Am Mittwoch Ortszeit hielt US-Präsident Donald Trump eine wirre »Rede an die Nation«. Deutschsprachige Medien reagierten spöttisch, resigniert oder in Katastrophenstimmung.
Besonders besorgt gab sich der Spiegel, bislang ein publizistisches Sturmgeschütz der Transatlantiker: »Das amerikanische Imperium setzt in diesem ziellosen Krieg nicht nur aufs Spiel, was seine Macht über Jahrzehnte getragen hat. (…) Der Iran-Krieg ist für die USA eine strategische Katastrophe.« Die Folge: »Während Washington seine Munition verschießt und seine Allianzen beschädigt, muss Peking nur warten. Der Economist hat auf sein Cover einen lächelnden Xi Jinping gesetzt, der auf Trump blickt, dazu eine Zeile, die Napoleon zugeschrieben wird: Unterbrich deinen Feind niemals, wenn er einen Fehler macht.«
Die FAZ meint: »Je stärker die Trump-Regierung in der Kritik steht, sich mit unklaren Zielen in einen großen Krieg gestürzt zu haben, desto stärker rückt sie das nukleare Argument in den Mittelpunkt.« Aus der Ansprache könnten »Amerikas bange Partner« allenfalls eines lernen: »Von Abgesängen auf die NATO verspricht sich der Präsident innenpolitisch derzeit nichts. Seine zuletzt täglichen Breitseiten gegen die undankbaren ›Feiglinge‹ in Europa, welche die westliche Allianz zu einem ›Papiertiger‹ machten, hat er bei dieser Gelegenheit nicht wiederholt.«
Die Welt beschränkt sich am Freitag darauf, die geistigen Ausfälle der Rede wiederzugeben: »Obwohl die iranische Bedrohung nun ›ausgeräumt‹ ist, wie Trump es den Amerikanern sagte, soll der Krieg weitergehen. ›In den nächsten zwei bis drei Wochen werden wir sie zurück in die Steinzeit bringen, wo sie hingehören‹, sagte der Präsident und äußerte damit seine bislang drastischste Drohung.« Damit habe Trump »dem gesamten ersten Teil seiner Rede, die von Erfolgsmeldungen strotzte«, widersprochen.
Das Magazin Cicero hält fest: »Die Benzinpreise steigen. Die Lebensmittelpreise steigen. Und der Präsident spricht von Siegen. Irgendwo über dem Pazifik fliegen derweil vier NASA-Astronauten in Richtung Mond, weit weg vom irdischen Chaos. Die Welt schaut nach oben. Und fragt sich, wie Amerika einen Krieg beendet, der ohne Plan begann und ohne Plan weitergeht.« Das Fazit des Wiener Standard lautet: »Nach dieser kraftlos heruntergeleierten Ansprache ist niemand schlauer, woher dieser kaum begründete Krieg überhaupt herkommt; geschweige denn, wohin er führen soll.«
Liest sich wie: Wann ist die Quälerei vorbei? Am Freitag verlangte Italien neue EU-Schuldenregeln. Der erste Offenbarungseid dank Trump.
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Es ist schon manchmal lustig zu sehen, wie hilflos sich die eisernen Transatlantiker derzeit geben. Wer hilft uns jetzt wenn 2030 die Russen kommen? Unsere geplante stärkste Armee in Europa steht doch erst in etwa 40 Jahren. Aber das Märchen mit den Russen hat ja der Bundespräsident selber entlarvt.
Trotzdem, so ein großer Bruder war doch so schön.
Da müssen sich die verunsicherten Transatlantiker auf die Suche begeben. nach einem neuen Bruder begeben. Einen, den man sich auch finanziell leisten kann.
Am Mittwoch Ortszeit hielt US-Präsident Donald Trump eine wirre »Rede an die Nation«. Deutschsprachige Medien reagierten spöttisch, resigniert oder in Katastrophenstimmung.
Besonders besorgt gab sich der Spiegel, bislang ein publizistisches Sturmgeschütz der Transatlantiker: »Das amerikanische Imperium setzt in diesem ziellosen Krieg nicht nur aufs Spiel, was seine Macht über Jahrzehnte getragen hat. (…) Der Iran-Krieg ist für die USA eine strategische Katastrophe.« Die Folge: »Während Washington seine Munition verschießt und seine Allianzen beschädigt, muss Peking nur warten. Der Economist hat auf sein Cover einen lächelnden Xi Jinping gesetzt, der auf Trump blickt, dazu eine Zeile, die Napoleon zugeschrieben wird: Unterbrich deinen Feind niemals, wenn er einen Fehler macht.«
Die FAZ meint: »Je stärker die Trump-Regierung in der Kritik steht, sich mit unklaren Zielen in einen großen Krieg gestürzt zu haben, desto stärker rückt sie das nukleare Argument in den Mittelpunkt.« Aus der Ansprache könnten »Amerikas bange Partner« allenfalls eines lernen: »Von Abgesängen auf die NATO verspricht sich der Präsident innenpolitisch derzeit nichts. Seine zuletzt täglichen Breitseiten gegen die undankbaren ›Feiglinge‹ in Europa, welche die westliche Allianz zu einem ›Papiertiger‹ machten, hat er bei dieser Gelegenheit nicht wiederholt.«
Die Welt beschränkt sich am Freitag darauf, die geistigen Ausfälle der Rede wiederzugeben: »Obwohl die iranische Bedrohung nun ›ausgeräumt‹ ist, wie Trump es den Amerikanern sagte, soll der Krieg weitergehen. ›In den nächsten zwei bis drei Wochen werden wir sie zurück in die Steinzeit bringen, wo sie hingehören‹, sagte der Präsident und äußerte damit seine bislang drastischste Drohung.« Damit habe Trump »dem gesamten ersten Teil seiner Rede, die von Erfolgsmeldungen strotzte«, widersprochen.
Das Magazin Cicero hält fest: »Die Benzinpreise steigen. Die Lebensmittelpreise steigen. Und der Präsident spricht von Siegen. Irgendwo über dem Pazifik fliegen derweil vier NASA-Astronauten in Richtung Mond, weit weg vom irdischen Chaos. Die Welt schaut nach oben. Und fragt sich, wie Amerika einen Krieg beendet, der ohne Plan begann und ohne Plan weitergeht.« Das Fazit des Wiener Standard lautet: »Nach dieser kraftlos heruntergeleierten Ansprache ist niemand schlauer, woher dieser kaum begründete Krieg überhaupt herkommt; geschweige denn, wohin er führen soll.«
Liest sich wie: Wann ist die Quälerei vorbei? Am Freitag verlangte Italien neue EU-Schuldenregeln. Der erste Offenbarungseid dank Trump.
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Trotzdem, so ein großer Bruder war doch so schön.
Da müssen sich die verunsicherten Transatlantiker auf die Suche begeben. nach einem neuen Bruder begeben. Einen, den man sich auch finanziell leisten kann.