Von Harvey11
Donnerstag 21.05.2026, 11:01 – geändert Donnerstag 21.05.2026, 15:07
Man ist sich in den Medien fast einig, dass Russland am Ende ist und Hilfe in Peking sucht.
»Der Besuch dient beiden Präsidenten«, hebt Johann Fuhrmann, Leiter des Auslandsbüros China der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, laut dem Münchner Merkur hervor, um sodann insbesondere auf Putin zu sprechen zu kommen. Der »brauche die Rückendeckung seines wichtigsten Partners – Bilder, die Stabilität vermitteln«. Schließlich stehe er »unter Druck, nicht nur wirtschaftlich«, so Fuhrmann. »Dass ukrainische Drohnen inzwischen Moskau erreichen können, verunsichert natürlich auch die eigene Bevölkerung.«
Um die Stärke Russlands richtig schwarzzumalen, greift der Berliner Tagesspiegel eine dpa-Meldung auf und verbreitet die Mär von einem »von Trump vermittelten dreitägigen Waffenstillstand, der es dem Kremlchef ermöglicht hatte, seine Siegesparade ungestört abzuhalten«. Soll heißen: Nur dank des Wohlwollens des wohl im Moment größten Förderers von Faschismus weltweit konnten die jüngsten Feierlichkeiten zum »Tag der Befreiung vom Faschismus« am 9. Mai in Moskau über die Bühne gehen.
Der Deutschlandfunk sprach am Mittwoch mit Rüdiger von Fritsch, einem ehemaligen Botschafter der BRD in Moskau. Der analysiert die russische Schwäche nüchtern und hebt hervor, dass Moskau »einseitig abhängig« sei von Beijing. »Ein Drittel des russischen Außenhandels« gehe nach China, umgekehrt seien es nur drei Prozent. Dabei handele es sich bei 90 Prozent der chinesischen Güter um Industrieprodukte, bei 90 Prozent der russischen aber um bloße Rohstoffe. Besagt: Russland ist immer noch ein »Obervolta mit Atomraketen«, wie einst Bundeskanzler Helmut Schmidt es von der UdSSR sagte.
Für die FAZ war sowieso klar: Putin hat bei seinem Besuch in China »vor allem auf eine Zusage zu einer neuen Gaspipeline« gehofft. Die lasse aber auf sich warten, da Beijing sich nicht in »zu große Abhängigkeiten« begeben wolle. Doch angesichts des von Israel und den USA angezettelten Iran-Kriegs wendet das rechtskonservative Flaggschiff vorsichtig ein: »Unklar bleibt, ob der Irankrieg und die auch für China ausbleibenden Gaslieferungen vom Golf jetzt zu einem Umschwenken führen.« Wenn man sich da mal nicht selbst ein Bein gestellt hat. (jt)
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Warum klingelt es so selten, dass man sich zwar von der Lüge, dass Russland uns 2029/30 überfällt, getrennt hat und auf den Unsinn ausgewichen ist, dass Russland "es könnte"?
Wenn ich aber die Meldungen der verschiedenen Medien lese erkenne ich, dass die der Meinung sind, dass die Russen auch das nicht können.
Oder was ist jetzt gelogen? Welche Lüge nutzt gerade wem?
Man ist sich in den Medien fast einig, dass Russland am Ende ist und Hilfe in Peking sucht.
»Der Besuch dient beiden Präsidenten«, hebt Johann Fuhrmann, Leiter des Auslandsbüros China der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, laut dem Münchner Merkur hervor, um sodann insbesondere auf Putin zu sprechen zu kommen. Der »brauche die Rückendeckung seines wichtigsten Partners – Bilder, die Stabilität vermitteln«. Schließlich stehe er »unter Druck, nicht nur wirtschaftlich«, so Fuhrmann. »Dass ukrainische Drohnen inzwischen Moskau erreichen können, verunsichert natürlich auch die eigene Bevölkerung.«
Um die Stärke Russlands richtig schwarzzumalen, greift der Berliner Tagesspiegel eine dpa-Meldung auf und verbreitet die Mär von einem »von Trump vermittelten dreitägigen Waffenstillstand, der es dem Kremlchef ermöglicht hatte, seine Siegesparade ungestört abzuhalten«. Soll heißen: Nur dank des Wohlwollens des wohl im Moment größten Förderers von Faschismus weltweit konnten die jüngsten Feierlichkeiten zum »Tag der Befreiung vom Faschismus« am 9. Mai in Moskau über die Bühne gehen.
Der Deutschlandfunk sprach am Mittwoch mit Rüdiger von Fritsch, einem ehemaligen Botschafter der BRD in Moskau. Der analysiert die russische Schwäche nüchtern und hebt hervor, dass Moskau »einseitig abhängig« sei von Beijing. »Ein Drittel des russischen Außenhandels« gehe nach China, umgekehrt seien es nur drei Prozent. Dabei handele es sich bei 90 Prozent der chinesischen Güter um Industrieprodukte, bei 90 Prozent der russischen aber um bloße Rohstoffe. Besagt: Russland ist immer noch ein »Obervolta mit Atomraketen«, wie einst Bundeskanzler Helmut Schmidt es von der UdSSR sagte.
Für die FAZ war sowieso klar: Putin hat bei seinem Besuch in China »vor allem auf eine Zusage zu einer neuen Gaspipeline« gehofft. Die lasse aber auf sich warten, da Beijing sich nicht in »zu große Abhängigkeiten« begeben wolle. Doch angesichts des von Israel und den USA angezettelten Iran-Kriegs wendet das rechtskonservative Flaggschiff vorsichtig ein: »Unklar bleibt, ob der Irankrieg und die auch für China ausbleibenden Gaslieferungen vom Golf jetzt zu einem Umschwenken führen.« Wenn man sich da mal nicht selbst ein Bein gestellt hat. (jt)
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Warum klingelt es so selten, dass man sich zwar von der Lüge, dass Russland uns 2029/30 überfällt, getrennt hat und auf den Unsinn ausgewichen ist, dass Russland "es könnte"?
Wenn ich aber die Meldungen der verschiedenen Medien lese erkenne ich, dass die der Meinung sind, dass die Russen auch das nicht können.
Oder was ist jetzt gelogen? Welche Lüge nutzt gerade wem?