeit gelangen. Denn man muss sich ihren Inhalt sozusagen auf der Zunge zergehen lassen: lieber täglich unter Beschuss, aber zu Hause, als irgendwohin zum Verrecken geschickt zu werden, in einem Krieg, der offenbar nicht als der eigene angesehen wird. Soviel zum tatsächlichen Grad der Verzweiflung in der Bevölkerung.«
Glauben oder nicht glauben, im Krieg ist das immer so eine Sache. Da arbeiten die Ministerien für Desinformation auf Hochtouren. Nicht nur beim Feind. Auch wir sollen bei der Stange gehalten werden.
»Die EU-Außenminister beraten, ob und worüber sie mit Russland eventuell zu verhandeln bereit wären. Schon dass die Außenbeauftragte Kaja Kallas dies vor Beginn des Treffens öffentlich erklärt, zeigt: Da gibt es offenbar intern deutliche Differenzen darüber, ob man nicht doch vielleicht aufhören sollte mit der Finanzierung eines Krieges, den der Westen in gut vier Jahren nicht gewonnen und bei dem er auch keine Aussicht hat, ihn zu gewinnen.«
Ein militärischer Sieg steht nicht bevor, die Ausgaben steigen weiter und da kann ich mir schon vorstellen, dass da einige Länder nachdenklich werden.
Gerade in Berlin sollte man sich überlegen, wer ihnen da alles empfiehlt eine stärkere Rolle in Europa zu spielen. Auch "warum". Denn die Deutschen sind die eifrigsten Finanziers, warum auch immer.
Und wer Russland zum ewigen Feind erklärt, der hat natürlich Probleme damit sich anzuhören, was die Russen zu sagen haben. Die bisherige Meinung in Berlin ist: die haben nix zu melden.
Ganz im Sinne von Kallas. Ziemlich offen stellt sie bereits jetzt Forderungen auf, denen Russland zustimmen müsse.
Die Vorgeschichte des Krieges hängt eben wie ein Klotz am Bein. Solange man das nicht aufarbeitet, wird das nix mit dem Frieden.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
einverstanden